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Straßentheater in Stuttgart am 28.6.14 zum hundertsten Jahrestag des Attentats von Sarajevo
Die Waffen nieder! Jetzt!

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Vor 100 Jahren, am 28. Juni 1914, erschoss der serbische Student Gavrilo Princip den österreichisch-ungarischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und dessen Ehefrau Sophie in Sarajevo. Dieses Attentat löste die Julikrise aus, in deren Verlauf Österreich-Ungarn und Deutschland aktiv mobilisierten und Österreich Serbien am 28. Juli den Krieg erklärte.

Das Stuttgarter Netzwerk “100 Jahre Erster Weltkrieg. Die Waffen nieder! Jetzt!”, nahm den Gedenktag zum Anlass, mit Straßenaktionen daran zu erinnern und darüber hinaus das Thema der Waffenproduktion und die Beteiligung der Bundeswehr an weltweiten, kriegerischen Auseinandersetzungen anzuprangern.

frieden2Das schwäbische Unternehmen Heckler & Koch aus Oberndorf am Neckar stellt das Sturmgewehr G3 her, 1959 als Standardgewehr in der Bundeswehr eingeführt, das weltweit millionenfach vertrieben wird. Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFK-VK) wählte ein zerbrochenes G3-Gewehr als ihr Logo. Auf dem Stuttgarter Schlossplatz wurde dieses Gewehr symbolisch zertrümmert.

Die Waffen nieder - jetzt!

frieden3Ebenfalls auf dem Schlossplatz führte eine Theatergruppe Rekrutierungsszenen auf. Die anfängliche Begeisterung der jungen Soldaten und die überschwängliche Verabschiedung durch ihre Frauen schlug sehr schnell um, als die Armee in einen mörderischen Stellungskrieg verwickelt wurde. Dieses dramatisierte die Theatergruppe mit Hilfe von Briefen und Postkarten, aus denen die SchauspielerInnen eindrucksvoll vorlasen. Die Kriegsgewinnler und die Rüstungsindustrie kamen in dem kleinen Straßentheaterstück ebenso zur Sprache.

frieden4Einen weiteren Aktionsraum konnte man am Ende der Königsstraße entdecken. Wo die Königsstraße in die Eberhardstraße übergeht, erlebten die Passanten einen ganz anderen Übergang der Aktionskünstlerin Loubna Forer. Einen, der in eine dreckige, mit blutüberströmten Leichen ausgestattete Schützengrabeninstallation führte, aus der die Künstlerin die Passanten direkt über ein Megaphon ansprach. Ein Totentanz durfte dabei nicht fehlen.

Crosspost vom Elsternest

Wettern der Woche
Drei Mal nein!

3x Nein! – Peter Grohmann's "Wettern" vom 2.7.2014

Keine kleinkalibrige Kritik an der vollautomatischen Diätenerhöhung unserer Abgeordneten! Die Neidgierer vergessen, dass der Abgeordnete ausschließlich dem Wohle des deutschen Volkes verpflichtet ist und sonst allenfalls sich selbst. Und viele haben ja neben der Familie auch noch einen Job. Noch mal nein: Keine Kritik an unserer Bundes-Drohnen-Beauftragten Ursula von der Leyen! Die Verteidigerin ist sich ihrer Verantwortung für die Truppe und die Heimat selbstverständlich bewusst, sonst wäre sie ja nie auf diesem Posten gelandet. Natürlich reichen die Mittel des BMFV hinten und vorne nicht aus, um die traumatisierten Heimkehrer von der Front anständig oder überhaupt zu behandeln. Denen geht es zum Teil so beschissen, dass sich jetzt sogar die verhassten Kriegsdienstverweigerer für die Exsoldaten einsetzen. Der kampferprobte Freiwillige hat immerhin die Chance, seinen Seelenschmerz bei der „Tatort“-Serie meistbietend zu verscheuern und kann dann linkshändig seinen Therapeuten bezahlen. Es geht also!

Nein, aber nein auch zu den Kleingeistern und Leisebetern, die Sigmar Gabriel jetzt das Leben schwermachen wegen dieser paar erneuerbaren Energien. Da haben wir früher ganz andere Sache verfeuert! Klar haben sich der eine oder die andere vor der Wahl die Hände gerieben, weil es jetzt dem Atommüll, ja dem ganzen Uran an den Kragen geht. Meine Omi Glimbzsch aus Zittau würde jetzt einwerfen: Brennholzverleih der SPD! Aber auch sie vergisst gern, dass der Wirtschaftsminister faktisch am Tropf von CDU/CSU hängt. Gabriel ist ja ein echter Pferdeflüsterer, aber eben auch ein Bürgerversteher. Er weiß, dass er allein den Anstieg von CO2 in der Regierung nicht verhindern kann. Und wen hat er denn noch? Brandt ist tot, Helmut Schmidt schwächelt, und Ernst Ulrich von Weizsäcker will austreten.

