Miltiadis Oulios
Blackbox Abschiebung – zur Politik der Abschiebungen und ihrer Überwindung

Do, 3. April 2014, 19:00 Uhr
Stadtbibliothek am Mailänder Platz, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
Veranstalter: Stadtbibliothek, Forum der Kulturen, Landeszentrale für politische Bildung
Wichtiges:

In der Reihe „Einwanderungsland Deutschland – Meinungen, Impulse, Diskussionen“ ist Miltiadis Oulios am Donnerstag, 3. April, um 19 Uhr in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz zu Gast. In seinem Vortrag „Blackbox Abschiebung – zur Politik der Abschiebungen und ihrer Überwindung“ spricht er über die erwünschte Mobilität unserer heutigen Welt und deren Folgen: die Abschiebung.

Doch was heißt das eigentlich, Abschiebung? Miltiadis Oulios entwickelt in seinem Buch „Blackbox Abschiebung“ eine Theorie dazu. Er porträtiert darin Menschen, die abgeschoben wurden und stellt die Grenzen des Menschenrechtsbegriffs bei der Bekämpfung von Abschiebungen zur kritischen Diskussion.

Wir leben in einer Welt der erwünschten Mobilität: Indische Informatiker programmieren im Silicon Valley; Frauen aus Osteuropa arbeiten hierzulande im Pflegesektor; Studenten verbringen Auslandssemester in aller Welt. Doch die Mobilität kennt auch eine Schattenseite: Menschen, die in den reichen Staaten des Westens ihr Glück oder Schutz suchen und denen permanent die Abschiebung droht. Die Behörden in Deutschland schieben heutzutage Menschen in 130 Länder der Erde ab – immer noch. Nach Afghanistan ebenso wie in den Kosovo. Obwohl sich die Europäische Union als Raum der Freiheit wähnt, haben sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Abschiebegefängnisse etabliert. Innerhalb eines Jahres starben etwa 1500 Menschen bei dem Versuch über das Mittelmeer in die EU einzureisen. Den Toten stehen etwa 50 000 illegalisierte Migranten gegenüber, die eben dies geschafft haben.

Der Eintritt ist frei. In Zusammenarbeit mit dem Forum der Kulturen Stuttgart e. V. und der Landeszentrale für politische Bildung BW.

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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