Archiv der Kategorie: Themen & Thesen

Stuttgart liest ein Buch
Eine Theologin diskutiert mit ihren zwei Kollegen den Roman von Arno Geiger

Theologen in lebhafter Diskussion über „Unter der Drachenwand“: Monika Renninger, Matthias Vosseler, Eberhard Schwarz (v.r.n.l.)
Foto: © M. Seehoff

Gleich zu Anfang der gut besuchten Veranstaltung am 25.09.19 in der Kirche des Hospitalhofs wurden die beiden Begriffe „Mondsee“ und „Drachenwand“ in den Blick gerückt. Der weit entfernte Mondsee und die bedrohliche Drachenwand.

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Zwischenbericht im Forschungsprojekt zu rechtswidriger Polizeigewalt

Über 3.300 Berichte konnten die Forscherinnen und Forscher des Lehrstuhls für Kriminologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) von Prof. Dr. Tobias Singelnstein im ersten Teil des Projekts „Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen“ (Kviapol) auswerten. Nach dem Abschluss der Online-Befragung präsentieren sie einen Zwischenbericht. Er zeigt unter anderem, dass in 86 Prozent der berichteten Vorfälle kein Strafverfahren durchgeführt wurde, die Fälle also nicht in die Statistik eingingen. Über 70 Prozent der Befragten berichten von körperlichen Verletzungen.

Newsportal – Ruhr-Universität Bochum

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Literaturbegeisterte Rohracker wandern durch den Roman von Arno Geiger

Ein Bauernehepaar vor dem Welschkorn (Mais), das zum Trocknen an ihrer Scheune hängt Foto: privat
Ein Bauernehepaar vor dem Welschkorn (Mais), das zum Trocknen an ihrer Scheune hängt
Foto: privat

Eine Drachenwand hat Rohracker nicht zu bieten, aber Literaturbegeisterte, die sich am 22. Sept. 2019 im Bürgerhaus Alte Schule des Ortes versammelten, um mental unter die Drachenwand zu wandern. Der Raum war bis zum letzten Platz besetzt, die letzten Gäste mussten auf Stühlen vor dem Raum Platz nehmen.

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NSU
11 mal Ernst mit Temme, Gärtner und Gemüse?

Kassel

Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat den hessischen Verfassungsschutz nun dazu verurteilt, Fragen von Journalisten der Tageszeitung Die Welt zu beantworten. Unter anderem wollten die Autoren wissen, wie oft in einem Verfassungsschutzbericht, dessen Inhalt 120 Jahre geheim bleiben sollte, der mutmaßliche Lübcke-Attentäter Stephan Ernst erwähnt wird.

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Bedrückende Lesung im Tiefbunker Feuerbach

Noch ist es nur ein Spiel Foto: © M. Seehoff
Noch ist es nur ein Spiel
Foto: © M. Seehoff

Es ist ein klaustrophobisches Gefühl, das sich meiner bemächtigt, als ich die Stufen des Tiefbunkers hinunter steige. Es ist der 22. September 2019 und draußen scheint die Sonne. Hierher kommen sie nicht, der Bunker ist tief ins Erdreich gegraben, seine Wände sind 1,6m dick. Was mögen die Menschen vor 75 Jahren gefühlt haben, als die Deutschen im letzten Kriegsjahr vor den Bomben diese Räumlichkeiten aufsuchten? 2.000 – 2.500 Personen fanden während der Bombenangriffe der Alliierten in diesen Räumen Schutz, für mehrere Stunden mussten sie hier ausharren, bevor sie wieder ans Licht des Tages gehen konnten und ihnen die Auswirkungen der Bomben zu Gesicht kamen. mehr…

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„Unter der Drachenwand“: Viva Brasil im Dorotheeenquartier

Die Gruppe Ipanema Beach Hotel: Jörn Bahr, Jürgen Braun und Jeschi Paul (v.l.n.r.) Foto: © M. Seehoff
Die Gruppe Ipanema Beach Hotel: Jörn Bahr, Jürgen Braun und Jeschi Paul (v.l.n.r.)
Foto: © M. Seehoff

Lilian Wilfart und Wolfgang Tischer hatten am 29.09.2019 Glück: die letzten Sonnenstrahlen erwärmten die in Liegestühlen sitzenden Zuhörer. So konnten sie einem völlig entspannten Publikum eine „Nebenfigur“ aus Arno Geigers Roman Unter der Drachenwand vorstellen: Den Brasilianer. Ihn hatte es, genau wie die Hauptfigur Veit Kolbe, an den Mondsee unter der Drachenwand verschlagen. Hier züchtet der Brasilianer Orchideen und Tomaten in seinem Gewächshaus. Veit ist zur Rekonvaleszenz von der Ostfront hierher gekommen, er hat ein Zimmer bei der Schwester des Brasilianers bekommen und es entspannt sich eine zarte Liebesbeziehung zu seiner Zimmernachbarin Margot, eine junge Frau, die es aus Darmstadt hierher verschlagen hat, Sicherheit vor dem Krieg suchend, für sich und ihr Baby. mehr…

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Arno Geiger öffnet die Räume der Erinnerung

Arno Geiger, Moderatorin Barbara Staudinger, Historikerin Katrin Hammerstein und der Generalsekretär des Comité International de Mauthausen (v.l.n.r.) Foto: © M. Seehoff
Arno Geiger, Moderatorin Barbara Staudinger, Historikerin Katrin Hammerstein und der Generalsekretär des Comité International de Mauthausen (v.l.n.r.)
Foto: © M. Seehoff

Am 18.09.2019 kam Arno Geiger darüber ins Gespräch mit Andreas Baumgartner vom Comité International de Mauthausen, ein in Österreich gelegenen KZ und mit der Historikerin Katrin Hammerstein. Der Ort der Diskussion der Diskussion war vom Schriftstellerhaus gut gewählt: Das Hotel Silber, im Faschismus die Gestapozentrale der Reichsteile Württemberg und Hohenzollern. Jahrelang hatten verschiedene Gruppen der Zivilgesellschaft darum gekämpft, hier ein Erinnungs- und Dokumentationszentrum zu gründen. Im Dezember 2018 wurde es endlich feierlich der Öffentlichkeit übergeben. mehr…

Buch
Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel

 

Cover

Die Geschichte hinter unserem Buch beginnt im Frühjahr 2017 in der Mensa unserer Uni am Bodensee. Wir – David Nelles und Christian Serrer – studieren beide Wirtschaftswissenschaften und haben beim Mittagessen über den Klimawandel diskutiert. Wie leider allzu oft in der öffentlichen Debatte über die globale Erwärmung, ging es auch bei uns drunter und drüber. Ehrlichgesagt mussten wir recht schnell feststellen, dass wir nicht konkret wussten was Sache ist.

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Roboterjournalismus, Textbausteine und menschliche Intelligenz

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Eine ganze Reihe von in- und ausländischen Verlagen läßt bestimmte Presseartikel schon seit Jahren nicht mehr (nur) von Journalisten, sondern von Maschinen schreiben. Ein Beispiel für den sogenannten Roboterjournalismus betreiben die Nachrichtenagentur Press Association und das Start-up Urbs Media in Großbritannien unter dem Namen Radar. Monatlich entstehen hier rund 8.000 Texte. Alle diese maschinell generierten Presseartikel basieren auf Templates oder Mustertexten und werden unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten in jeweils etwas anderer Form für den Lokalteil verschiedener Zeitungen produziert. Die journalistische Arbeit im Radar-Projekt beschäftigten Redakteure besteht nun vor allem darin, diese Mustertexte zu schreiben.

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