Nein also, denn sonst verlieren wir und Deutschland in den nächsten 10, 15 Jahren unsere Konkurrenzfähigkeit. Ich sage nur russisches Gas! Nein auch zur linken Häme gegen Martin Schulz, unseren Hoffnungsträger und Chef der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament, aus Eschweiler übrigens! Alle Jasager wussten doch schon lange vor der Stimmabgabe, dass es Jean-Claude-Juncker genauso wie Martin machen wird – und haben mit dieser Sicherheit eben erst gar nicht an den Wahlen teilgenommen.

Damit wir uns nicht missverstehen: Nein auch zum Fracking-Zwang, Genmais und Polizeiwannen, Privatisierung, Krieg und Kapitalismus.

Peter Grohmann schreibt und spricht das Wettern der Woche für die Wochenzeitung Kontext – für lau.

Mitschnitt
Podiumsdiskussion: 100 Jahre Erster Weltkrieg. Die Waffen nieder! Jetzt!

Podiumsdiskussion: 100 Jahre Erster Weltkrieg. Die Waffen nieder! Jetzt!

Diskustierende:
Jürgen Grässlin, Autor, Bundessprecher DFG-VK, Sprecher Aktion Aufschrei
Susanne Grabenhorst, Ärztin, Vorsitzende IPPNW — Deutsche Sektion
Jan van Aken, MdB, ehemaliger Waffen-Inspekteur
Detlef Bald, Autor, Experte für Militär- und Sicherheitspolitik

Moderation: Eggert Blum

Im August 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Er wird für immer als Krieg der furchtbaren Stellungskämpfe in Erinnerung bleiben. Zum ersten Mal wurde Krieg in der Luft geführt, Panzer und Massenvernichtungswaffen wie Senfgas eingesetzt. 17 Millionen Menschen verloren ihr Leben, unzählige wurden traumatisiert.

Bei der Diskussionsveranstaltung des Stuttgarter Netzwerks „100 Jahre Erster Weltkrieg. Die Waffen nieder! Jetzt!“ am Vorabend des 100. Jahrestags des Attentats in Sarajevo soll mit kritischem Blick des Ersten Weltkriegs gedacht, Denkanstöße geliefert und nach Konsequenzen für eine Friedenspolitik im Zeitalter der Globalisierung gefragt werden.

Angesichts der unverminderten Aufrüstung bedeutet heute weltweit: den Abbau von Ungleichheit, Armut und Hunger, den Ausbau solidarischer Wirtschaftsbeziehungen, die Eindämmung der Klimakatastrophe, die Entwicklung friedlicher Konfliktlösungsstrategien und konsequente Abrüstung.

Veranstalter: Bündnis „100 Jahre Erster Weltkrieg – Die Waffen nieder! Jetzt!“

Wettern der Woche
Zwischen allen Toren

Zwischen allen Toren – Peter Grohmann's "Wettern" vom 25.6.2014

Natürlich dürfen bei den Spielen deutsche Fahnen gezeigt werden,

ob DDR-Fahne, Reichskriegsflagge oder eben das einfachere Schwarz-Rot-Geld. Das ist sich die Fifa seiner Demokratie schuldig. Klar, wenn jetzt jemand auf die Idee käme, ein Sinalco-Fähnele zu schwenken oder ein Boss-T-Shirt provokativ überzuziehen – das ginge der Fifa ihren offiziellen Partnern denn doch zu weit. Die FiFa hat dafür zu sorgen, dass kein einziges falsches Fernsehbild unzensiert ein Stadion verlassen kann. Nicht nur nackte Brüste und Ärsche (schade!) bleiben da außen vor, auch obszöne Gesten oder, viel schlimmer, Kritik an der Mafia im besonderen oder den Zuständen im Allgemeinen müssen werden beschnitten. Dass dennoch den Fans und einigen anderen Interessenten die Demonstrationen der Millionen gegen die Fifa und für den legalen Fußball nicht verborgen blieben, liegt an der freien Welt und der freien Presse. Das ist es, was wir den Negern und vielen andere Unterentwickelten voraus haben: Dieses tiefe Mitgefühl für Freiheit und Demokratie, zum Teil sogar für echte Menschenrechte. Nehmen wir nur mal Ghana, das uns jetzt nahesteht und das früher, als es den Menschen dort noch besser ging als heute, mehr oder weniger weiß war. Die reichen Rohstoffreserven wussten, wo sie hingehörten, und der Handel mit Gold und Elfenbein war ebenso lukrativ wie der Handel mit schwarzen Menschen. Das ist Gottlob vergessen, und nur ganz schwach erinnern sich heute multinationale Konzerne an die unvorstellbaren Erdöl- und Erdgasfelder an der Goldküste, an die immer noch nicht voll ausgebeuteten Vorkommen an Aluminium, Mangan und seltenen Steinen. Die meisten Schätze des Landes gehen, wie man gern sagt, nach Übersee, aber den Ghanaern bleiben, so will es das Gesetz, 10% der Erlöse. Da würden sich andere Ländern die Finger abschlecken. Na gut – es ist damit zu rechnen, das Ghana nicht Weltmeister wird, sondern wir. Dennoch muss man mit den Fouls vorsichtig sein, auch wenn die Zensur manches schönen kann.

