Schlagwort-Archive: Rockfrauen

Frauen im Rock XVII
Lucinda Williams verbeugt sich vor Town van Zandt

Lucinda Williams "2 Kool 2 Be 4-gotten" (1998)

Die 67jährige Lucinda Williams ist eine US-amerikanische Roots-Rock- und Country-Musikerin. Erst 20 Jahre nach ihrem Debüt gelang ihr 1998 mit dem Album „Car Wheels on a Gravel Road“ der kommerzielle Durchbruch, von dem dieser Song stammt. Heute gehört sie zu den bekanntesten Vertreterinnen der Musikrichtung. 2002 wurde sie vom Time Magazine zur besten Songwriterin in den USA gewählt.

Das Lied wurde von den Fotografien von Birney Imes aus seiner Sammlung Juke Joint aus dem Jahr 1990 inspiriert. Die Fotos zeigen die Musikhallen des Mississippi-Deltas. Das Lied ist voller Geschichten von diesem Ort, gemischt mit direkten Zitaten von Graffiti und Schildern, die in diesen Räumen angebracht sind. Aber sie hatte auch ihr großes Vorbild Town van Zandt bei diesem Song vor Augen. Dieser war ein rücksichtsloser Betrunkener und ein hoffnungsloser Idealist, aber er war auch der beste texanische Songwriter unserer Zeit.

Frauen im Rock XVI
Shana Cleveland

Shana Cleveland: Might of The Worm Moon

Shana Cleveland stammt aus Kalamazoo im US Bundesstaat Michigan. Die heute in  Seattle ansässige Sängerin, Songwriterin und Gitarristin ist sowohl für ihre Arbeit mit der Noir-Surfgruppe La Luz als auch für ihr folkloristisches Projekt Shana Cleveland & the Sandcastles bekannt. Während Vintage-Surf- und Instrumental-Rock-Stile Clevelands Musik mit La Luz beeinflussen, ist ihre Arbeit außerhalb der Gruppe entschieden anders. Ihr Akustikgitarrenstil erinnert an Künstler wie John Fahey und Robbie Basho, die „American Primitive“ Traditionalismus mit einem abenteuerlichen melodischen Sinn verbanden.  Neben ihrem Engagement in den oben erwähnten Gruppen, arbeitete sie weiter an ihren Soloprojekten und veröffentlichte 2019 „Night of the Worm Moon“.

Frauen im Rock XIV
Larkinpoe

Larkin Poe | Bleach Blonde Bottle Blues (Official Video)

Die Schwestern Rebecca & Megan Lovell von Larkin Poe sind Singer / Songwriter, Multiinstrumentalistinnen, die ihre eigene Marke von Roots Rock ’n‘ Roll kreieren: grobkörnig, gefühlvoll und von ihrem südlichen Erbe geprägt. Sie stammen ursprünglich aus Atlanta und leben derzeit in Nashville. Inspiration für den Namen der Band war Larkin Poe, ein Ur-Ur-Ur-Großvater der Lovells. Dieser war zugleich ein Cousin des legendären Schriftstellers Edgar Allan Poe.

Frauen im Rock XIII
Samantha Fish „Chills And Fever“

Samantha Fish - Chills And Fever - Daytrotter Session - 9/8/2017

Die 1989 in Kansas City geborene Samantha Fish ist eine Blues- und Country-Gitarristin, Sängerin und Songwriterin. Bei ihren Auftritten wird sie zumeist nur von E-Bass und Schlagzeug, manchmal auch von Keyboard, Saxophon und Trompete begleitet. Samantha Fish stammt aus einer musikalischen Familie, denn sowohl ihr Vater als auch ihr Onkel spielten Bluesgitarre; sie selbst begann zunächst Schlagzeug, später dann im Alter von 15 Jahren, Gitarre zu spielen. Für ihre erste Plattenproduktion „Runaway“ (2011) erhielt sie den Blues Award für das beste Debütalbum. Ihre achte LP erschien 2019.

Katie Noonan
Coverversion von Chandelier

Katie Noonan

Live At The Bridge ist eine Videoserie, in der ausgewählte Musiker aus aller Welt ihre Lieblingslieder unter der Sydney Harbour Bridge aufführen. Die australische Künstlerin Katie Noonan spielt auf hohem Niveau Alternative Rock, Jazz. Auch von Opermusik hält sie sich nicht fern. Hier im Video interpretiert sie den Song „Chandelier“ der australischen Sängerin und Songwriterin Sia Kate Isobelle Furler.

Textlich hat das Lied ein melancholisches Thema, das die Demoralisierung und Rationalisierung des Alkoholismus durch den Denkprozess eines „Partygirls“ beschreibt. Im weiteren Sinne spricht das Lied die flüchtigen Gefühle der Befreiung und Verlassenheit an, die mit der Vergiftung einhergehen, sowie den Schmerz, die Schuld und die Leere, die mit Sucht, Alkoholismus und hedonistischem Übermaß einhergehen.

Frauen im Rock XII
Susan Tedeschi

Tedeschi Trucks Band - "Made Up Mind" - Mountain Jam 2014

Die US-amerikanische Blues-Gitarristin, Sängerin und Songschreiberin Susan Tedeschi kommt aus einer musikalischen Familie. Geboren am 9. November 1970 in Boston, Massachusetts gründete sie mit 15 Jahren ihre erste Band „The Smoking Section“. Sie interessierte sich früh für die Blues-Szene, machte einen Abschluss des Berklee College of Music.

