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Peter Grohmanns Wort zum Montag

Hand ausgestreckt

In seinem aktuellen Wort zum Montag lenkt Peter Grohmann den Blick auf den Umgang mit den Flüchtlingen, die in der Türkei gestrandet sind und die einen sicheren Zufluchtsort in Europa suchen:

Es ist Zufall, dass ich das „Wort zum Sonntag“ in der ARD von Annette Behnken gehört habe. Kirche zeichnet sich selten durch klare Worte aus und ist eher Sprachrohr der Herrschenden. Manchmal und diesmal aber war es ein mutiges Wort. Vielleicht lesen Sie es und geben es weiter. In dieser Radikalität wünsche ich mir meine bedenkentragenden Freunde aller Fraktionen.

Diese 4 Minuten haben es in sich: Deutliche und scharfe Worte zur aktuellen Flüchtlingspolitik. Hier einige Auszüge: mehr…

Friedenspreis
Ein neues Schiff für Sea-Watch

Den Flüchtling nicht alleine lassen Foto: © Pfarrer Jens Voß, Kiel
Den Flüchtling nicht alleine lassen
Foto: © Jens Voß, Kiel

Pastor Jens Voß leitet die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Holtenau in Kiel. Die Dankeskirche liegt in unmittelbarer Nähe der Schifffahrtslinien, die vom Kieler Hafen aus starten. Viele Schiffsmodelle und Steuerräder schmücken das Gotteshaus. Da verwundert es nicht, dass Pastor Jens Voß klaren Kurs in der Frage der Seenotrettung hält. Er unterstützt den Ankauf des ehemaligen Forschungsschiffs Poseidon für die Seenotrettung. Für ca. 1,1 Mio. Euro hat das Bündnis United4 rescue“ das Schiff gekauft und will es Sea-Watch e.V. zur Verfügung stellen. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss der Evangelische Kirche, verschiedenen Gemeinden und Vereinen. Etwa 80 % sind durch Spenden zusammen gekommen, 20 % sind aus Haushaltsmittel der EKD geflossen. Das zum Ankauf des Schiffes somit auch Kirchensteuern verwendet werden, bleibt nicht ohne Widerspruch. mehr…

Kirchenvertreter und PolitikerInnen fordern Verbesserungen für Flüchtlinge

Wie die Süddeutsche heute berichtet haben evangelische Kirchenvertreter einen Aufruf verfasst, um die Rechte von Flüchtlingen zu stärken und der immer größeren Ablehnung entgegenzuwirken, die Migranten hierzulande entgegenschlägt. Der Erklärung haben sich mittlerweile auch die Bundestagsvizepräsidenten Petra Pau (Linke), Wolfgang Thierse (SPD) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne) angeschlossen.

Die Sorge um die Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, hat nun 13 evangelische Bischöfe, Superintendenten und Kirchenpräsidenten zu einem gemeinsamen Aufruf veranlasst. Sie fordern in ihrem Appell, Flüchtlinge statt in „Massenunterkünften“ in „menschenwürdigen Wohnungen“ unterzubringen. Sie fordern auch, dass sich Asylsuchende frei bewegen können und sich nicht in einem bestimmten Gebiet aufhalten müssen – in Bayern zum Beispiel dürfen sie noch nicht einmal die Grenzen ihres Regierungsbezirke überschreiten.

PS: Falls jemand einen direkten Link zum Aufruf oder sogar eine Möglichkeit zur Mitzeichnung findet: Nur her damit!