Was ich sagen will: Wir sollten uns den Fussball nicht durch miesepetrige Kommentare versauen lassen! Wenn schon die deutschen Nationalspieler nur vor einer Reklamewand das sagen würfen, was sie nie denken, sollten wir einfachen Spieler ganz, ganz leise sein. Darauf ein Budweiser, würde meine Omi Glimbzsch in Zittau jetzt sagen und heimlich ihr Eibauer Schwarzbier knallen lassen. Prost.

Peter Grohmann schreibt und spricht das Wettern der Woche für die Wochenzeitung Kontext – für lau.

Wettern der Woche
Pest oder Präser?

Pest oder Präser? – Peter Grohmann's "Wettern" vom 18.6.2014

Mit tränernerstickter Stimme schildert ein Vertreter von Gen-Food und Co KG, wie in Asien oder Afrika die Kinder zu zehntausenden verhungern, weil die Umweltschützer den Einsatz von Pestiziden verhindern. Die starrsinnigen Grünlinge stehen jedem Fortschritt im Wege, klagt er, sie lassen sterben, während unsereins, Bayer und Monsanto, mit froher Botschaft für die unterernährten schwarzen Babys die und die ganze Welt vor dem Hungertod retten retten könnten. Aber man lässt sie ja nicht.

Im Rahmen des grassierenden Petitionismus haben in den letzten Monaten hunderttausende via Internet Druck auf nationale und internationale Parlamente gemacht, um den Gen-Food-Vormarsch aufzuhalten. Offenbar war’s aber doch nur Druckluft. So wie die Pestizide die fleißigen Bienchen orientierungslos machen, irren die Gläubigen der gelenkten Internetdemokratie durch die Netze, anstatt ihren Volksvertretern auch nur einmal richtig Feuer unterm Arsch zu machen.

Generalstabsmäßig und strategisch eingebunden über Gen-Mais-Stresstest und Bienen-Schlichtung, hofft man im Lande auf die günstigen Winde, die uns vor den bösen Pollen schützen. Denn die Winde kennen keine Grenzen, denen sind sogar Verordnungen oder Vorschriften der Europäischen Union egal.

Gerd Müller (nein, nicht der Ex-Fußballer und Bomber der Nation, sondern der Entwicklungsminister von der CSU, also der mit den Eigentoren) sorgt mit Initiativen wie der German Food Partnership oder der Neuen Allianz für Ernährungssicherung dafür, dass die großen Agrarkonzerne Bayer, BASF, Monsanto & Co. in Afrika satte Profite erwirtschaften können, während Kleinbäuerinnen und Kleinbauern dort hinten ins Abseits gedrängt werden. Und kein Schiedsrichter auf dem Feld, keine Regel für’s Menschenrecht auf Nahrung.

Eine Chance, das ungewollte Wachstum von Pestiziden, Gen-Food und Menschheit aufzuhalten, wäre: Pille, Präser oder Aufklärung. Sicher ist sicher – und aller guten Dinge sind dreie, würd‘ da meine Omi Glimbzsch aus Zittau sagen und Lichtenberg zitieren: Man kann den Hintern schminken wie man will – ein ordentliches Gesicht wird nie daraus.

Peter Grohmann schreibt und spricht das Wettern der Woche für die Wochenzeitung Kontext – für lau.

Stefan Schmidt (Cap Anamur)
Situation der Flüchtlinge in und um Europa

Video einer Veranstaltung im Württembergischen Kunstverein am 5. Juni 2014.

Stefan Schmidt (Cap Anamur): Situation der Flüchtlinge in und um Europa

Leider machte meine Kamera Schwierigkeiten, sodass der sehr emotionale Beitrag einer durch die Sahara und über das Mittelmeer Geflüchteten nicht Teil des Mitschnitts ist.