Tedeschis Stimme kann man als eine Mischung aus Bonnie Raitt und Janis Joplin beschreiben, die sie beide als ihre Vorbilder nennt. Ihr Gitarrenspiel wurde von Buddy Guy, Johnny „Guitar“ Watson, Stevie Ray Vaughan und Freddie King beeinflusst. mehr…

Frauen im Rock (XI)
Nita Strauss

NITA STRAUSS - Pandemonium (Official Video)

Nita Strauss ist eine Ausnahmegitarristin. Seit 2014 ist Nita Strauss Mitglied in der Band von Alice Cooper und wurde von Guitar World auf Platz Eins der „10 weiblichen Gitarristen die man kennen sollte“ gewählt. Negative Äußerungen aufgrund ihres Geschlechts, hat die Musikerin bisher zum Glück nicht hinnehmen müssen. Sie selbst sagte einmal:
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Frauen im Rock (IX)
Ruth Brown

Ruth Brown
Foto: Amazon

Mit Ruth Brown möchte ich meine kleine Serie über Musikschwestern im frühen Rock’n’ Roll, Rhythm-and-Blues, Rockabilly, Gospel, Blues, kurz Frauen im Rock beenden, mit der ich mich vor diesen Ausnahmekünstlerinnen verbeugen wollte. Sie waren Wegbereiterinnen für alle Musikerinnen, die heute wie selbstverständlich auf der Bühne stehen und uns mit ihrer Kunst glücklich machen, wobei von einer Geschlechterausgeglichenheit bis heute nicht die Rede sein kann.
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Frauen im Rock (VII)
Janis Martin

Janis Martin- Bang Bang

Janis Martin (* 27. März 1940 in Sutherlin, Virginia; † 3. September 2007 in Danville, Virginia) war eine US-amerikanische Rockabilly-Sängerin, die als eine der wenigen Frauen in dieser von Männern dominierten Szene Erfolg hatte. Sie war vor allem für ihre starke Bühnenpräsenz bekannt. mehr…

Frauen im Rock (VI)
Wynona Carr

Wynona Carr

Auch Wynona Carr (23. August 1923 – 11. Mai 1976) kam ursprünglich aus der Gospel-Ecke. Ihrem Vorbild Rosetta Tharpe entsprechend nannte sie sich «Sister» Wynona Carr. Obwohl sie damit auf Little Richards Specialty-Label gehörigen Erfolg hatte, munkelte man zeitlebens, ihre rauchige Stimme wäre wohl besser geeignet für säkularere Gesänge. Und so nahm sie rund zwei dutzend groovige R’n’B-Nummern auf, von denen die folgende vielleicht die grossartigste ist: „Please Mr. Jailer“ (zu diesem wunderbaren Song bitte auf den Link klicken)

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Frauen im Rock (V)
Sister Rosetta Tharpe

Auch Gospel Music gehört zu den Wurzeln des Rock’n’Rolls. Schwester Rosetta Tharpe war keineswegs eine andächtige Kirchensängerin. Sie war die Erste, die Gospelmusik mit fetten R’n’B-Beats versah und somit das Genre ein für alle Mal veränderte. Zudem war sie eine Gitarrenheldin erster Güte. Ihr phantasitsches Gitarrensolo in dem Song «Up Above My Head» ist ab 1:20 zu sehen und zu hören.

Sister Rosetta Tharpe - Up Above My Head

Quelle: Watson und „Projekt Woman in Rock“

Frauen im Rock (IV)
Sparkle Moore

Sparkle Moore aus Nebraska nimmt ihren rechtmäßigen Platz in dieser Auswahl ein, obwohl sie nicht die beste Sängerin der Welt war. Sie nimmt ihn wegen schieren Exzentrik ein. Knickerbocker-Hosen, gestreifte Jacken-Ensembles oder Leopardenfell-Blusen. Dazu eine Tolle, die Elvis gut zu Gesicht gestanden hätte. Im Jahr 1956 ein gewagter Look. Hier ihr phantasischer Rock’n’ Roll Titel Skull and Crossbones. (Zum Abspielen des Songs einfach auf das Bild klicken)

Quelle: Watson und „Projekt Woman in Rock

Frauen im Rock (III)
Big Mama Thornton

‎Big Mama Thornton Hound Dog Down Home Shakedown Live 1965

Willie Mae „Big Mama“ Thornton (* 11. Dezember 1926 in Montgomery, Alabama; † 25. Juli 1984 in Los Angeles) war eine US-amerikanische Bluessängerin, Songwriterin und Mundharmonikaspielerin. Von ihr stammt die Komposition und Originalaufnahme von Ball and Chain, einem späteren Hit für Janis Joplin. mehr…

Frauen im Rock (II)
Die Pianistin und Bluessängerin Julia Lee

Rock’n’Roll erhielt seinen Namen, als die ehemals schwarze Musikform von weißen Jugendlichen entdeckt wurde. Dabei sollte man wissen, dass Rock’n’Roll ein Slangausdruck für Sex ist und trug sicher dazu bei, diese Musik als subversiven Kraft angesehen wurde. Vorher spielte man Rhythm’n’Blues und er richtete sich thematisch eher an ein erwachsenes Publikum.

Die Boogie-Woogie-Pianistin Julia Lee (* 31. Oktober 1902 in Boonville (Missouri); † 8. Dezember 1958 in San Diego) wuchs in Kansas City auf und machte schon als Kind zusammen mit einem Saiteninstrument-Trio ihres Vaters und auf Veranstaltungen ihrer Kirchengemeinde Musik. Ab 1947 sang sie eindeutig-zweideutigen Songs und landete eine Reihe von Hits: Titel wie „King Size Papa“, „I Didn’t Like It the First Time“, „Gotta Gimme Whatcha Got“ machten sie bekannt. Und auch dieser Song:

Julia Lee - Snatch And Grab It (Opportunity Knocks But Once)

Quelle: Watson und „Projekt Woman in Rock“