Matthias Binswanger
Die Tretmühlen des Glücks – Warum macht mehr Einkommen nicht glücklicher?

Di, 27. Oktober 2015, 19:30 Uhr
K9 – Kommunales Kunst- und Kulturzentrum , Hieronymusgasse 3, 78462 Konstanz
Veranstalter: K9, HTWG, VHS, Plattform Nachhaltiges Lernen
Wichtiges: Eintritt: 6€, Schüler/-innen und Studierende mit Ausweis und mit vhs-Vortragskarte frei.

Das durchschnittliche Glücksempfinden bzw. die Zufriedenheit der Menschen in entwickelten Ländern nimmt schon lange nicht mehr zu, obwohl die durchschnittlichen Einkommen sich mit dem Wirtschaftswachstum stets weiter erhöhen. Das belegen zahlreiche empirische Studien. Daraus lässt sich eine Schlussfolgerung ziehen: Offenbar leben Menschen nicht so, wie es für sie selbst am besten wäre. Es ginge ihnen insgesamt besser, wenn sie mehr Zeit hätten und dafür auf zusätzliches Einkommen verzichten würden. So zeigt etwa eine Untersuchung, dass Menschen, die Überstunden machen und deshalb mehr verdienen, dadurch nicht glücklicher werden. Trotzdem machen aber viele Menschen freiwillig Überstunden und streben generell nach einem immer noch höheren Einkommen. Die interessante Frage lautet deshalb: Wenn die Menschen ein anderes Verhalten glücklicher machen würde, warum ändern sie es dann nicht?

Der Grund liegt in den sogenannten Tretmühleneffekten. Auf einer Tretmühle kann man immer schneller laufen und diese immer schneller bewegen, doch man bleibt immer am selben Ort. Genau gleich verhält es sich mit dem menschlichen Streben, durch mehr Einkommen und mehr Konsum glücklicher zu werden. Die Menschen werden dadurch zwar immer reicher, aber was ihr Glücksempfinden betrifft, treten sie auf der Stelle. Die Hoffnung auf mehr Glück wird ständig enttäuscht, dennoch wird an diesem Glauben festgehalten. In der Veranstaltung werden die Mechanismen der Tretmühlen aufgezeigt, sowie auch verschiedene Strategien, diesen Tretmühlen zu entkommen.

Verschlagwortet mit: Nachhaltigkeit

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