Veranstalter: The Voice Baden-Württemberg, Flüchtlinge für Flüchtlinge & Die Anstifter

Wettern der Woche
Quotenluder

Liebe Tante SPD ... – Peter Grohmann's "Wettern" vom 4.6.2014

Liebe SPD, nu werd mir bloß kein Quotenluder, ich kenn genug von der Sorte! Als traditionsreiche Partei erinnerst du dich ja sicher noch an deine alten Freunde von der APO, die Außerparlamentarischen, die später (oft genug geschichtsvergessen) bei dir reihenweise auf- und abgestiegen sind. Aus dieser Zeit stammt ein Spruch mit Foto: Ein Haufen Sch … (Kacke) mittenmang auf der Titelseite der „Bild“-Zeitung und darunter die fröhliche Zeile: Millionen Fliegen können nicht irren. Wahr oder nicht, aber besser kann man die grassierende Quotensucht samt Klickfimmel nicht beschreiben.

Nicht dass ich dich besonders gern hätte, du einst so stolze Mutter der Arbeiterschaft! Dazu hast du zu oft gesündigt und uns hinters Licht geführt. Was für ein Trost, dass die anderen nicht besser, sondern eher schlimmer waren. Aber nun mal ganz unter uns: Bei der Demokratie machen bekanntlich immer weniger mit, Tendenz steigend. Und die, die mitmachen, sind auch nicht alles lupenreine Republikaner. Etliche wollen sogar die Demokratie ganz abschaffen und der SPD Berufsverbot geben. Ich würd da nicht so weit gehen, aber wer mitmacht, braucht nun mal die SPD für eine Mehrheit links von der Mitte, denn die Räterepublik lässt eher noch länger auf sich warten. Wenn die einst so stolzen Rosaroten mit langer, oft ehrenvoller Geschichte von einst 28 Mandaten (1972) im Stuttgarter Stadtrat 2014 bei 9 landen, dann sind nach Omi Glimbzsch in Zittau zwei Drittel der Felle den Bach runter.

Ich weiß ja – die Sehnsucht nach links hält sich in Grenzen, denn was da bei der SPD abgeht an Stimmen, kommt ja offenbar nirgends mehr an. Ein Naturwunder gewissermaßen. Sagen wir’s offen: Vielen ist die Demokratie inzwischen völlig Schnuppe, andere empören sich alternativlos, dritte fühlen sich verraten und verkauft, suchen einen neuen Führer (mit hohen Einschaltquoten) oder gieren parteiübergreifend nach Fußball oder der neuen S-Klasse. Bloß niemanden den Spaß verderben.

Schulz oder Juncker ist dir ja egal, da drehst du die Hand nicht um. Bei der Geheimniskrämerei ums Freihandelsabkommen hast du ebenso mitgestimmt wie gegen einen Untersuchungsausschuss. Welchen? Egal, du magst die einfach nicht, nicht in Berlin, nicht in Stuttgart. Das ließe sich fortsetzen, aber eins noch: So wie wir nun lange genug auf die Kennzeichnungspflicht für Polizisten im Lande gewartet haben, warten wir nun auf die Kennzeichnungspflicht für die SPD. Das wäre ein Anfang.

Peter Grohmann wettert jede Woche für die Wochenzeitung Kontext – für lau.

Mitschnitt „Strategische Einbindung“ online

Ca. 200 Menschen kamen zur Buchpräsentation „Strategische Einbindung“ am Mittwoch in den Württembergischen Kunstverein – und Fluegel.tv war so freundlich die Veranstaltung mitzuschneiden.

Das Buch von Bernd Sahler und dem in Stuttgart anwesenden Michael Wilk behandelt die Schwierigkeiten, die verschiedene Bewegungen in der Vergangenheit mit Mediationen, Schlichtungen, Runden Tischen und anderen Beteiligungsinstrumenten hatten, was mit ihnen bezweckt werden soll und wie mögliche Gegenstrategien aussehen könnten.

Fritz Mielert: Der Weg zum Schlichtung genannten Faktencheck zu Stuttgart 21

Mitmachfalle - S21-Schlichtung? Die Anstifter, 28.05.2014: Fritz Mielert

Michael Wilk: Prinzipien von Beteiligungsverfahren

Annette Ohme-Reinicke: Vier Thesen zur Stuttgarter Schlichtung

Wettern der Woche
WWW – Was ist die Würde Wert

WWW-Was ist die Würde Wert – Peter Grohmann's "Wettern" vom 28.5.2014

„Biste erscht die Arbeit los, biste schnell die Würde los“, wusste meine Omi Glimbzsch aus Zittau. Sie hat zeitlebens nicht viel auf die feschen Sprüche und großen Worte gegeben und unterscheidet sich da kaum von den Daheimgebliebenen vom letzten Sonntag. Ob Schulz oder Junkers, Brüssel oder Straßburg, saure oder krumme Gurken – das geht den Leuten am Allerwertesten vorbei. In der Kommune nicht anders: Blau Weiss Rot, Schwarz Rot Geld: Wenn Du alles in einen Topf schmeißt und kräftig rührst, kommt’s unten oft Braun raus und fast immer Schwarz. Aus den demokratischen Fehltritten Land auf, Land zimmern sich die Leut‘ ihre eigene Farbenlehren. So lange die Parteien der Wählerschaft viele dumme Sprüche und keinerlei Denkarbeit zumuten, weil sie ihr das Denkvermögen absprechen, wird sich das kaum ändern.

