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Moria
Zeltstadt auf Lesbos – Nach dem langen Regen

Verzweiflung auf Lesbos: Regenwasser auf Wegen und in Zelten des neuen Flüchtlingslagers
Verzweiflung auf Lesbos: Regenwasser auf Wegen und in Zelten des neuen Flüchtlingslagers

Von Lesbos erreichen uns weiter verzweifelte Notrufe. Unser Partnerorganisationjust human, hat sie an uns weiter geleitet. Die Situation im neuen Camp, das nach dem Brand in Moria provisorisch aufgebaut wurde, wird durch die zunehmend kalten Nächte und anhaltende Regenfälle weiter verschärft. Melinda McRostie, Leiterin der Partnerorganisation Starfish Foundation von just human, schrieb:

„Schon die Lage des neuen Lagers ist beunruhigend. Es wurde direkt am Meer gebaut, auf einer sehr steinigen Landfläche. Nässe, Wind und Kälte sind deshalb in diesem Lager besonders heftig zu spüren. Und immer noch ist das Lager im Aufbau, selbst die wenigen Dienste, die in Moria vorhanden waren, fehlen. Viele Menschen im Camp leben z.B. seit Wochen ohne richtige Duschen und Toiletten. Die wenigen bestehenden Sanitäranlagen sind nachts nicht beleuchtet und das ist besonders für Frauen und Kinder eine unerträgliche Situation.“

Maison Charlotte
Eine Chronik der Menschlichkeit

Es kann geholfen werden

Vor vier Monaten erhielten wir von just human e. V. den ersten Hilferuf.  just human e. V. hatte ein ehrgeiziges Projekt auf die Beine gestellt, das ohne eine vielfältige Unterstützung nicht starten konnte. Vier Monate sind nun vergangen, seit sie das Maison Charlotte, eine Schutzwohnung für geflüchtete Frauen und Kinder in Athen, seine Türen geöffnet haben. Für sieben Frauen und drei Kinder hat sich das Leben zum Guten verändert. Neue Wege eröffnen sich, Freude und Hoffnung ist wieder in ihr Leben gekommen. Das ist nur durch die Spenden vieler großzügiger Menschen möglich geworden. Die AnStifter unterstützen finanziell diese Projekt und rufen alle Menschen guten Willens auf, eben dies zu tun. Hier erreicht Ihr Geld ein überschaubares Projekt, was die Not von geflüchteten Frauen direkt unerstützt.

Wie alles anfing – eine Projektchronik von just human e. V.

Im Mai 2020 schreibt Charlotte eine WhatsApp an just human: „Ich bin im sechsten Monat schwanger und auf der Straße. Bitte helfen Sie mir!“ Wir nehmen Kontakt zu NGOs vor Ort auf und finden keine Hilfe für Charlotte. Die Corona-Pandemie verschließt viele Türen. Mit unserer Partnerorganisation Safe Place International in Athen stellen wir deshalb ein Projekt auf die Beine: Eine Schutzwohnung für geflüchtete Frauen und Kinder. Safe Place stellt die Wohnung zur Verfügung, just human wird den Unterhalt für zehn Frauen und Kinder bezahlen und eine Sozialarbeiterin einstellen. mehr…

Just human
Nach den Menschrechten fragen angesichts der Not in Moria

Menschenrechte gelten überall

Zusammen mit just human veranstalten die AnStifer einen Informationsabend zum Thema „Unser Europa – ein Europa ohne Menschenrechte?“

Gerade erreichte uns wieder ein Situationsbericht von just human e. V.:

Liebe humans,

seitdem das Lager Moria abgebrannt ist, haben wir unsere Nothilfe für Geflüchtete auf Lesbos verstärkt. Dank Eurer Unterstützung können wir dort aktuell über 100 Menschen erreichen und mit Geld für Lebensmittel, Kleidung, Medikamente, Hygieneartikel, Windeln etc. unterstützen. Mittlerweile wurde ein neues Lager aufgebaut, das wieder Platz für mehrere tausend Menschen bieten soll. Die Zelte sind dünn, ohne Bodenschutz und laut UNHCR nur als Übergangslösung geeignet. Es gibt kaum sanitäre Einrichtungen. Die Zäune um das Lager sind mit Stacheldraht versehen. Elaine, eine junge Mutter, schrieb uns heute: „Die Zelte geben ein wenig Sicherheit. Aber es gibt kein Bett. Wir können nachts nicht schlafen, wir frieren. Die Lebensbedingungen sind sehr schlecht.“

Wir sind entsetzt über die vielfältigen Menschenrechtsverletzungen, die Mangelversorgung, die Gewalt gegen Geflüchtete. Und wir sind entsetzt über die Flüchtlingspolitik der EU, die „Rückführungspatenschaften“ entwickelt und Gewalt durch Akzeptanz fördert.

Umso mehr möchten wir Euch allen danken für Eure Solidarität mit Menschen in Not. Wir können Euch versichern, dass die Hilfe ankommt, überleben hilft und Verzweiflung lindert. Wir wissen, dass wir nicht alles heilen können, aber manche Unterstützung, manche Erleichterung machen wir mit Eurer Hilfe möglich. Danke!

Just human
Jetzt auch in Südafrika aktiv

just human in SüdafrikaDas Safe House Bredasdorp wurde 2015 von der Gemeinde-Aktivistin Lana O’Neill ins Leben gerufen. Es ist ein Zufluchtsort für Frauen und Mädchen, die häuslicher und sexueller Gewalt ausgesetzt sind.

Das Safe House ist der einzige Ort dieser Art in der ganzen Cape Agulhas Region. Wegen der Corona-Pandemie, die viele Familien in existentielle Not gebracht hat, organisieren die Mitarbeiterinnen des Safe House seit einigen Wochen zusätzlich Lebensmittelverteilungen. (Glücklich haben die kleinen Jungen ihre Ration erhalten.)

Das Team vom Safe House Bredasdorp bietet wichtige Hilfe und wir möchten sie dabei gerne unterstützen. Reinhard Jaki, neues Mitglied von just human, begleitet das Projekt mit seiner Tochter Julia Jaki, die in Südafrika lebt.
Ihre Spenden können sowohl die reguläre Arbeit im Safe House als auch die Essensausgabe an Bedürftige unterstützen.

Just Human
Hilferuf aus Moria

Es kann geholfen werden

Unsere Partnerorganisiation „Just Human“ scheibt uns angesichts der katastrophalen Situation in Moria einen weiteren erschütternden Brief. Aber sie schreiben auch vom Glück Charlottes, die ihr Kind entbunden hat. Darüber werden sie sicher auch in der Veranstaltung im WKV am 30. September berichten.

Liebe humans,

Moria ist zerstört, Tausende sind in Not. just human konnte erste Notquartiere für Schwangere und Frauen mit Kindern organisieren, Kontakte vermitteln und Nothilfe leisten. Aber immer noch ist die Not unendlich, Gesundheit und Leben vieler Geflüchteter sind in Gefahr. Bitte hilf uns helfen. Chloe von unserer Partnerorganisation schreibt nur einen Satz: „It’s horrible.“

Wir fordern die sofortige Evakuierung der Lager und leisten parallel jede mögliche Nothilfe. Denn die Menschen können jetzt nicht auf politische Entscheidungen warten. Wir sind dankbar, dass erste Katastrophenhilfe unterwegs ist: Decken, Zelte, Toiletten. Unsere individuelle Unterstützung wird von den Frauen für Lebensmittel eingesetzt, für Kleidung, für Windeln… mehr…