Die Verfolgung von Homosexuellen in Württemberg im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit

So, 25. Januar 2015, 17:00 Uhr
Seminarraum der KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen, Hauptstraße 39, 71126 Gäufelden
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen & Gegen Vergessen-Für Demokratie e.V.
Wichtiges:

Zwei Tage vor dem Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar 2015 lädt die KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen zu einem Vortrag ein, der sich mit der Verfolgung einer oft vergessenen Gruppe von Opfern des Nationalsozialismus beschäftigt, nämlich der der Homosexuellen. Deren polizeilich-juristische Verfolgung hat eine lange Geschichte. Seit dem Wilhelminischen Kaiserreich wurden sie aufgrund des § 175 des Strafgesetzbuches verurteilt. In der Zeit des Nationalsozialismus radikalisierten sich die Maßnahmen bis hin zur Verschleppung in Konzentrationslager. Strafrechtliche Verurteilungen von Homosexuellen dauerten bis weit in die Zeit der Bundesrepublik hinein an. Diese Verfolgungsgeschichte wurde von öffentlichen Stellen in Baden-Württemberg bis heute nicht systematisch aufgearbeitet und dargestellt.

Dr. Norman Domeier (Historisches Institut der Universität Stuttgart) und Ralf Bogen (Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. Stuttgart) referieren am Beispiel der Region Württemberg über die Verfolgung von Homosexuellen in der Zeit des Nationalsozialismus und der frühen Bundesrepublik.

Nach der Diskussion über die Pläne der grün-roten Landesregierung, die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ als Ziel im Bildungsplan 2015 festzuschreiben, bezieht der Verein mit dieser Veranstaltung eindeutig Position gegen die von massiver Intoleranz geprägten homophoben Aktivitäten in der Hoffnung, dass eine Aufarbeitung dieses Themas zum Abbau von Vorurteilen sowie zur Akzeptanz menschlicher Vielfalt in der Gesellschaft beitragen kann.

Vor der Veranstaltung findet um 16 Uhr eine Führung statt.

Eintritt frei.

Verschlagwortet mit: Rassismus‚ Rechtsextremismus und -terrorismus

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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