Alle Beiträge von Peter Grohmann

Über Peter Grohmann

Peter Grohmann, Jahrgang 1937, Breslauer Lerge, über Dresden auf d‘ Alb, dann runter nach Stuttgart: Schriftsetzer und Kabarettist,
Autor und AnStifter gegen Obrigkeitsstaat und Dummdünkel. Mitgründer: Vom Club Voltaire übers undogmatische Sozialistische Zentrum, vom Theaterhaus zu den AnStiftern.
Motto: Unruhe ist die erste Bürgerinnenpflicht.
Was ärgert Grohmann? Alle, die den Arsch nicht hochkriegen, aber dauernd meckern.
Und an was erfreut er sich? An Lebensfreude und Toleranz

Die Katze lauert stumm und still, wenn sie Mäuse fangen will…

Heißt die Katze Lindner oder ist die FDP das Mäusle? Gewonnen – beides ist richtig! Natürlich war die tägliche Show am Balkon nur üble Taktik von Christian Lindner – immer rechts neben Merkel. Der Berliner Fenstersturz der Möchtegern-Jamaikaner ist aber vor allem dem Tatort selbst geschuldet – dem Fluidum der baden-württembergischen Landesvertretung und ihrer Schwerkraft. Also aus der Traum und zurück auf den Boden des Grundgesetzes?
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Als die Leut‘ noch denken konnten …

In Griechenland schütten sie mit Geldern der EU Flüsse zu, um Häuser auf die neue Piste im alten Flussbett zu setzen. So kommt auch der arme Grieche zu Eigentum. Mit Regen rechnet man in diesen trockenen Zeiten ja eh‘ nicht – bis es mal gewittert wie früher, als die Menschen noch denken konnten. Zugegeben, es war mehr als ein Gewitter dieser Tage, es war eher eine Naturkatastrophe, aber selbst gemacht. Mensch, mal ehrlich: Ist das nicht ein treffendes Beispiel für den Zustand der Welt?

Und auf der geht überall, landauf, landab, landunter, das Vertrauen der Menschen verloren: In die Kunst der Ingenieure, die Versprechen der Investoren, die Gelder aus Brüssel, die Genehmigungen durch Parlamente, die Gutachten der Geologen. Alles geht den Bach hinunter. Das wachsende Unvermögen der Parteien und der politischen Institutionen kommt daher gestiefelt mit dem Umvermögen, das demokratische Ideal neu zu definieren. Es gibt ein doppeltes Postulat, mit dem gebrochen werden muss: Mit dem Vorrang der Ökonomie, speziell der ökonomischen Probleme vor allen anderen und dem irren Glauben wider besseres Wissen (FDP und Konsorten), dass es einen grenzenlosen Reichtum an natürlichen Ressourcen gibt. mehr…

In Erinnerung an Justus Pankau

Justus Pankau war Förderer und politischer Unterstützer des Theaterhauses und der AnStifter. Am 16.11.2017 fand ihm zu Ehren ein Fest in der Ludwigsburger Scala statt, das Gerd Jüttner und Hardy Huober ausrichteten. Justus konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen, aber er sandte uns Grüße. In der Nacht vom 17. zum 18.11.2017 ist er gestorben. Ein freundlicher, hilfsbereiter und weltoffener Mensch – wir werden uns immer gern an ihn erinnern. (PG)