Also, Parteien: Wenn die Hirnleistung zu wünschen übrig lässt, bleibt der Ausweg des Neurodopings als Kassenleistung. Es muss nicht immer gleich Haschmich sein.

In diesen Tagen feiern wir ja – feiern Sie mit!*) – den 65. Geburtstag unseres Grundgesetzes. Das war vielleicht eine Steissgeburt! Und mit ihr tausend tolle Versprechungen wie etwa diese hier, der Artikel 3 GG:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Oder nehmt den Artikel 10 – da lachen ja die Hühner! „(1) Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.“ Richtig Trost spendet den Armen und Daheimgebliebenen da schon eher der Artikel 12: (2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden. Nu ja ja nu ne ne, was tun, wenn das dem Jobcenter zu Ohren kommt?

Der Artikel 16a klingt da fast poetisch: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.“ Schon deshalb muss der politisch Verfolgte unter allen Umständen daran gehindert werden, jemals auf dem Boden des Grundgesetzes anzukommen. Denn wenn er erst mal in einem deutschen Lager ist, könnte er, theoretisch, auf den Artikel 1 GG pochen: „(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt,“ aber die treibt mit der Würde und mit Hilfe von Frontex, NSU, Hartz IV etc. pp. ganz schön Schindluder. Da tröstet mich auch meiner Omi Glimbzsch aus Zittau ihr Trost „Der liebe Gott sieht alles“ nicht – denn den interessieren solche Petitessen eher selten.

*) Georg Nüsslein (CSU) verlässt den Saal und diesen Text.

Peter Grohmann wettert jede Woche für die Wochenzeitung Kontext – für lau.

Mitschnitt
Ukraine, Russland und Europa – Hintergründe und Perspektiven

Fluegel.tv hat die Veranstaltung „Ukraine, Russland und Europa – Hintergründe und Perspektiven“ der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg freundlicherweise mitgeschnitten.

Aus der Ankündigung der Veranstalterin:

Die Demonstrationen im Herbst 2013 auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz erinnerten zunächst an die sogenannte „Orange Revolution“ von 2004/2005, als Hunderttausende von Menschen auf die Straßen gingen, um gegen die Wahlfälschungen bei den Präsidentschaftswahlen zu protestieren. Anders als damals eskalierten die Proteste jedoch und nahmen bürgerkriegsähnliche Formen an; mehr als 80 Menschen kamen ums Leben.

Nach der Entmachtung von Präsident Janukowitsch durch das ukrainische Parlament weitete sich die innenpolitische Krise zu einem Konflikt mit Russland aus, das die Rechte der russischsprachigen Bevölkerung im Süden und Osten des Landes in Gefahr sieht und dies zum Anlass nahm, die Krim zu besetzen.

Wie wird sich die Krise in der Ukraine entwickeln? Wie stehen die Chancen für eine politische Transformation hin zu mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit? Welche Ziele verfolgt Russland dabei? Und wie sollte Europa auf die aktuelle Krise reagieren?

Teil 1: Begrüßung
Ulrich Hebenstreit, Vorsitzender Freundeskreis Ludwigsburg-Jevpatorija (Krim)

Ukraine, Russland und Europa, Ludwigsburg, 07.05.2014: Begrüssung, Ulrich Hebenstreit

Teil 2: Einleitung
Dr. Ludmila Lutz-Auras, deutsch-ukrainischen Politikwissenschaftlerin Universität Rostock

Ukraine, Russland und Europa, Ludwigsburg, 07.05.2014: Einleitung, Dr. Ludmila Lutz-Auras

Teil 3: Der Geist der “bunten” Revolutionen

Ukraine, Russland und Europa, Ludwigsburg, 07.05.2014: Der Geist der "bunten" Revolutionen

Teil 4: Die ukrainische Führungselite

Ukraine, Russland und Europa, Ludwigsburg, 07.05.2014: Die ukrainische Führungselite

Teil 5: Krim – Juwel und Zankapfel am Schwarzen Meer

Ukraine, Russland und Europa, Ludwigsburg, 07.05.2014: Krim - Juwel und Zankapfel am Schwarzen Meer

Teil 6: Bilanz und Ausblick

Ukraine, Russland und Europa, Ludwigsburg, 07.05.2014: Bilanz und Ausblick

Teil 7: Diskussion
Moderation: Dr. habil. Andreas Baumer, Geschäftsführer Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg e.V.

