Schutz der missliebigen Meinung

Eine jetzt veröffentlichte Kurzmeldung scheint dazu angetan, sich über die TAZ-Journalistin Hengameh Yaghoobifarah lustig zu machen. In vermeintlichem Widerspruch zu ihrer viel diskutierten Kolumne, hat sich die Journalistin über den Justiziar und die Chefredaktion der Tageszeitung nun an den Berliner Polizeipräsidenten mit der Bitte um Schutz gewendet. Laut Focus seien in der Redaktion der TAZ zahlreiche konkrete Bedrohungen fernmündlicher und schriftlicher Art eingegangen. Der Redaktion werden nun Beamte des Polizei-Abschnitts Checkpoint Charlie zwecks Schutz besondere Aufmerksam schenken. Gesellschaftlich ist dieser Umstand vollkommen normal, da entsprechende Maßnahmen in einer modernen Demokratie unabhängig von der Gesinnung der zu schützenden Person oder Personen erfolgen. Wie Frau Jaghoobifarah allerdings persönlich mit dem scheinbaren Widerspruch zwischen der von ihr geäußerten Meinung und der von ihr nicht zu verantwortenden Schutzbedürfigkeit umgeht, ist nicht bekannt und bedarf keines hämischen Kommentars.(b)

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