Alle Beiträge von Seehoff Michael Maria

Über Seehoff Michael Maria

M. Seehoff schreibt über ungewöhnliche akustische Musik und zu bewegenden Ereignissen. Eventuell bringt die Musik auch die Seelen anderer AnStifter in Resonanz und lässt sie staunen (eine Hoffnung!). Auf dem Blog "Elsternest" erscheinen M's. Texte vor allem über kleine literarische Ereignisse in Stuttgart.

Songwriting von Ron Sexsmith
Liebe als Hilfe gegen den Wahnsinn der Welt

Ron Sexsmith

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Der in St. Catharines in der kanadischen Provinz Ontario geborene Ron Sexsmith zeichnet sich durch melancholische Popsongs aus. Mit seinem neuen Album „Hermitage“ spenndet er Trost in einer Corona-geschüttelten Welt. Auf diesem Album hat er die Leichtigkeit des Seins entdeckt. Der 56-Jährige besingt sein neues Heim im Städtchen Stratford, Ontario, als Himmel auf Erden („Chateau Mermaid“). Er zeigt auf diesem Album erneut, dass anrührende Musik nicht mehr braucht, als Aufrichtigkeit, eine sympathische Stimme und ein Gespür für Melodien.

Auffallend oft preist er mit seiner nach wie vor irgendwie klagenden Stimme die Liebe. In „Lo and Behold“ ist sie Allheilmittel und hält den Wahnsinn der Welt in Schach.

Cancel culture
So neu ist das gar nicht

Der Stalin ermordet auch den letzten Widersacher

Cancel culture ist alles andere als eine neue Erscheinung, auch in der Geschichte der Linken war sie immer präsent. Ihr unangefochtener Meister war Stalin, der unzählige Fotos und Dokumente fälschen ließ, um Leo Trotzkis führende Rolle in der Oktoberrevolution aus der Geschichtsschreibung zu tilgen, und Mordkommandos entsandte, bis es vor 80 Jahren einem Attentäter gelang, Trotzki mit einem Eispickel zu töten. Es versteht sich, dass Stalins cancel culture sich einer Rhetorik befleißigte, in der »tollwütige Hunde« noch zu den freundlicheren Bezeichnungen für seine linken Gegner gehörte.
Dass physische Gewalt in Konflikten innerhalb der Linken sehr selten geworden ist, liegt an deren Randständigkeit – es geht meist nur noch um die Meinungshoheit in einer Blase. Weiterhin aber dürften Intoleranz, Intrigen, Mobbing und andere unzivilisierte Umgangsformen der Hauptgrund dafür sein, dass es kaum jemand länger als zehn Jahre in der linken Basisarbeit aushält.

Quelle: Jungle World

Sea-Watch
Unser Friedenspreisträger bekommt ein weiteres Schiff

Bansky kauft Schiff

Sea-Watch erhielt von dem geheimnisumwitterte Streetartkünstler Banksy ein Schiff zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Dieses kaufte er bei einer Auktion und bemalte es in seinem ihm typischen Stil.

Banksy hatte im September 2019 an die deutsche Sea-Watch-Kapitänin Pia Klemp eine E-Mail geschickt, nachdem er von ihr in der Zeitung gelesen hatte.
„Du klingst, als ob du ein harter Typ bist. Ich bin ein Künstler aus dem Vereinigten Königreich und habe einige Arbeiten über die Flüchtlingskrise gemacht, offensichtlich kann ich das Geld nicht behalten. Könntest du es benutzen, um ein neues Schiff oder etwas anderes zu kaufen? Lass es mich bitte wissen. Gut gemacht. Banksy.“ mehr…

Klong – Und dann ist Herbst

Herbst Kragen
Bild: Engin Akyurt / Pixabay

Nur noch 21 Grad, und morgen bloß 20. Nun ist er also fast schon da, der Herbstwinter. Man kann ihn bereits riechen, den Schneematsch und den beharrlich in die warmen Wollmäntel hineinsickernden halbgefrorenen Nieselregen. Aber zuvor müssen erst alle Kastanien mit lautem Klonk zu Boden fallen, und zwar genau dann, wenn man gerade dabei ist, einzuschlafen, Klonk, Klonkklonk.