Die Trauerfeier für Justus Pankau findet am 8. Dezember um 14 Uhr
auf dem Pragfriedhof Stuttgart statt.
Er war ein Multitalent: Justus Pankau (1923 geboren) und sein Leben hinter der Kamera. Ein Mensch, der die Entwicklung im Fernseh- und Filmbereich mit- gestaltete. Er begann seine Karriere als Kameraassistent im kriegszerstörten Hamburg, arbeitet bei der Neuen Deutschen Wochenschau, dort war er Kameramann und Reporter in Personalunion. 1954 kam er zum Süddeutschen Rundfunk nach Stuttgart und war dabei, „als die Bilder im Fernsehen richtig laufen lernten“. Pankau ist Mitbegründer der inzwischen legendären Stuttgarter Schule (sie nannte Prof. Walter Jens ein „Meisterwerk visueller Rhetorik“ ), bekam für den Spielfilm „Malatesta“ (mit Eddie Constantine) den Bundesfilmpreis in Gold (1970), später u.a. auch den Grimme-Preis für den Dokumentarfilm „Die Borussen kommen“. Für diese Fernsehdokumentation Film durfte er in der Kabine von Borussia Dortmund drehen, die ersten „Nacktbilder“ von Fußballspieler beim Duschen sorgten für Schlagzeilen (1964). Deutscher Kulturfilmpreis dann 1965 für „Wagenrennen“. Es gibt wohl keinen lebenden Kameramann, der gleichzeitig so erfolgreich Dokumentationen wie Spiel-und Fernsehfilme drehte. 2002 erhält ein Film, bei der er für die Kameraführung verantwortlich, war in Locarno den Goldenen Leoparden (Das Verlangen). Der Film war die Abschlussarbeit von Ian Dilthey, einem Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg. mehr…

Kranker Trump

https://secure.avaaz.org/campaign/de/trump_vs_elephants/?cNepafb

Denken + Machen

Ist Jamaika unser Paradise? Oder gibt es noch weit wildere Strände? In diesen Tagen beschäftigt uns ein lokaler Ort, der von Gentrifizierung bedroht ist. Es ist die „Gründungs-stube“ der AnStifter, der interCulturellen Initiativen, aus den Achtziger Jahren: Ein Ort der Kultur, der Kommunikation und kulinarischer Köstlichkeiten – Lyrik, Lieder und die Leiden-schaft für eine gute Küche, Jazz und ein guter Espresso, Überlebensmittel. Das Kleinod in der Römerstraße ist durch Kündigung der Gewerbe- und Wohnräume in höchster Gefahr. Natürlich ändern sich Städte und Landschaften, es gibt keinen Stillstand. Alte Viertel werden saniert, die Mieten steigen, Investoren übernehmen den Ball, den ihnen (auch) die lokale Politik zuspielt. Loretta Petti, AnStifterin, hat diesen Ort für uns und die Stadt-gesellschaft gerettet und gestaltet. Jetzt stehen wir an ihrer Seite und fordern von Hausbesitzer, Stadt und die Öffentlichkeit in einer Petition: Loretta muss bleiben! openpetition.de/!vgmbh
In Alexander Kluge Ausstellung „Gärten der Kooperation“ (14. Jan‘ 18) im Württ. Kunstverein geht es auch um diese Themen. Im Rahmenprogramm sind Filme des Schriftstellers, Filmemachers und Theoretikers zu sehen, u.a. So, 26. Nov, 16:30 h „Das Prinzip Stadt“ (2014) und So, 10. Dez, 16:30 h „Deutschland im Herbst“ (1978). In den Querungen des WKV sind Plakate, Bücher, Denkanschläge, Fotos und Material aus fast 50 Jahren politischer Arbeit zu sehen – im Kontext von Sozialistischem Zentrum, Club Voltaire, ApO und AnStiftern. Finissage So, 19.11. (16 h): „Heute ich. Morgen Du. Opposition gestern morgen“ – Thesen von Peter Grohmann. mehr…

Capitalista, Baby!

Das Ahlener Programm (Auszug)

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden.
Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen.

Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.“
CDU, 1947. Hatten die Recht?

Morgen Neuwahlen…

… sind kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, auch wenn die Moralinstanzen des Landes verlauten lassen, dass man nicht so lange wählen kann, bis es einem passt. Wenn sich die Grünen etwa von 10 Punkten ihres 10-Punkte-Wahlprogramms verabschieden müssten, geht ja die Welt auch nicht sofort unter, sondern später. Wir hätten Zeit gewonnen, und es wird drei Grad wärmer. Heizkosten gespart.
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Arsch auf Grundeis

