Schlagwort-Archive: Songwriting

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann

Diesen Satz des französischen Schriftstellers, Malers und Grafikers Francis Picabia sollte man sich im Alltag zu Herzen nehmen. Damit gelingt es, die Welt mit anderen Augen wahrzunehmen, Dinge in den Blick zu nehmen, die einem vorher verschlossen waren.

Das hatte vielleicht auch der Cellist Danny Kenyon der Bluegrassband The Dead South im Sinn, als er sein Cello wie eine Bassgitarre spielte.

Songwriting
Today

Der Songwriter James Taylor ist seit Jahren auf seinem Weg, im Sound unverwechselbar. Darüber hat er dieses wunderbare Lied geschrieben:

Today, today, today
I’m finally on my way
The time has come to say
Goodbye, goodbye, goodbye

The bird is on the wing
The bell is about to ring
The big girl she’s about to sing
Today, today, today

The world will open wide
And I’m running with the tide
It’s time to cut this side
And I must not miss my ride

Somehow I haven’t died
And I feel the same inside
As when I caught this ride
When first I sold my pride

Songwriting
Lass die Karten fallen

Der Gitarrist Stuart McCallum überzeugte bei Cinematic Orchestera mit seinem Mix aus Electronica, Jazz, Soul und Trip-Hop. Zusammen mit der Sängerin Ríoghnach Connolly, dem Pianisten John Ellis, dem Bassisten Sam Vickery und dem Drummer Luke Flowers bildet er heute „The Breath“. Hier der Titelsong ihrer neuesten CD

Auf diesem Album geht es um Entwurzelung, gescheitete Lieben und nostalgische Erinnerungen an längst vergangene Kindheitssommer. Man hört Geschichten über Geschichte, Songkleinode wie ein Klagelied über die irische Massenemigration in den Hungerjahren.

Richard Rodgers
Lieblingsdinge

Mal ehrlich, was ist dein allerliebstes Ding? Manchmal lohnt es sich darüber nachzudenken.

Wenn Hunde beißen
Wenn Bienen stechen,
Wenn ich mich traurig fühle
Dann erinnere ich mich einfach an meine Lieblingsdinge
Und schon fühl ich mich nicht mehr so schlecht

Richard Rodgers (* 28. Juni 1902, † 30. Dezember 1979) war ein US-amerikanischer Komponist.
Rodgers ist eine von nur zwölf Personen, die alle vier großen Preise der amerikanischen Unterhaltungsindustrie gewinnen konnten

Menschenrechte Artikel 19
Meinungsfreiheit

„Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“

Am 7. Mai 2012 veröffentlichten Najafi und Majid Kazemi das Lied Naghi, das zahlreiche Verweise auf den zehnten Imam ʿAlī al-Hādī an-Naqī enthält. Inspirationen dazu erhielt er möglicherweise durch die seit 11. Mai 2011 bestehende satirische Facebook-Gruppe „Kampagne zur Erinnerung der Schiiten an Imam Naghi“. Das Lied fleht Imam Naghi an „zurückzukehren“ und spricht eine breite Palette iranischer sozialer, politischer und ökonomischer Übel an, darunter die ökonomischen Sanktionen, Korruption, politische Unterdrückung, Schönheits- und Sexwahn sowie die Ohnmacht der Intelligenz und Opposition im Ausland. Das Cover zeigt eine einer Kuppel (und damit einem islamischen Heiligengrab) ähnelnde weibliche Brust mit einer Regenbogenfahne der Lesben- und Schwulenbewegung auf der Spitze der Brustwarze, welche von Greifvögeln umflogen wird. Durch das Lied wurde die Bekanntheit der Facebook-Gruppe stark gesteigert. Ende Mai wurde als Druckmittel der Vater eines in Holland studierenden Iraners verhaftet, in der fälschlichen Annahme der Student kenne die Betreiber der Gruppe, da er dort viel gepostet hatte. Quelle: Wikipedia

Zu diesem Rapper gibt es einen Film in der Reihe „Mit den Augen der Anderen“.
Mittwoch, 12.12.2018 um 20:00 Uhr
Treffpunkt Rotebühlplatz, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart, Theodor-Bäuerle-Saal

Ankündigungstext:
In seinem Dokumentarfilm „Wenn Gott schläft“ (Deutschland 2017, 88 Min.) porträtiert Regisseur Till Schauder den iranischen Sänger und Rapper Shahin Najafi. Als er 2012 einen satirischen Song veröffentlichte, sorgte das weltweit für Aufsehen und eine große Medienresonanz. Für den Song wurde er mit einer Fatwa belegt. In seinem Lied soll er angeblich Ali al-Naghi, einen der zwölf von den Schiiten verehrten Imame beleidigt haben. Tausende Menschen forderten Najafis Tod und ein Kopfgeld von 100.000 Dollar wurde auf ihn ausgesetzt, so dass er gezwungen war, unterzutauchen. Er ging nach Deutschland, wo er bis heute wohnt. Doch sein Leben ist noch immer von der Fatwa geprägt. Wenn Najafi auftritt, geht er ein hohes Risiko ein.

