Schlagwort-Archive: Internet

Trollkampagnen und us-amerikanischer Wahlkampf

Der Soziologe Christopher Bail leitet ein Forscherteam, das sich die russische Agentstvo Internet-Issledovanija vorgeknöpft hat. Untersucht werden sollte, wie groß der Einfluss dieser „Agentur“ auf den us-amerikanischen Wahlkampf 2016 war. Das Ergebnis: kurzfristig sei kein „substanzieller Einfluss auf die politische Meinung von Republikanern und Demokraten“ festzustellen gewesen. mehr…

Factchecking

Ohne Titel

Warum teilen Menschen Falschinformationen, Verschwörungsphantasien und andere missliebige Inhalte in den sozialen Netzwerken, fragt Claire Wardle in der neuesten Ausgabe von Scientific American. Wardle ist Expertin im Thema Falschinformationen.

Die Antwort ist so schwer nicht, meint Wardle, die außerdem Leiterin der regierungsunabhängigen Organisation First Draft ist, wo sie, wie viele andere auch, ehrenamtlich arbeitet.

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Internet
Hassbeiträge nehmen in Baden-Württemberg zu

Bei Heise-Online heißt es heute in einem kurzen Bericht u.a.: „2018 waren in Baden-Württemberg 204 Hassbeiträge und damit rund 28 Prozent mehr als 2017 erfasst worden. Bundesweit war die Zahl hingegen um rund 35 Prozent zurückgegangen. Das baden-württembergische Innenministerium erklärt die Zunahme im Südwesten unter anderem damit, dass Beiträge eher gemeldet werden und in diesem Bereich verstärkt ermittelt werde.“

siehe Heise Online

Schadsoftware
Emotet wieder aktiv

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Die vielleicht bösartigste Schadsoftware ist zurück, schreibt heise online. Die Sommerpause, während der es wenig bis keine Aktivitäten gab und während der die für die Verbreitung der Schadsoftware nötige Server-Infrastuktur runtergefahren war, ist vorbei. Infizierte Computer werden, so heise, seit vergangenen Freitag wieder mit Schad-Modulen von Emotet gespeist.

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Soziale Netzwerke
Strategie der ständigen Eskalation und hohe Bereitschaft zur Lüge

Sasha Lobo
Bild-Quelle: Wickipedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Sasha Lobo sinniert klug in seiner neuen Kolumne darüber, wie das Spektakuläre das Schlimme aussticht:

Trumps Grönland-Aktion hat bei mir eine Irritation ausgelöst, die wiederum aus zwei wesentlichen Komponenten bestand: Einerseits wurde meine Einschätzung bestätigt, dass Trump eine schwere Störung zu haben scheint. Andererseits habe ich mich – ja, doch: durch die Abstrusität unterhalten gefühlt. Der für die Verarbeitung des Weltgeschehens zuständige Teil meines Gehirns war regelrecht erleichtert. Denn eine Ungeheuerlichkeit, die mich wütend, aber hilflos fühlen ließ, wurde durch eine leicht verarbeitbare Groteske ersetzt. Besser hätte es für Trump in meinem Kopf gar nicht laufen können.

Er beschreibt, wie ihn das mediale Dauerfeuer des US-Präsidenten ihn abstumpft. Und er kommt zu dem Schluss: „Wir sind dabei, den Kampf um unsere Köpfe zu verlieren.“

Quelle: Spiegel Online

Aha
Freifunk statt kommerzielle Hotspots

Kostenlose Hotspots für die Datenübertragung, Chats, für billige Telefonate und kleine Videokonferenzen gibt es in großen Einkaufszentren, in Cafés, in der S-Bahn, im Zug und hier und da. Die Bemerkung „ungesichertes Netzwerk“ ist nichts, was glücklich macht; die oft erforderlichen Anmeldeprozeduren nerven. Betreiber werden darüber hinaus „ordentlich“ zur Kasse gebeten auch wenn sie juristische Konsequenzen seit Abschaffung der „Störerhaftung“ nicht mehr so sehr fürchten müssen. mehr…

Zeitschriften, Digitalisierung und Journalismus

Zeitschriften
Patrick Priesmann ist seit 2015 Geschäftsführer des Südwestdeutschen Zeitschriftenverleger-Verbands, der Interessenvertretung der Zeitschriftenverlage in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

In einem mehrseitigen Interview für die Zeitschrift Blickpunkt wird er u.a. nach einer Erklärung dafür gefragt, dass die Zeitschriftenbranche einerseits jammert, andererseits aber 2019 deutlich mehr Zeitschriften als 2017 herausgibt. Patrick Priesmann antwortet mit einem Hinweis auf den sehr starken Verdrängungswettbewerb. mehr…

Informationsflut und interessegeleitete Kommunikation

Womanwithbublegum

Die vermeintliche Daten- und Informationsflut, die die Lebenszusammenhänge des modernen Menschen zu charakterisieren scheint, bedarf einer kognitiven Anstrengung, um durchdrungen, erlebbar und überhaupt erfahrbar zu werden. Vermittelte Welt – Nachrichten, Berichte, Bilder, Kino, Kunst, Internet,… – tritt also nicht an sich den Individuen gegenüber, sondern als zu interpretierendes Datenkonglomerat. Arnold Gehlen verwendet für die notwendige interpretative Aktivität den Begriff der „Entlastung“.

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Songwriting
Ich bin altmodisch

Eleni Mandell – "I'm Old Fashioned" (Official Video)

Immer wieder wird auf dem Blog der AnStifter über die digitale Welt mit all ihren Fallstricken berichtet (z. B. hier oder hier). Da spricht mir Eleni Mandell mit diesem Song doch aus der Seele. Sie sagt:

Eine Sache, die mir viel besser gewesen zu sein scheint früher, bevor es E-Mail und das Internet gab, das ist das Gefühl, das die Leute mehr miteinander verbunden waren. Wir haben miteinander telefoniert, uns Briefe geschrieben, aber das gibt es nicht mehr. Und in der Musik hat sich das insofern geändert, als dass Leute sie nicht mehr so wertschätzen wie früher, deshalb ist es immer schwerer, als Musiker zu überleben.
(Deutschlandradio Kultur)

Ob hoffnungsvolle oder wehmütige Gedanken, Eleni Mandell verpackt sie auf ihrem zehnten, selbst produzierten Album Dark Lights Up in einen versonnenen Klangmix aus frühem Country, Swing, Jazz, Folk und altem Pop.