Was es mit dem Kragen auf sich hat, siehe hier. (Aus Jungle World)

Songwriting
Wunderbar klare Gitarrenbegleitung

The Cave (Mumford and Sons cover)

Die Band um Sänger und Gitarrist Marcus Mumford fand sich 2007 in London zusammen und erspielte sich innerhalb eines Jahres so viel Popularität in der Folkszene, dass sie beim Glastonbury Festival 2008 auftreten durfte. „The Cave“ stammt vom Erstlingswerk „Sigh No More“, das im Oktober 2009 veröffentlicht wurde.

Hegel zum 250. Geburtstag
Die Liebe in der Betrachtung von Hegel

G-F-W. Hegel
Foto © Jakob Schlesinger – anagoria, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33762804

Hegel war der Denker des dialektischen Fortschritts und mit seine Überlegungen gelten auch in der heutigen Zeit.

Die Versöhnung der Gegensätze führt zu Hegels wichtigster Denkfigur, die Dialektik. Er er erklärt sie am Beispiel der Liebe so:

Da ist zunächst die Liebende als ein Ich. Das ist die These. Im Geliebten muss die Liebende sich vergessen, sich anpassen, gewissermaßen sich selbst negieren. Das ist die Antithese. Zugleich findet die Liebende in dieser Hingabe und Negation auf einer höheren Ebene zu sich. Sie wird erst durch den Geliebten ihrer selbst wirklich bewusst. Sie ist durch den anderen. Happyend der Synthese.

Zu seinem 250. Geburtstag gratulieren die AnStifter dem großen Denker und Sohn der Stadt Stuttgart. Seine Ideen sind immer wieder Gegenstand im philosophischen Café von Frank Ackermann.

Hilferuf
Just Human berichtet aus Athen – update

Just Human Foto Newsletter

Liebe humans,

verzweifelte Notrufe erreichen uns aus Athen. Ältere Menschen, Frauen mit Kindern, Familien – unzählige Menschen, die vorher in Moria oder anderen Flüchtlingslagern waren, leben jetzt ohne Schutz in Parks und auf den Bürgersteigen. Bitte hilf uns helfen.

Die AnStifter unterstützen die Aktionen von Just Human. Auch mit einer Veranstaltung im Württemberger Kunstverein (wkv) am 30. September, siehe hier. mehr…

Frauen im Rock XXI
Emilíana Torrini – der Norden meldet sich zurück

Emilíana Torrini - Sunnyroad (Live on KEXP)

Die 1977 in Reykjavík geborene isländische Sängerin Emilíana Torrini wuchs als Tochter eines aus Italien stammenden Gastwirts und einer Isländerin auf. Mit fünfzehn begann sie eine Ausbildung an einer Opernschule. Während Ferienaufenthalten bei Onkel und Tante in Mörfelden-Walldorf lernte sie Deutsch. Die auf ihren Reisen gewonnenen Eindrücke verarbeitete sie in selbstkomponierten, klar strukturierten Liedern.

Ihre aktuellen Songs sind spürbar weniger auf Kommerz getrimmt. Die Künstlerin lebt abseits des Rampenlichts und ist damit offenbar sehr glücklich.

Protest organisieren

Protestieren

Heute reicht es nicht mehr, die Flugblattpresse anzuwerfen, um für eine Demonstration zu werben. Auch Plakate erzielen nicht die gewünschte Reichweite. Wenn man sich die Demonstrationen zu „Black lives Matter“ und auch zu der jüngsten Corona-Demonstration ansieht, so wird schnell klar, die Mobilisierung erfolgt über Internetplattformen. Bei „Black lives Matter“ fand die Mobilisierung über die Instagram-Kanäle bekannter Mode-Influencerinnen statt. (Siehe z. B. hier).