Nur gemeinsam kann es gehen!

“Prayer of the Mothers” ist ein Lied der Sängerin und Liedermacherin Yael Deckelbaum. Es entstand zusammen mit Frauen der Bewegung „Women Wage Peace“, die sich für eine friedliche und gewaltfreie Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes einsetzen. Die Bewegung bringt seit ihrem Entstehen im Sommer 2014 während der Eskalation des Konfliktes in Gaza, bei dem über 2.200 Menschen starben, Frauen aller Religionen und aus allen Nationen zusammen, um einen wahrhaftigen Dialog zur Beendigung von Krieg und Gewalt in Gang zu bringen und einen neuen Geist für Hoffnung und fundamentalen Wandel zu erwecken, der nur mit der alles umfassenden Kraft von Frauen, dem Mütterlichen, dem Bewahrenden und Nährenden, geschaffen werden kann.
Quelle: Pressenza

Menschenrechte Artikel 11
Unschuldsvermutung

„Jeder, der wegen einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.“

Die polnische Gruppe Yugopolis spielt die Folk/RockMusik aus dem ehemaligen Jugoslawien in neuen Arrangements und mit polnischen Texten. Sie wurde im Jahr 2000 unter dem Namen Yugoton gegründet. Begründer des Projekts war der Musikjournalisten Grzegorz Brzozowicz.

Ostatnia nocka (Die letzte Nacht)

Die letzte Nacht
Ich habe Kopfweh und kann nicht schlafen
Obwohl alle um mich herum schon schlafen gegangen sind
Ich kann weder liegen noch aufstehen
Die letzte Nacht in meiner Zelle geht vorbei

Nur die Nacht, Nacht, Nacht, die Rampenlichter brennen
Der Scheinwerfer sucht das Gebiet durch
Dieses Licht kenn‘ ich gut
es geht nie aus, jemand beobachtet immer

Ich weiss nicht, ob ich ihr glaube oder nicht
Glaube ich oder nicht

Letzte Tag und Nacht bin ich dort
Aber immer noch bin ich hier
Ich kann nicht liegen aber ich kann nicht aufstehen
ein ,,Reptil“ klopft an ,,Beton“ mit seinen Halbstiefeln

Nur die Nacht, Nacht, Nacht, die Rampenlichter brennen
Der Scheinwerfer sucht das Gebiet durch
Dieses Licht kenn‘ ich gut
es geht nie aus, jemand beobachtet immer

Ich weiss nicht, ob ich ihr glaube oder nicht
Glaube ich oder nicht

Ich habe Kopfweh und kann nicht schlafen
Obwohl alle um mich herum schon schalfen gegangen sind
Ich kann weder liegen noch aufstehen
Ein paar Jahren soll der Teufel vergeblich holen

Nur die Nacht, Nacht, Nacht, die Rampenlichter brennen
Der Scheinwerfer sucht das Gebiet durch
Dieses Licht kenn‘ ich gut
es geht nie aus, jemand beobachtet immer

Ich weiss nicht, ob ich ihr glaube oder nicht
Glaube ich oder nicht

Wenn der Morgen kommt, ich werde vor deiner Tür stehen
Ich habe Abschied genommen, ohne ,,Auf Wiedersehen“ zu sagen

Ich weiss nicht, ob du dort sein wirst
Es ist egal, ich geh‘ aus dem Gefangnis raus

Nur die Nacht, Nacht, Nacht, die Rampenlichter brennen
Der Scheinwerfer sucht das Gebiet durch
Dieses Licht kenn‘ ich gut
es geht nie aus, jemand beobachtet immer

Ich weiss nicht, ob ich ihr glaube oder nicht
Glaube ich oder nicht

Leonard Cohen – Seine Lieder in akustischem Gewand

Foto: © M. Seehoff
Foto: © M. Seehoff

Die Musik von Leonard Cohen ist eine Synthese aus Melodie und Lyrik. Damit stand der im letzten Jahr verstorbene Musiker in der Tradition der antiken Dichter, die ihre Lyrik gesungen haben. Die drei Musiker des „Leonard-Cohn-Projects“ interpretierten seine frühen Lieder am 28. November 2018 auf geniale Weise im Theaterhaus Stuttgart.

Ausführliche Konzertkritik auf dem Blog Elsternest.