Elf Prinzen, vier amtierende Minister, Dutzende Ex-Kabinettsmitglieder sind festgenommen, unter ihnen der reichste Mann des Landes: Das würde ich mir mal hierzulande wünschen! Nicht dass wir uns richtig verstehen: Ich bin im Gegensatz zu den anderen kein Freund der Königshäuser. Und die dort sind ja über fünf Ecken unsere Verbündeten und Partner beim Waffenhandel. Der Arrraber als solcher hat ja nicht viel – ein Zelt, ein Kamel, etwas Öl. Aber wehe, wenn er sauer wird! Dann greift er durch!
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Ratlos im Kunstverein? Ratlos in der BRD

Anlässlich der Ausstellung „Alexander Kluge. Gärten der Kooperation“ zeigt der Württembergische Kunstverein eine Auswahl an Filmen des Schriftstellers, Filmemachers und Theoretikers Alexander Kluge. Am kommenden Sonntag wird im Glastrakt der Film „Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos“ gezeigt. Dieser wurde am 30. August 1968 auf dem Internationalen Filmfestival in Venedig uraufgeführt und mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.
Sonntag, 12. November 2017, 16:30 – 18:30 Uhr
DIE ARTISTEN IN DER ZIRKUSKUPPEL: RATLOS, BRD 1968
im Rahmen der Ausstellung „Alexander Kluge. Gärten der Kooperation“

Handlung:
Wie schon ihr Vater will die Zirkusunternehmerin Leni Peickert (Hannelore Hoger) artistische Höchstleistungen erbringen. Zugleich empfindet sie Natürlichkeit als ihr Ideal. Ihre Neuerungen führen zum Bankrott des Unternehmens. Zirkus und Revolution sind radikale Formen der Selbstverwirklichung. Leni Peickert und ihre Elefanten geben sich Mühe. „Die Utopie wird immer besser, während wir auf sie warten.“

„Der Film läßt sich als eine Absage an das Leistungsprinzip unserer Gesellschaft verstehen und reflektiert gleichzeitig die politische Situation in der Bundesrepublik Deutschland in den späten 60er Jahren und die Lage der deutschen Jungfilmer. Der Regisseur bedient sich einer „offenen“ Form, die auf die geistige Beteiligung des Zuschauers setzt.““
(Quelle: Lexikon des Internationalen Films)

PROGRAMM
15:00 Uhr kostenfreie, öffentliche Führung
16:30 Uhr Filmvorführung + kurze Einführung zum Film & Ausstellung mit Sara Dahme

PS: Am 19.11. laden wir zur Finissage der Ausstellung „Politische Plakate“. Peter Grohmann stellt dabei Thesen zur „Opposition heute“ vor (AnStifter-Veranstaltung)

Feinstaub in der DenkMacherei

Die StZ vom 3.11.2017 veröffentlicht einen ausführlichen Bericht über Feinstaubmessungen in der Region Stuttgart. Der Artikel schildert auch die gesundheitlichen Gefahren, welche von Feinstaub ausgehen und informiert über den Aufbau eines privaten Messnetzes der Gruppe OK Lab Stuttgart. Hier können sich Privatpersonen eine Messvorrichtung kaufen. Sie kostet ca. 30 €. Diese Links führen zu den Artikeln:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.feinstaubradar-stuttgart-so-viel-feinstaub-ist-an-ihrem-ort-in-der-luft.91348ea0-3c1d-48b0-abbb-7bd8d399c223.html?utm_source=taboola&utm_medium=none&utm_campaign=feed
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.feinstaub-in-der-region-stuttgart-so-leicht-koennen-sie-feinstaub-selber-messen.af940816-8816-4ca1-b9d3-ecec2ae1dec7.html
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.feinstaubradar-stuttgart-so-messen-wir-feinstaub.8f5d2507-beae-43af-a579-74818c5d9453.html

Aktuelle Messungen in den Gemeinden mit Messstationen können hier abgerufen werden:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/feinstaub auf Vollbild klicken, auf jeweilige Gemeinde in
der Karte klicken. Angezeigt wird auch, wenn die Grenzwerte überschritten werden.
Bitte geben Sie diese Infos weiter und helfen Sie so, das von den AnStiftern unterstützte Messnetz der Gruppe OK Lab Stuttgart durch Installation von Messeinrichtungen zu ergänzen.