Michael Ballweg, Kopf der Bewegung „Querdenken 711“ nutzt seit Beginn seiner Kampagne das Internet zur Mobilisierung. Und er verbreitert geschickt seine Basis: mehr…

Ein bewegender Brief aus Griechenland

Solidarität ist eine notwendige Voraussetzung für die Bewältigung traumatischer Erlebnisse.
Solidarität ist eine notwendige Voraussetzung für die Bewältigung traumatischer Erlebnisse. Eine Patenschaft ist wirksame Solidarität

Schon mehrfach berichteten wir an dieser Stelle von der Arbeit von „just human – Menschlichkeit grenzenlos“ mit geflüchten Frauen in Griechenland. Hier und hier nachzulesen. Diese Woche erreichte uns wieder ein Brief der mutigen Frauen. Der Brief im Wortlaut:

Liebe humans,
„Ich hatte das Gefühl, mich in einem Labyrinth zu bewegen“, berichtet Flora, unsere Mitarbeiterin im Maison Charlotte, über die ersten Kontakte mit Behörden für die Frauen im Maison Charlotte. Trotzdem hat sie schon viel erreicht. Erste Papiere sind genehmigt, zwei Frauen und ein Kind, die dringend medizinische Hilfe brauchten, hat sie ins Krankenhaus und zu Ärzt*innen begleitet, der Kühlschrank ist gefüllt, die Zimmer sind aufgeteilt und eine der Frauen ist sogar schon Teil eines internationalen Frauenfussballteams. mehr…

Frauen im Rock XX
Billie Holiday and the Story behind Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit (Live 1959)

Vor kurzem wurde an dieser Stelle „The Story behind Strange Fruit“ veröffentlicht. In dem Video erzählt die amerikanische Jazz-Sängerin Eva Schubert den Hintergrund zu dem Song „Strange Fruit“. Das von Abel Meeropol komponierte und getextete Lied gilt als eine der stärksten künstlerischen Aussagen gegen Lynchmorde in den Südstaaten der USA und als ein früher Ausdruck der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Der Ausdruck „Strange Fruit“ hat sich als Symbol für Lynchmorde etabliert.

Die Sängerin Billie Holiday machte das Lied mit ihrem Auftritt 1939 im Café Society in New York weltweit bekannt. Fortan sang sie es wie einen bitteren Schlussakkord am Ende ihrer Shows. Hier die deutsche Übersetzung: mehr…

Songwriting
Travis ist ganz großes Kino

Travis - Sing (Official HD Video)

1984 erschien der Meilenstein der Filmgeschichte „Paris Texas“ von Wim Wenders. Travis, die Hauptfigur des Films, wandert verwahrlost und ziellos durch eine weite texanische Landschaft. Fast verdurstet und auf der Suche nach etwas Trinkbarem kehrt er in eine vereinsamte Bar ein. In der Rolle des Travis glänzte Harry Dean Stanton. Es war eine seiner wenigen Hauptrollen. Er spielte ausdrucksstark den von Gedächtnisverlust geplagten Travis, der nach Jahren wieder mit seiner Familie zusammenkommt. Nach dieser Figur hat sich die schottische Band Travis benannt. mehr…

Mikis Theodorakis wird 95
Die AnStifter gratulieren von Herzen

Diese Woche feierte Mikis Theodorakis seinen 95. Geburtstag. Noch bis vor kurzem trat er auf. Hier bei einem der Auftritte dieses Giganten der griechischen Musik vor drei Jahren, als er noch einmal ein denkwürdiges Konzert gab.

Unvergessen seine Filmmusik zu „Z“ von Costa-Gavas. Der Film gilt als genrebildender Klassiker des politisch engagierten Kinos und kam 1969 in die Kinos. In dem Film werden die letzten Monate vor dem Sturz der Demokratie durch eine brutale Militärjunta lebendig. Z kommt vom neugriechischn Ζεί und heißt so viel wie “er lebt“. Das möchte man Mikis zurufen, wie er liebevoll von seinen Freunden genannt wird. mehr…

Frauen im Rock XIX
Meza – Eine Ausnahmegitarristin

Camila Meza "Traces" @ Jazz Standard

Von einem Freund, der seine Ohren immer wieder in ungewöhnliche Klänge steckt, bekam ich den Tipp zu dieser außergewöhnlichen Jazz-Gitarristin und Songwriterin:

Meza, mit vollem Namen Camila Meza Bernstein, wurde vor 35 Jahren in Chile geboren. Sie wurde musikalisch von Jazzgitarristen wie George Benson und Pat Metheny sowie von südamerikanischer Musik und Folk beeinflusst.

