Archiv der Kategorie: Songwriting

Songwriting
Ich bin altmodisch

Immer wieder wird auf dem Blog der AnStifter über die digitale Welt mit all ihren Fallstricken berichtet (z. B. hier oder hier). Da spricht mir Eleni Mandell mit diesem Song doch aus der Seele. Sie sagt:

Eine Sache, die mir viel besser gewesen zu sein scheint früher, bevor es E-Mail und das Internet gab, das ist das Gefühl, das die Leute mehr miteinander verbunden waren. Wir haben miteinander telefoniert, uns Briefe geschrieben, aber das gibt es nicht mehr. Und in der Musik hat sich das insofern geändert, als dass Leute sie nicht mehr so wertschätzen wie früher, deshalb ist es immer schwerer, als Musiker zu überleben.
(Deutschlandradio Kultur)

Ob hoffnungsvolle oder wehmütige Gedanken, Eleni Mandell verpackt sie auf ihrem zehnten, selbst produzierten Album Dark Lights Up in einen versonnenen Klangmix aus frühem Country, Swing, Jazz, Folk und altem Pop.

Songwriting – Militär ist Mist
Polen singen über Russen

Maciej Maleńczuk, auch bekannt als Vladimir, ist ein polnischer Sänger, Gitarrist und Dichter. Hier singt er mit der polnischen Gruppe Yugopolis einen bedrückenden Song über die russische Armee.

Siedzą sługi, palą szlugi, sumienia nie mają,
tylu ludzi, dobrych ludzi za mordę trzymają.
Hej bracia, Rosjanie, coście zawinili,
czy to szlugi czy te sługi, krzywdę wam zrobili?

Übersetzung: mehr…

Songwriting
Tanz in den Mai

Die populäre Musik ist voll von Beispielen, in denen die Arbeiterbewegung musikalisch beschrieben wird. Vor allem im angelsächsischen Raum wurden Themen der arbeitenden Klasse immer wieder in Songs verarbeitet. Zu vielen kann man, muss man nicht, das Tanzbein schwingen und so den ersten Mai beschwingt begehen.

Green Day interpretieren auf eigenen Weise den John Lennon Song Working Class Hero

Johnny Cash hat sich immer wieder soziale Fragen in seinen Songs thematisiert, wie hier in dem Song Sixteen Tons von dem großen Countrymusiker Merle Travis mehr…

Songwriting
Es ist zu spät heute Nacht, um die Vergangenheit ans Licht zu zerren

Johnny Cash, der viel zu früh verstorbene  US-amerikanischen Country-Sänger und Songschreiber (* 1932, †  2003), fragte drei Jahre vor seinem Tod, ob alles ans Licht gezerrt werden muss:

Wird es jetzt besser?
Oder fühlst du dich noch wie vorher?
Wird es einfacher für dich,
jetzt, wo du einen Schuldigen gefunden hast?

One

Is it getting better
Or do you feel the same?
Will it make it easier on you now
You’ve got someone to blame?
mehr…

Songwriting
Das Gefühl der Jugend

Benjamin Francis Leftwich (Jahrgang 89) hat im Alter von 10 Jahren angefangen Gitarre zu spielen, nachdem er Nina Simone und den Rolling Stones gelauscht hatte. Später entdeckte er Nick Drake, Bob Dylan und Elliot Smith. Er nennt Arcade Fire, Ryan Adams und Bruce Springsteen als Inspiration. In Zeiten von Facebook fragt er nach den wirklichen Freunden.

„Real Friends“

So, you told me all the time
Your past had all but left your mind
Real friends, how many of them, how many new?
Cause now, you love him all the time
mehr…

Songwriting
Immer schön in der Mitte bleiben

In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod, war der Titel eines Films von Alexander Kluge aus dem Jahr 1974.

Dies hat der australische Folk-Singer-Songwriter Stu Larsen offensichtlich nicht gewusst, als er dieses Musikvideo für seine wunderbaren Song „Thirteen Sad Farewells“ produzierte.

Stu Larsen lebt aus dem Koffer oder besser gesagt dem Rucksack. Ein paar Klamotten eingepackt, den Gitarrenkoffer über die Schulter und los geht’s. Man findet den Musik-Nomaden immer irgendwo unterwegs.

Dieser Weltenbummler ist ein kluger Erzähler und sehr eigenständiger Musiker und versteht es, aus seinen Erlebnissen archetypische Geschichten zu destillieren und ist damit ein wahrer Nachfolger der Folk-Songwriter alter Schule.