„Grenzen öffnen für Menschen – Grenzen schließen für Waffen“

Di, 1. Dezember 2015, 19:00 Uhr
Bürgerhaus Feuerbach / Bonatz-Bau, Stuttgarter Straße 15, 70469 Stuttgart
Veranstalter: Friedenstreff Stuttgart Nord
Wichtiges:

mit Paul Russmann von „Ohne-Rüstung-Leben“. Er ist als einer der drei Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des Waffenhandels.

60 Millionen Menschen auf der Flucht

So viele Menschen wie niemals zuvor seit dem Ende des 2. Weltkrieges sind auf der Flucht, teilweise schwer traumatisiert, um für sich und ihre Familie eine Lebens- bzw. Überlebensperspektive zu finden. Weltweite Fluchtursachen sind vielfach Armut und Hunger. Täglich sterben 8000 Kinder an Mangel- und Unterernährung. Die Ressourcen der sogenannten „3. Welt“ werden brutal ausgebeutet und ebenso die Menschen, wenn sie zu erbärmlichen Bedingungen für westliche Kleidungs- oder Multimediakonzerne schuften müssen. Subventioniert durch die EU haben europäische Produkte in Afrika die eigenen Produkte vom Markt verdrängt und Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt.

Im Moment flüchten Menschen überwiegend vor Kriegen im Nahen und Mittleren Osten. Die Namen der Länder sind bekannt: Irak, Afghanistan, Lybien, Syrien. In diesen Ländern führen USA und NATO Kriege oder unterstützen sie. Es geht um geostrategische Ziele, um den Zugriff auf Rohstoffe und Handelswege. Hinterlassen haben Sie tausendfachen Tod, Chaos und z.B. den IS oder die al-Nusra-Front, welche mit ihren Terrorregimes weite Gebiete kontrollieren.

Ohne Waffen keine Kriege!

Diese fürchterlichen Kriege gäbe es nicht ohne die Rüstungsfirmen, die damit ihren blutigen Profit realisieren. Die Bomben und Raketen aus den Flugzeugen von USA und NATO stammen direkt aus den Waffenarsenalen dieser Staaten. Die Terrormilizen beziehen vielfach ihre Waffen auf Umwegen aus den gleichen Waffenkammern oder werden aus der Türkei oder Saudi-Arabien direkt beliefert.

Deutsche Rüstungskonzerne sind bei den Exporten ganz vorne dabei, bei Kleinwaffen stehen sie weltweit an zweiter Stelle. Im ersten Halbjahr 2015 wurden bereits so viele Waffen exportiert, wie im gesamten Jahr 2014. Aktuell genehmigte Wirtschaftsminister Gabriel (SPD) die Lieferung von Leopard-Panzer und weiterem Kriegsgerät nach Katar. Katar führt Krieg im Jemen und unterstützt Terrormilizen in Syrien. Das Geschäft mit dem Tod boomt.

Keine Waffen aus Baden Württemberg!

Viele der aus Deutschland gelieferten Waffen stammen aus Baden-Württemberg, z.B. Pistolen oder Maschinengewehre von Heckler & Koch aus Oberndorf am Neckar. Alleine auf der deutschen Seite vom Bodensee sind 10 Rüstungsschmieden konzentriert, die an den weltweiten Kriegen Mitschuld tragen und damit ihr Geld verdienen. Deshalb müssen wir alles dafür tun, damit Rüstungsexporte verboten und Rüstungsfirmen auf zivile Produkte umgestellt werden.

EINE VERANSTALTUNG DES FRIEDENSTREFF STUTTGART NORD

Der Friedenstreff Nord ist ein Zusammenschluss von Menschen aus dem Stuttgarter Norden, die der schleichenden Militarisierung der Gesellschaft und der zunehmenden Kriegsgefahr etwas entgegensetzen wollen.

Am Dienstag, 1. Dez 2015 um 19.00 Uhr im Bürgerhaus Feuerbach (Musikzentrum), Stuttgarter Straße 15, 70469 Stuttgart – Feuerbach, Nähe Bahnhof Feuerbach. (ÖPNV: S4, S5, S6, U6, U13)

Verschlagwortet mit: Krieg & Frieden

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