Ukraine, Russland und Europa, Ludwigsburg, 07.05.2014: Diskussion, Moderation: Dr. A. Baumer

 

 

Wettern der Woche
Peter macht sich nackig

Peter macht sich nackig ... – Peter Grohmann's "Wettern" vom 14.5.2014

Es ist alles so tragisch! Die Mafia steckt in der Fifa, die Fußballer sind gedopt, selbst Sportler schrecken vor Eigenblut nicht zurück, Politiker sind bestechlich, der Schwarze Block wird vom Verfassungsschutz dirigiert, die Parlamente von der Lobby, die Kommunarden sind pleite, die Kommunen auch. Die Justiz ist im Irrtum. Und SOS: Die Grünen haben versagt. Die Sozialdemokraten sind zu tief gefallen, die Piraten finden kein Schiff mehr. Und die Leute im Bioladen werden auch immer unfreundlicher, aber nirgends ein Kondensmilchstreifen der Hoffnung!

Wählen unter solchen Umständen wird zu Qual, mitunter wird sogar Nachdenken verlangt beim Panaschieren. Da können sich die Preußen, Hessen und Bayern ein Stück Demokratie abschneiden, wie weiland der heilige Martin, der seinen Mantel teilte. Heute tragen die Martins Kaschmirmäntel aus fairem Handel – sie würden lieber einen Scheck ausstellen als Hand anzulegen an dem teuren Stück. In der kleinen Schillerstadt Marbach (15 000 Einwohner) protestierten am Wochenende 500 Pipels gegen das TTIP – jedes Kind in der Provinz weiß, dass es sich hier um das von Merkel und Gabriel gefettete Freihandelsabkommen handelt. Wie aus einem bösen Traum werden die Schlafmützen in den Metropolen eines Tages erschreckt aufwachen und sich fragen, wie das passieren konnte, fast widerstandsfrei.

Es ist tragisch. Aber nicht zu spät. Wenn in Marbach Pastorentöchter und Ökoanarchos Hand in Hand mit Kleinbauern, Wengertern, parteifreien Bürgermeistern und roten, schwarzen oder grünen Demokraten auf die Straße gehen, keimt Hoffnung auf.

„Hier gilt es, Schütze, deine Kunst zu zeigen: Das Ziel ist würdig und der Preis ist groß“, schrieb Schiller an die Scheunentore in Marbach. Also auch Eigenblut – aber keine Gewalt! Bei Gewalt geht der Schuss gern nach hinten los, und wer weiß schon vorher, wer dann hinter einem steht? Im Gegensatz zur Marbach, wo derartige Massenversammlungen angeblich nur jedes Schaltjahr stattfinden, wurde Stuttgart jetzt zur Demohauptstadt Europas gewählt, auch wenn nicht jedes Thema die Ureinwohner auf die Straßen treibt.

Wie auch! Es besteht ja nicht nur die Gefahr, überfahren zu werden. Auch bei der gesetzeswidrigen Belastung durch Feinstaub (Folgen: Keuchhusten, Lungenkrebs, Herzinfarkt, Tod) ist die schwäbische Metropole europaweit Spitze.Wie gesagt: Tragisch.

Mal wieder ist Peter Grohmann, der das Wettern der Woche für die Wochenzeitung Kontext erstellt, etwas von seinem Manuskript abgewichen – falls Sie es nicht schon selbst gemerkt haben sollten.

Wettern der Woche
Hindu, kusch!

Hindu, kusch! – Peter Grohmann's "Wettern" vom 30.04.2014

Mission nennen sie das, was sich in Fernost dem Ende nähert: Der gescheiterte Militäreinsatz am Hindukusch. Unser guter Freund, der von den Drogen abgängige Hamid Karsai, vom Unterstützer der Mudschaheddin zum Unterstützer der Taliban zum Unterstützer der westlichen Werte, nimmt seinen Hut und wirkt im Hintergrund weiter: Genug ist nie genug, wie die Wahlen weisen werden.

Was nun den Hindukusch angeht – die waren ganz, ganz früher auch anders. Wenig Drogen und noch weniger Ausländer, bis die Briten kamen und den Islamismus mitbrachten, um Afghanistan zu unterwandern. Sie schleusten angeblich extreme Prediger des Islam ein, um die vorherrschende Religion verdrängen. Weiß Gott, ob das stimmt!

Der Deutsche als solcher – auch der mit ausländischen Wurzeln – hat allerdings mit Religionen und so nicht mehr sooo viel am Hut. Leiden und leiden lassen, sagt er sich. Marienwunder und Heiligsprechungen sind ihm so suspekt wie die Islamischten, die zu Millionen auf der anderen Seite der toten Meere stehen und zu uns reingelassen werden wollen, um hier ihre Moscheen zu bauen. Doch das Boot ist voll und kentert – wenn das nicht die Männer von Frontex da wären, rechtzeitig mit RTL plus zur Stelle. Das ist der Beweis: Sicheres Geleid für die Hungerleider..