Seit 2009 lebt sie in New York. Dort studierte sie an der The New School Gitarre bei Peter Bernstein, Vic Juris und Steve Cardenas. Die New School steht in der Tradition der Verbindung von progressivem amerikanischem Gedankengut mit kritischer europäischer Philosophie und zählt zu den amerikanischen Hochschuleinrichtungen, die am stärksten von Emigranten geprägt wurden. Seit ihrem Studium arbeitete sie in der New Yorker Jazzszene. Sie leitet ein eigenes Jazz-Oktett, The Nectar Orchestra. Auf dem für Sunnyside Records 2016 aufgenommene Album Traces singt sie spanisch und englisch. Das Album erhielt zwei Independent Music Awards. Im Kritikerpoll des Down Beat war Meza 2018 als Rising Star in den Kategorie Gitarre und weiblicher Gesang nominiert.

Frauen im Rock XVIII
Katy Perry homosexuell oder aber homophob?

William Fitzsimmons i kissed a girl

Vielfalt wird auch in Stuttgart ganz groß geschrieben. Jedes Geschlecht hat seine Berechtigung. Das schlägt sich auch in der Musik nieder. Allerdings ist die Interpretation von William Fitzsimmon dieses Songs einfühlsamer als das Original. Er hat daraus eine wunderbare Ballade gemacht. Und er kann den Song als Mann singen und der Song macht Sinn. Was war der Hintergrund für Katy Perry, den Song zu schreiben?

Sie wurde zu dem Lied „I Kissed a Girl“ von Scarlett Johansson inspiriert, sagte sie. Sie öffnete eine Zeitschrift und sah ein Bild von Scarlett Johansson. „Mein Freund war dabei und ich sagte zu ihm, „Ganz ehrlich, wenn Scarlett Johansson jetzt zur Tür reinkommen und mit mir fummeln wollen würde, dann würde ich mitmachen. Ich hoffe, du findest das okay.“ Damit wollte sie nicht ihre sexuelle Orientierung wechseln.

Katy Perry - I Kissed A Girl (Official)
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Corona
Highnoon für Irrationalität

Wer glaubt, dass die „alternativen Medien“ zur Realität zurückkehren werden, der hat sich getäuscht. Es ist wenig wahrscheinlich. So hat sich für Ken Jebsen die Corona-Pandemie als Goldgrube erwiesen. Er selbst spricht davon, dass die Zugriffszahlen auf KenFM explodiert sind. Viele der von der Krise Gebeutelten sind zur leichten Beute seiner Demagogie geworden: z.B. die in ihrer Existenz bedrohten Selbständigen und Gewerbetreibenden, die von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit Betroffenen und Eltern, die von Schul- und Kitaschließungen betroffen waren. Und diese Vielen bringen Geld!

Das Geschäftsmodell von KenFM hat sich in der Krise verändert: Antiimperialistische Texte sind dort selten geworden, an ihre Stelle sind Beiträge von Libertären, Esoterikern, Anthroposophen und Impfgegnern getreten. Selbst ein Artikel über die „weibliche Ejakulation“ findet man inzwischen dort. Gebracht wird, was Klicks verspricht. Ein solcher Erfolg bringt Geld ein:
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Debatte
Für eine offene Streitkultur

Schlechte Ideen

„Schlechte Ideen können durch Entlarvung, Debatte und Überzeugung besiegt werden, nicht indem man versucht, sie zum Schweigen zu bringen oder sie sich weg wünscht“.

