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Die Skulptur von Peter Lenk
Endlich ist sie da

Peter Lenk Skulptur in Stuttgart
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Lange war die Aufstellung der Skulptur der „Schwäbische Laokoon“ des Bildhauers Peter Lenk umstritten. Nicht des Preises wegen. Ein Großteil der Kosten kam druch Spenden zustande. Lenk wollte die Skulptur der Stadt sogar schenken. Sein aus 150 Skulpturen bestehendes, satirisches Kunstwerk wollten die Regierenden nicht haben. Zumal wichtige damalige und heutige Politiker von der Lokalebene bis zu Bundesebene abgebildet sind. Lenk meint zu seiner Skulptur: „Der mythologische Laokoon konnte Troja nicht mehr warnen vor dem Trojanischen Pferd. Der schwäbische Laokoon (Kretschmann) will nicht mehr vor Stuttgart 21 warnen, weil er sich an das Volksbegehren gebunden fühlt.“ Der Ministerpräsident Winfried Kretschmann kämpft mit der ICE-Schlange. Nach Einbruch der Nacht, am 26. Oktober rollten zwei Tieflader sowie ein mobiler Schwerlastkran zum Stadtpalais und das in Einzelteile zerlegte Kunstwerk wurde auf den tonnenschweren Sockel montiert. Der Fotograf Martin Storz hat den Aufbau filmisch begleitet.

Nun kann die neun Meter hohe Figur von der Stadtgesellschaft betrachtet werden, die durch den Bahnhofsbau tief gespalten wurde. Es bleibt zu hoffen, dass durch gemeinsames Schmunzlen und Lachen diese wieder ein wenig zusammenfindet.

Die geheime Macht der Frauen

Klerus und Adel von Peter Lenk
Klerus und Adel in den Händen von Frauen? Schön wär es!
Foto: M. Seehoff

Der am Bodensee lebende Künstler Peter Lenk hat die 9 m hohe Statur „Imperia“ Anfang der 90ziger Jahre in Konstanz am Hafen aufstellen lassen. Seitdem dreht sie sich und erinnert an das Konzil von Konstanz (1414–1418). Während des Konzils kamen nicht nur geistliche und weltliche Würdenträger nach Konstanz an den Bodensee sondern in ihrem Gefolge auch jede Menge Huren, ein gutes Geschäft witternd. Sie beeinflussten mit ihren Liebesdiensten die Diskussionen und Entscheidungen der versammelten Männer, die ─ egal ob vom Kleriker- oder Adelsstand ─ schwanzgesteuert waren (und sind).

Welche Auswüchse die Unterdrückung der Sexualität angenommen hat, wird derzeit sowohl in der katholischen Kirche als auch in weltlichen Einrichtungen diskutiert (Missbrauchsdebatte). Vielleicht bekämen die Diskussionen in kirchlichen Kreisen etwas mehr Dynamik, gingen auch heute Frauen den Klerikern zur Hand.