Ja: Es sind die guten Taten, die wir tun müssen, ob wir wollen oder nicht. Wir wollen naturgemäß eher nicht. Und doch sind es die guten Taten, die die Gläubigen gewollt oder ungewollt zu Gleichen im Glauben an einen Gott machen, die die Propheten verehren, eine Heilige Schrift haben und an Paradies und Hölle glauben. Das mit den Guten Taten, den Propheten und heiligen Schriften haben sie auch mit den Atheisten gemein – nur bei Himmel und Hölle gibt es Unterschiede. Meine Omi Glimbzsch aus Zittau ist stets für das Himmelreich auf Erden eingetreten. Sie hätte gewusst, dass das Leben in Aleppo ein Leben in der Hölle ist. Syrische Kinder sind in Zittau heute ebenso wenig willkommen wie in Zwiefalten oder Heidenheim. Da sind sich Gläubige und Ungläubige einig.

Peter Grohmann stellt sein Wettern der Woche der Wochenzeitung Kontext zur Verfügung.

Wettern der Woche
Ostern. Western.

Ostern. Western. – Peter Grohmanns "Wettern" vom 16.04.2014

Am 16. April 1917 kehrte Lenin, aus Zürich kommend, in Sankt Petersburg ein. Der Genosse kam über den Stuttgarter Kopfbahnhof und wäre gern ausgestiegen, um seinen Stuttgarter Verleger J.H.W. Dietz Grüß Gott zu sagen – Rot Front sagt man bekanntlich erst später. Die beiden kannten sich seit dem Internationalen Sozialistenkongress 1907 auf dem Cannstatter Wasen, auf dem sich am 18. August 1907 rund 50000 Menschen versammelt hatten (lt.Polizei 100000). Undenkbar, hätte die Polizei Lenin aussteigen lassen! 1907 hatte der Genosse Dietz jenen Kongress und das Meeting bei den Behörden angemeldet. Die Königstreuen machten ihm zur Auflage: 1. Rote Fahnen dürfen nicht zur Verwendung gelangen; 2. Beleidigende Ausfälle gegen die Reichsregierung, die Regierungen der Deutschen Bundesstaaten und befreundeter Staaten müssen unterbleiben. 3. Den Verhandlungen wohnt ein Polizeibeamter in bürgerlicher Kleidung an.

Heute ist alles anders. Jesus lebt, aber Lenin ist tot. Sankt Petersburg hieß nicht für immer, sondern nur für etliche Jahre Leningrad. Das hätte sich kein Prophet nie träumen lassen. Beleidigende Ausfälle gegen befreundete und korrupte Regimes interssieren keine Maus. Und rote Fahnen finden bei allen passenden und unpassenden Gelegenheiten Verwendung – und sei es nur, um die Bürger mal so richtig zu erschrecken. Das klappt deshalb kaum, weil die Bürger nur noch sehr wenig über rote Fahnen, Ausbeutung und Klassengesellschaft wissen: Sie sind im Möbelparadies angekommen. Und was die Polizeibeamten angeht: Die wohnen komplett uniformiert und mit Gesichtsmasken nahezu allen Versammlungen bei, ohne dass es ihnen viel ausmacht, von den „Zivilen“ mal garnicht zu reden. Nur zu lange Reden stören sie. Und schlechte Musik und schlechte Bezahlung. Da sind sie sich nicht nur mit den Krankenschwestern, den Kindergärtnern und Altenpflegern einig, sondern auch mit allen anderen mies bezahlten Jobbern und Aufstockern. Früher wären sie, ohne mit der Wimper zu zucken, mit geballter Faust und roter am 1.Mai aufmarschiert, zu schlechter Musik und den zu langen Reden der Besserverdienenden. Heute ist nur noch die Wurst rot.

Und heute? Da nimmt sich das Volk den 2. Mai als Brückentag: Flug auf die Krim. Best Western Hotel Sewastopol. 19,90 Tag, VP. Fast wie im Kapitalismus, lieber Uljanow.

Mitschnitt
Dr. Matthias Hartwig zum Thema „Kosovo, Krim & co. – Was ist das Völkerrecht noch wert?“

Am Montag, den 14. April 2014 sprach Dr. Matthias Hartwig vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg auf Einladung der AnStifter, Ohne Rüstung leben, DFG/VK, Pax Christi und Kultur des Friedens zum Thema „Kosovo, Krim & co. – Was ist das Völkerrecht noch wert?“

Wie sind die Vorgänge rund um die Krim völkerrechtlich zu bewerten?
Stehen sie in einer Linie mit der Abspaltung des Kosovo von Jugoslawien bzw. Serbien?
Welche Konsequenzen haben diese Vorgänge für das Völkerrecht insgesamt?

