Gerd Zahner
Sonnwend

So, 21. Juni 2015, 19:00 Uhr
Gems, Mühlenstr. 13, 78224 Singen
Veranstalter: Kulturzentrum Gems
Wichtiges: mit Josef Vossenkuhl und Haro Eden (Musik)

Am Sonntag, den 21. Juni 2015 um 19.00 Uhr – auf der Domäne Hohentwiel zeigt die Gems und die Domäne Hohentwiel das Stück Sonnwend von Gerd Zahner in einer szenischen Lesung mit Josef Vossenkuhl. Musik von Haro Eden. Eintritt ist frei. Josef Vossenkuhl ist ein ver­sierter Schau­­­spieler und Sprecher aus München, der aus­drücklich für dieses Projekt sei­ne Mitwirkung zugesagt hat. Vos­sen­kuhl ist ein Kind der Gegend, durch zahl­­reiche En­­­gagements in Film und Fern­­sehen und Thea­ter, als Schau­spieler und Sprecher be­kannt und berühmt geworden. Sonnwend Im Jahre 1933, zur Son­nen­wende, sprach der Hessefreund, Arzt und Dichter Dr. Lud­­wig Finckh auf dem Hoh­entwiel vor 5000 Mit­­gliedern der HJ, in­dem er über sein Werk und seine politische Philosophie einen Vortrag hielt. Aus diesem Grunde soll jetzt, auch aus An­lass der Hohent­wiel­­feierlichkeiten, wie­der zur Son­nen­wen­de, das Stück SONNWEND auf der Domäne Hohent­wiel aufgeführt werden. Herrmann Hes­se und Dr. Lud­wig Finckh zo­gen aus ein­­er antimodernen Haltung imJahre 1904/1905 nach Gaien­hofen an den See. Finckh blieb ein Le­ben lang dort, Hesse ver­ließ die Idyl­le 1912 und kehrte Finckh auf Grund des­sen deutsch nationaler Hal­tung den Rück­en. Finckh wird heute verehrt als der Retter des Stoffels, als der Be­­­­grün­der, Mitbegründer des Na­tur­schut­zes. Seine andere Seite ist seine po­li­­tische Haltung, auf Grund dieser ihn Hes­se mit Verachtung bestrafte. Finckh, als Arzt, schrieb literarisch und philosophisch über Rassefragen und Ras­­senhygiene. Er ist ein Autor und Vor­denker des Natio­nal­so­zia­lismus, der nach dem Kriege nur seine Haltung ge­gen­­über der Natur in den Vordergrund stellte, sei­ne Haltung gegen den Men­sch­en verschwieg. Nach dem Kriege versuchte Finckh über die Freundschaft mit Hesse wie­der intellektuellen Anschluss an die Welt der Schriftsteller. Hesse aber, bis 1957, weigerte sich Finckh zu em­pfangen. Das Stück fragt nach Wir­k­ung und Schuld eines Schriftstellers. Das Stück spielt im Jahre 1957. Finckh er­hält von Hesse ein­en Brief.

Verschlagwortet mit: Rassismus‚ Rechtsextremismus und -terrorismus

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