Schlagwort-Archive: Die Wucht der Worte

Hasstexte – Eine gefährliche Textsorte

Dr. Michael Kienzle Foto: Stiftung Geißstraße 7
Dr. Michael Kienzle Foto: Stiftung Geißstraße 7

Den folgenden Vortrag hielt Dr. Michael Kienzle, Literaturwissenschaftler und geschäftsführender Vorstand der Stiftung Geißstraße 7, am 3. Mai 2017 in den Räumen der Stiftung Geißstaße im Rahmen der Veranstaltungsreiche „Die Wucht der Worte“. Darin stellte er die Fragen: Warum nimmt der Hass in öffentlichen Debatten stetig zu? Wie unterscheidet sich der zerstörerische Hass vom gerechten Zorn oder der Wut und woher kommt er? Eine Zusammenfassung.

mehr …

Der ungehemmte Gebrauch von Totschlagbegriffen

Leider greift die Unsitte, Andersdenkende ein Etikett aufzukleben und sie damit zu stigmatisieren, in letzter Zeit im öffentlichen Diskurs mehr und mehr um sich. (Siehe auch die Veranstaltungsreihe „Die Wucht der Worte“)

„Wenn zentrale Einverständnisse der westlichen Welt in ihrer praktischen Ausführung kritisiert werden, dauert es nicht lange, bis interessierte demagogische Kreise den Vorwurf anbringen, jeder Zweifel an Erscheinungsformen der Sache sei generell gegen die Sache gerichtet. Gegen Globalisierung, gegen Europa, gegen den Westen. Damit soll gemeldet werden: Ende der Diskussion! Du bist ein Störenfried. Du stehst auf der anderen Seite.
mehr…

Dem Hass die Grundlage entziehen

Nun reagiert auch Google gegen Hasspostings, denn ihr Geschäftsmodell gerät unter Druck. Sie haben erfahren:

Reaktionen der Anzeigenkunden waren massiv, entsetzt, dass ihre teure Werbung bei Google in direkter Nähe von extremistischen Inhalten und Hassvideos im Netz auftauchten. Erst gab es Beschwerden und Drohungen, dann stornierten einige ihre Aufträge, wie Marks & Spencer, die HSBC-Bank, Volkswagen, McDonald’s, Toyota oder Audi. Spätestens da war klar, dass der Internetkonzern Google reagieren muss, und zwar schnell. Nur eine öffentliche Entschuldigung reichte nicht mehr, die Lage ist ernst. Denn die Erlöse mit Anzeigen sind die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle der Amerikaner …

Firmen sollten künftig größere Kontrolle darüber erhalten, wo ihre Anzeigen auf Google-Plattformen wie zum Beispiel der Videotochter Youtube, die seit 2006 zum Konzern gehört, erscheinen. „Ab heute nehmen wir daher eine kompromisslosere Haltung gegenüber hasserfüllten, beleidigenden und herabwürdigenden Inhalten ein“…

Ganzer Artikel siehe Süddeutsche Zeitung vom 21. März 2017.

Die AnStifter treten seit diesem Monat in der Reihe „Die Wucht der Worte“ dem Hass entgegen. Ein breites Bündnis trägt diese Veranstaltungsreihe, deren Auftaktveranstaltung in der Stiftung Geißstraße stattfand. Einen ausführlichen Bericht dazu im Blog Elsternest.

Dr. Daniel-Pascal Zorn (li) im Gespräch mit Dr. Michael Kienzle. Foto: © M. Seehoff
Dr. Daniel-Pascal Zorn (li) im Gespräch mit Dr. Michael Kienzle. Foto: © M. Seehoff