Dr Matthias Hartwig: Kosovo, Krim & co. – Was ist das Völkerrecht noch wert?

Leider hatte ich technische Schwierigkeiten (Überhitzung der Kamera), sodass der Mitschnitt insbesondere im Bereich der Diskussion lückenhaft ist.

Niko Paech
Vom Wachstumsdogma zur Postwachstumsökonomie

Mitschnitt eines Vortrags vom 7. April 2014 im Württembergischen Kunstverein auf Einladung des Klima- und Umweltbündnisses Stuttgart, der AnStifter, der Kaktus-Initiative innerhalb der IHK und des BUND Stuttgart.

Niko Paech: Vom Wachstumsdogma zur Postwachstumsökonomie

Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deuten nicht nur die Eskalation auf den Finanzmärkten und die Schuldenkrisen hin, sondern auch die Verknappung jener Ressourcen („Peak Everything“), auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte. Zudem nährt die sog.„Glücksforschung“ den Befund, dass Steigerungen des monetären Einkommens ab einem gewissen Niveau keine weitere Zunahme des subjektiv empfundenen Wohlbefindens hervorruft. Folglich ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstums-Ökonomie auszuloten. Letztere ist das Resultat eines prägnanten Rückbaus arbeitsteiliger, geldbasierter und globalisierter Versorgungsmuster. Stattdessen werden Suffizienz und urbane Subsistenz als Ergänzung eines merklich reduzierten und zugleich umstrukturierten Industriesystems bedeutsam sein. Aus Konsumenten werden souveräne Prosumenten, die mittels reaktivierter Subsistenzressourcen (z.B. Handwerk) zur gemeinschaftlichen Versorgung beitragen. Zudem ist die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, also durch Glück ohne Kerosin.

Prof. Dr. Niko Paech ist Wirtschaftswissenschaftler und vertritt den Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er forscht und lehrt unter anderem in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Umweltökonomik, Sustainable Supply Chain Management, Nachhaltigkeitskommunikation, Diffusionsforschung, Innovationsmanagement und Postwachstumsökonomik. Momentan ist er u.a. Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ) und gehört unter anderem dem Post Fossil Institut (PFI) an.

Zeitungsstreik in Stuttgart
Videos der Kundgebung vom 1.4. online

Zeitungsstreik, verdi-Kundgebung in Stuttgart, 01.04.2013:

1. Ergebnis der Streikversammlung, G. Manthey

Gerhard Manthey: Ergebnis der Zeitungsstreik-Versammlung, Stuttgart, 01.04.2014

2. Wolfgang Schorlau, Schriftsteller

Wolfgang Schorlau, Schriftsteller bei der verdi-Zeitungsstreik-Kundgebung, Stuttgart, 1.4.14

3. Brigitte Loesch, MdL, Vizepräsidentin des Landtages

Brigitte Loesch, MdL, bei der verdi-Zeitungsstreik-Kundgebung, Stuttgart, 1.4.14

4. Peter Grohmann für mehr Zensur

Peter Grohmann für mehr Zensur, verdi-Zeitungsstreik-Kundgebung, Stuttgart, 1.4.14

5. Kahlschlag-Protest-Song

Kahlschlag-Protest, verdi-Zeitungsstreik-Kundgebung, Stuttgart, 01.04.14

6. Vom Streiken lernen, Joe Bauer

Vom Streiken lernen, Joe Bauer, Stuttgart, 01.04.2014

Herzlichen Dank an fluegel.tv für die Filmerei!

#TTIP
Mitschnitt eines Vortrags von Harald Klimenta

TTIP Free Trade ? - Dr. Harald Klimenta - der 43. Neue Montagskreis

Vortrag und Diskussion mit Dr. Harald Klimenta, Peter Conradi und Petra Bewer am 31. 03. 2013 im Theaterhaus Stuttgart unter dem Titel „Der transatlantische Handelspakt – zu wessen Freud` und wessen Leid?“

„Wir wollen, dass die Verhandlungen zum geplanten Freihandelsabkommen mit den USA erfolgreich zum Abschluss geführt werden“, erklären CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag vom 27.11.2013. Über dieses Abkommen (TTIP – Transatlantic Trade and Investment Partnership) hat eine lebhafte und kritische öffentliche Diskussion begonnen. Wem nützt, wem schadet es? Wer verhandelt und unterzeichnet dieses Abkommen, das zu einer transatlantischen Freihandelszone (TAFTA – Trans-Atlantic Free Trade Agreement) führen soll?

Dr. Harald Klimenta ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Attac und Autor von zahlreichen Veröffentlichungen zu sozialen, ökologischen und ökonomischen Themen, zuletzt Co-Autor und Koordinator des Attac-Basistextes „Die Freihandelsfalle“.

Ein herzliches Dankeschön für den Mitschnitt geht an Bernd D. Behnk von Omnipress.