Frauen im Rock XIX
Meza – Eine Ausnahmegitarristin

Camila Meza "Traces" @ Jazz Standard

Von einem Freund, der seine Ohren immer wieder in ungewöhnliche Klänge steckt, bekam ich den Tipp zu dieser außergewöhnlichen Jazz-Gitarristin und Songwriterin:

Meza, mit vollem Namen Camila Meza Bernstein, wurde vor 35 Jahren in Chile geboren. Sie wurde musikalisch von Jazzgitarristen wie George Benson und Pat Metheny sowie von südamerikanischer Musik und Folk beeinflusst.

Seit 2009 lebt sie in New York. Dort studierte sie an der The New School Gitarre bei Peter Bernstein, Vic Juris und Steve Cardenas. Die New School steht in der Tradition der Verbindung von progressivem amerikanischem Gedankengut mit kritischer europäischer Philosophie und zählt zu den amerikanischen Hochschuleinrichtungen, die am stärksten von Emigranten geprägt wurden. Seit ihrem Studium arbeitete sie in der New Yorker Jazzszene. Sie leitet ein eigenes Jazz-Oktett, The Nectar Orchestra. Auf dem für Sunnyside Records 2016 aufgenommene Album Traces singt sie spanisch und englisch. Das Album erhielt zwei Independent Music Awards. Im Kritikerpoll des Down Beat war Meza 2018 als Rising Star in den Kategorie Gitarre und weiblicher Gesang nominiert.

Über Seehoff Michael Maria

M. Seehoff schreibt über ungewöhnliche akustische Musik und zu bewegenden Ereignissen. Eventuell bringt die Musik auch die Seelen anderer AnStifter in Resonanz und lässt sie staunen (eine Hoffnung!). Auf dem Blog "Elsternest" erscheinen M's. Texte vor allem über kleine literarische Ereignisse in Stuttgart.