Einfach mal mitnehmen!

Leben und Tod

Ungleichheit in Deutschland
Die Schere zwischen Arm und Reich

Verdi hat eine Studie veröffentlicht, die die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums darstellt. Hier kann man sie sich anschauen.

Darstellung der Ungleichheit, Quelle Verdi

Die Zahlen zeigen, wie unterschiedlich die Einkommen in den letzten Jahren auseinander klaffen.

Darstellung der Ungleichheit, Quelle Verdi

Impeachment
Der Mann mit der Föhnfrisur …

Donald Trump
Quelle: Wikipedia

… gerät immer mehr unter Druck: Nun verteidigt er seinen Sohn und schießt gegen Hillary Clinton und Medien. Augrund immer neuer Enthüllungen hat Donald Trump einen Staranwalt eingestellt. Schau’n wir mal.

G20
Was Linke über die Eskalation der G-20-Proteste denken

Die radikale Linke denkt nicht einheitlich.
Die radikale Linke denkt nicht einheitlich. (Foto: Screenshot SZ)

Brennende Autos und Straßenbarrikaden, fliegende Flaschen und Steine. Was war in Hamburg los?  Wie hat der Demonstrant Philip die Ereignisse wahrgenommen? Woher kam die Gewalt? Und: Welche Folgen hat das Ganze für die linke Szene?

Videostatements und Interviews auf SZ

G20
Spalter – Ein Bier der Linken

M. fuhr nach Gunzenhausen. Das liegt im fränkischen Teil Bayerns. Dort sah er sich die Talksendung „Maischberger“ über die Krawalle im Schanzenviertel während des G20-Gipfels an.

Keine gute Idee von Sandra Maischberger, Jutta Ditfurth zusammen mit Wolfgang Bosbach einzuladen. Jutta Ditfurth ist für ihren Diskussionsstil bekannt, der frei von Empathie für ihre Mitdiskutanten ist. Auch Wolfgang Bosbach, CDU, ist in Diskussionen gefürchtet. Oft vertritt er Positionen abseits der CDU-Linie. Da kam der besonnene, ruhige Diskussionsformen anmahnende Jan van Aken – Abgeordneter der Linksfraktion und Mitorganisator einer friedlichen Großdemonstration mit über 70.000 TeilnehmerInnen – unter die Räder.

Jutta Ditfurth unterschied wieder zwischen rechter Gewalt, die es auf Menschen abgesieht, und linken Aktionsformen, die lediglich Sachbeschädigungen zur Folge haben.   mehr…

Türkei
Erdogan will Gesetz zur Todesstrafe unterschreiben

Der türkischer Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan würde ein Gesetzt zu Wiedereinführung der Todesstrafe unterzeichen, würde das Parlament es im vorlegen. Keine guten Aussichten für die Menschen in der Türkei. Erinnern wir uns: Unter dem Druck der Europäischen Staatenvereinigung stimmte das türkische Parlament im August 2002 der Abschaffung der Todesstrafe in Friedenszeiten zu und kündigte an, Todesurteile aufgrund terroristischer Straftaten zukünftig in lebenslange Haftstrafen umzuwandeln. Ende 2003 schaffte die Türkei die Todesstrafe ebenfalls im Militärgesetz ab.

Das Parlament wird von seiner Partei AKP dominiert. Da wird es für ihn ein leichtes sein, seine Parteigenossen dazu zu bringen, ein entsprechendes Gesetzesvorhaben zu initiieren.

Dann könnte es eng werden für Kemal Kılıçdaroğlu, den 69jährigen Führer der CHP, der mit seinem Marsch für Gerechtigkeit („ADALET“) mehr als zehntausend Türken zum Marsch auf Istanbul mobilisierte. Man kann nur hoffen, dass Onkel Kemal vor der Unterschrift in Istanbul ankommt.

Zum Jahrestag des Putsches schaltete sich Recep Tayyip Erdoğan übrings in jedes private Handygespräch mit einer von ihm verfassten Botschaft ein. Siehe SZ

Critical Mass am 07. Juli 2017

Unsere Kinder

Peter Grohmann

Diesmal waren wir Alten nicht dabei. Wir können nicht mehr so schnell rennen, nicht als Täter, nicht als Opfer. Aber die da brandschatzten, sind unsere Kinder. Mag sein, dass manche von ihnen inzwischen etwas zu groß geworden sind, aber unsere Kinder bleiben sie immer. Es sind die Kinder von Dir und mir, die Kinder von Seehofer, Steinmeier und Merkel, die Kinder von Olaf Scholz, Sarah Wagenknecht und von Ursula von der Leyen. Es sind Kindes des Wohlstands, der Fülle oder der Armut, des Elends nebenan. Es sind die Kinder jener Gesellschaft, die wir ihnen gebaut haben, Kinder, die das Erbe der Mütter und Urgroßväter tragen müssen. Es sind die Kinder aus unseren Kindergärten und Schulen, aus unseren Lehrwerkstätten und Universitäten. Die Kinder, allesamt, sind nicht vom Himmel gefallen, sie sind in dieser Gesellschaft groß und dumm geworden, klug und klein, bescheiden oder aggressiv, krank oder reich. Als sie auf die Welt kamen, waren sie nicht selten unerwünscht, aber da sie nun mal da waren, haben wir sie durchgefüttert und durchgeschleppt oder, je nach Lage, verwöhnt und verhätschelt oder ungezogen gemacht.

Jetzt ist es höchste Zeit, sich von ihnen zu distanzieren:
Ihr seid ungezogen, gewalttätig, kriminell, verwöhnt, ihr seid besoffen, drogenabhängig, arbeitslos, arbeitsscheu, ungebildet, ihr seid kaputt, krank, ihr seid eine Schande für unser gebildetes, schönes Land. Ihr seid undankbar. Ihr macht alles kaputt. Ihr habt auf der ganzen Linie versagt. Hättet Ihr Euch doch ein Vorbild an uns genommen!

Kommt bloß nicht heim!

G 20
Nach den Krawallen: Die übliche Ablenk-Debatte

Alle diskutieren über linken Extremismus. So soll die fehlerhafte Taktik der Polizei in Vergessenheit geraten.

Am Tag danach ist es wie fast immer, wenn in Deutschland schwere Straftaten geschehen: Politiker von Union und SPD überbieten sich mit Forderungen nach schärferen polizeilichen Maßnahmen. Nach den Hamburger G20-Krawallen soll jetzt eine europäische Extremistendatei her. Auch diesmal ist der Zweck der Forderung eindeutig: Über polizeiliche Fehleinschätzungen und falsche Taktiken soll nicht mehr gesprochen werden. mehr…

Friedenspreis
Aslı Erdoğan bei Knauer und Union

Die essayistischen Schriften unsere diesjährigen Friedenspreisträgerin Aslı Erdoğan erscheinen im Knauer-Verlag, der auf seiner Homepage über die Preisvergabe der Anstifter berichtet. Titel: Nicht einmal das Schweigen gehört uns
Eine ausführliche Rezension zum Buch auf Bayern 2

Die Erzählungen und Romane von Aslı Erdoğan sind beim Unionsverlag erschienen, der ebenfalls auf die Friedenspreisverleihung auf seiner Homepage hinweist.