Norbert Trenkle
Die große Entwertung- Über die fundamentalen Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise

Di, 2. Juni 2015, 19:00 Uhr
Uni Konstanz, Universitätsstraße 10, 78464 Konstanz
Veranstalter: AStA Uni Konstanz
Wichtiges: Raum A701

Auch sieben Jahre nach dem Ausbruch der großen Wirtschafts- und Finanzkrise, herrscht über deren Ursachen immer noch weitgehende Unklarheit. Während zumeist die „übertriebene“ Aufblähung von Kredit und Spekulation dafür verantwortlich gemacht wird, besteht die Politik der Krisenbekämpfung im Kern genau darin, durch eine gigantische Geldzufuhr, die Finanzmärkte in noch größerem Ausmaß als zuvor aufzupumpen.
Dieses widersprüchliche Vorgehen entspringt einem hemdsärmeligen Pragmatismus, der systemisch betrachtet durchaus funktional ist. Denn die jahrzehntelange Aufblähung des Finanzüberbaus ist keinesfalls die Ursache der wirtschaftlichen Verwerfungen, sondern stellt einen Mechanismus zur Aufschiebung einer viel grundlegenderen Strukturkrise dar, die ihren Ausgangspunkt bereits in den 1970er Jahren hat. Die Akkumulation von Kapital beruht seitdem auf dem Ansaugen von zukünftigem Wert. Doch dieser Vorgriff auf die Zukunft stößt zunehmend an seine Grenzen. Der nächste Kriseneinbruch zeichnet sich daher bereits am Horizont ab. Und er wird in seinen Auswirkungen noch weit dramatischer sein als der vergangene.

Norbert Trenkle ist Mitglied der Gruppe Krisis und hat zusammen mit Ernst Lohoff das Buch „Die große Entwertung. Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind“ (Unrast Verlag 2012) geschrieben.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung BW statt.

Verschlagwortet mit: Ökonomie/Wirtschaft

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