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Soziale Netzwerke
Strategie der ständigen Eskalation und hohe Bereitschaft zur Lüge

Sasha Lobo
Bild-Quelle: Wickipedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Sasha Lobo sinniert klug in seiner neuen Kolumne darüber, wie das Spektakuläre das Schlimme aussticht:

Trumps Grönland-Aktion hat bei mir eine Irritation ausgelöst, die wiederum aus zwei wesentlichen Komponenten bestand: Einerseits wurde meine Einschätzung bestätigt, dass Trump eine schwere Störung zu haben scheint. Andererseits habe ich mich – ja, doch: durch die Abstrusität unterhalten gefühlt. Der für die Verarbeitung des Weltgeschehens zuständige Teil meines Gehirns war regelrecht erleichtert. Denn eine Ungeheuerlichkeit, die mich wütend, aber hilflos fühlen ließ, wurde durch eine leicht verarbeitbare Groteske ersetzt. Besser hätte es für Trump in meinem Kopf gar nicht laufen können.

Er beschreibt, wie ihn das mediale Dauerfeuer des US-Präsidenten ihn abstumpft. Und er kommt zu dem Schluss: „Wir sind dabei, den Kampf um unsere Köpfe zu verlieren.“

Quelle: Spiegel Online

Songwriting
Ich bin altmodisch

Eleni Mandell - "I'm Old Fashioned" (Official Video)

Immer wieder wird auf dem Blog der AnStifter über die digitale Welt mit all ihren Fallstricken berichtet (z. B. hier oder hier). Da spricht mir Eleni Mandell mit diesem Song doch aus der Seele. Sie sagt:

Eine Sache, die mir viel besser gewesen zu sein scheint früher, bevor es E-Mail und das Internet gab, das ist das Gefühl, das die Leute mehr miteinander verbunden waren. Wir haben miteinander telefoniert, uns Briefe geschrieben, aber das gibt es nicht mehr. Und in der Musik hat sich das insofern geändert, als dass Leute sie nicht mehr so wertschätzen wie früher, deshalb ist es immer schwerer, als Musiker zu überleben.
(Deutschlandradio Kultur)

Ob hoffnungsvolle oder wehmütige Gedanken, Eleni Mandell verpackt sie auf ihrem zehnten, selbst produzierten Album Dark Lights Up in einen versonnenen Klangmix aus frühem Country, Swing, Jazz, Folk und altem Pop.

Datenkraken
Was passiert mit meinen Daten?

Auf die OhrenFür die Recherche zu ihrem Buch Die Daten, die ich rief forderte Katharina Nocun ihre Daten bei zahlreichen Unternehmen an und ließ diese auswerten. Dabei erfuhr sie mehr über sich selbst, als ihr lieb war. Im Vortrag in der Stadtbibliothek, auf Einladung des Chaos Computer Clubs, zeigt sie wie Banken, Firmen und Behörden Algorithmen nutzen, um unsere Zukunft vorherzusagen und wie Geheimdienste darum wetteifern wer uns am effektivsten überwacht und durchleuchtet.

Einen Bericht von der Veranstaltung findet sich im Blog der Elster.
Vom Vortrag hat die StaBi einen Podcast eingestellt. Empfehlung: Podcast runterladen und ab auf die Ohren!