Wird man bestraft, wenn man unbequeme Standpunkte verteidigt? In einer Petition warnen 153 Intellektuelle – darunter Daniel Kehlmann und J.K. Rowling – vor einer Verelendung der Debattenkultur.  Hier der offene Brief im Wortlaut:

„Unsere Kulturinstitutionen stehen vor einer Prüfung. Heftige Proteste gegen Rassismus und für soziale Gerechtigkeit haben zu Forderungen nach einer Polizeireform und nach mehr gesellschaftlicher Gleichberechtigung geführt – an Hochschulen, im Journalismus, in den Künsten. Diese notwendige und überfällige Abrechnung stärkt aber auch moralische Einstellungen und politische Bekenntnisse, die jede offene Debatte und das Aushalten von Differenzen zugunsten einer ideologischen Konformität schwächen. Sosehr wir die erste Entwicklung begrüßen, so entschieden erheben wir unsere Stimme gegen die zweite. Die Kräfte des Illiberalismus nehmen weltweit Fahrt auf und haben in Donald Trump einen mächtigen Verbündeten, der die Demokratie ernsthaft bedroht. Aber Widerstand darf nicht – wie unter rechten Demagogen – zum Dogma werden. Die demokratische Inklusion, die wir wollen, kann nur erreicht werden, wenn wir uns gegen das intolerante Klima wenden, das überall entstanden ist. mehr…

Frauen im Rock XVa
Dixi Chicks nach 14 Jahren zurück!

The Chicks - March March

Schon einmal hatte ich über diese grandiose Frauenband berichtet.

Heute, am 17 Juli veröffentlichen die Chicks ihr neues Album „Gaslighter“. Vierzehn Jahre haben die Dixi Chicks kein Album veröffentlicht, nachdem sie von der Countryszene nach Kritik am Irak-Krieg von George W. Bush boykottiert wurden. Sogar Todesdrohungen sahen sich die drei Frauen aufgrund ihrer ablehnenden Haltung ausgesetzt.

Nun haben sie zur Unterstützung der Proteste gegen Rassismus und Benachteiligung von Schwarzen in den USA ihren Namen geändert: Aus Dixi Chicks wurde Chicks. Das Trio strich kurzerhand das „Dixie“ – ein Synonym für den alten Süden der USA wie am Donnerstag auf der Website der Band zu sehen war.
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Zum Geburtstag des Dalai Lama
Ein lächelnder spiritueller Führer

Dalai Lama
Foto: © Martin Kraft CC BY-SA 3.0

Heute feiert der Dalai Lama seinen 85. Geburtstag. Es ist ein Leben voller Lächeln und Sanftmut. Das war ihm nicht in die Wiege gelegt. Die Welt liebt sein Lächeln, also liebt sie auch ihn. Gäbe es eine Wahl zum sympathischsten Menschen der Welt wäre der lächelnde Dalai Lama der große Favorit. Sein Lächeln macht ihn scheinbar alterslos. Eigentlich sah er schon immer so aus wie heute, und wahrscheinlich ist er rein äußerlich auch in zehn Jahren um keinen Deut gealtert.
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Die VIELEN Baden-Württemberg
Ein Statement aus aus aktuellem Anlass

Die Vielen
Die AnStifter unterstützen Die Vielen. Sie wandten sich 2018 an die Öffentlichkeit. DIE VIELEN wollten damit den Zusammenhalt in Kunst und Kultur als Teil der Zivilgesellschaft gegen rechtspopulistische sowie völkisch-nationale Strömungen zum Ausdruck bringen. Angesichts der Corona-Krise wenden sie sich erneut an die Öffentlichkeit:

Wir, Die VIELEN Baden-Württemberg, nehmen die Ängste und Sorgen vor den ökonomischen Folgen der Pandemie sehr ernst. Gerade viele Kulturschaffende und Künstler*innen sind zum Teil in existentielle Not geraten. Wir sehen es dennoch als eine unserer Hauptaufgaben an, kritisch zu hinterfragen, warum die Reaktionen auf die Pandemie bereits existierende Ungleichheiten, Rassismus und diffuse Verschwörungsmythen offen legen. Diffuse Behauptungen und Rassismus dürfen keinesfalls die Antwort auf die Herausforderungen der Pandemie sein. Auch den “Normalzustand” wiederherzustellen ist nicht das Ziel, denn die Unsicherheit und die z.T. prekären Arbeitsbedingungen existierten bereits bei vielen Kulturschaffenden vor der Krise. Vielmehr müssen wir die Strukturen des Kunstbetriebs grundlegend neu verhandeln. mehr…