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Zentralrat der Juden in Deutschland
70-Jahrfeier

IsraelHeute fand im Innenhof der neuen Synagoge in Berlin der Festakt zum 70-jährigen Bestehen des Zentralrats der Juden in Deutschland statt. Sie war einst das größte jüdische Gotteshaus Deutschlands. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg – und dem späteren Wiederaufbau der erhalten gebliebenen Teile – gilt das Gebäude als Mahnmal.

1945 war es kaum vorstellbar, dass es in Deutschland nach den Schrecken des Holocaust noch ein jüdisches Leben geben könnte. Heute gibt es in Deutschland wieder mehr als 100 jüdische Gemeinden. Das ist vor allem dem Zentralrat der Juden in Deutschland zu verdanken. mehr…

Die Töchter Zions werden 100

Fragt man Linke nach der Bedeutung des Wortes WIZO, erhält man mit großer Wahrscheinlichkeit »die antifaschistische Punkband aus Sindelfingen« zur Antwort plus einen Verweis auf die beeindruckende Geschichte des 1986 gegründeten Trios. Die von den Vereinten Nationen anerkannte Nichtregierungsorganisation WIZO hat dagegen eine viel längere Geschichte. Die größte internationale Frauenorganisation der Welt feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. Ihre Geschichte begann am 7. Juli 1920 auf dem ersten Zionistenkongress nach dem Ersten Weltkrieg in London, wo die »Women’s International Zionist Organisation« von den britischen Zionistinnen Rebecca Sieff, Vera Weizmann, Edith Eder, Romana Goodman und Henrietta Irvell gegründet wurde.

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»Der letzte Trost dahin«

Über Jahrzehnte wusste man nichts über die »Sonderkommandos« von Auschwitz, die jüdischen Häftlinge, die von den Nazis gezwungen wurden, an der Vernichtung mitzuwirken. Inzwischen wurden in zwei Bänden deren Aufzeichnungen vorgelegt. In Briefe aus der Hölle dokumentiert Pavel Polian sechs Überlebenszeugnisse von Sonderkommando-Mitgliedern. »So beseitigen sie alle Spuren.

Der Versuchung zum Suizid widersteht Salmen Lewenthal: »Wie gut wäre es gewesen, eines süßen Todes zu sterben, mit einem Schluchzen auf den Lippen.« Er appelliert an die »zukünftigen Historiker«, im Boden von Auschwitz zu suchen: »Suchet weiter! Ihr werdet noch finden.« Dann bricht Langfuß’ Text ab. Salmen Lewenthal, 1918 geboren, ist zwei Jahre lang Chronist und Ankläger der Vernichtung. Seine tagebuchartigen Texte werden 1961 am Krematorium III entdeckt – 342 kaum noch lesbare Blätter.

Jüdische Allgemeine