Die Skulptur von Peter Lenk
Endlich ist sie da

Peter Lenk Skulptur in Stuttgart
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Lange war die Aufstellung der Skulptur der „Schwäbische Laokoon“ des Bildhauers Peter Lenk umstritten. Nicht des Preises wegen. Ein Großteil der Kosten kam druch Spenden zustande. Lenk wollte die Skulptur der Stadt sogar schenken. Sein aus 150 Skulpturen bestehendes, satirisches Kunstwerk wollten die Regierenden nicht haben. Zumal wichtige damalige und heutige Politiker von der Lokalebene bis zu Bundesebene abgebildet sind. Lenk meint zu seiner Skulptur: „Der mythologische Laokoon konnte Troja nicht mehr warnen vor dem Trojanischen Pferd. Der schwäbische Laokoon (Kretschmann) will nicht mehr vor Stuttgart 21 warnen, weil er sich an das Volksbegehren gebunden fühlt.“ Der Ministerpräsident Winfried Kretschmann kämpft mit der ICE-Schlange. Nach Einbruch der Nacht, am 26. Oktober rollten zwei Tieflader sowie ein mobiler Schwerlastkran zum Stadtpalais und das in Einzelteile zerlegte Kunstwerk wurde auf den tonnenschweren Sockel montiert. Der Fotograf Martin Storz hat den Aufbau filmisch begleitet.

Nun kann die neun Meter hohe Figur von der Stadtgesellschaft betrachtet werden, die durch den Bahnhofsbau tief gespalten wurde. Es bleibt zu hoffen, dass durch gemeinsames Schmunzlen und Lachen diese wieder ein wenig zusammenfindet.

Über Seehoff Michael Maria

M. Seehoff schreibt über ungewöhnliche akustische Musik und zu bewegenden Ereignissen. Eventuell bringt die Musik auch die Seelen anderer AnStifter in Resonanz und lässt sie staunen (eine Hoffnung!). Auf dem Blog "Elsternest" erscheinen M's. Texte vor allem über kleine literarische Ereignisse in Stuttgart.