Rassismus
Debatte erreicht das Musikbusiness

Lady A
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Die Contry-Gruppe Antebellum reagiert auf die antirassistische Bewegung in USA und nennt sich um.“Antebellum“ entstammt der lateinischen Umschreibung für die Zeit vor einem Krieg. Charles gebraucht den Begriff während der Betrachtung von Fotos historischer Häuser, bei einer gemeinsamen Diskussion entscheiden sich die Drei für eine Verbindung mit „Lady“ – der Bandname steht. Weil der Name an die Zeit der Sklaverei in den USA erinnere, entschuldigt sich die Band via Instagram bei ihren Fans diese Woche und nennt sich fortan Lady A.:

Lady A
Die Countrymusiker haben ein herzliches Verhältnis zu Schwarzen

„Wir bereuen es und schämen uns, dass wir die Assoziationen dieses Wortes in Bezug auf die geschichtliche Periode vor dem Bürgerkrieg, einschließlich der Sklaverei, nicht bedacht hatten“, heißt es in der Stellungnahme der Band, die um Entschuldigung bittet für den Schmerz, der dies verursacht hat, bei allen, die sich „unsicher, ungesehen oder nicht wertgeschätzt“ fühlen.

Bandname bezieht sich auf den Antebellum-Architekturstil der Südstaaten

Tatsächlich habe sich die Band bei der Gründung vor 14 Jahren nach dem Antebellum-Architekturstil benannt. Dafür, dass die Erkenntnis des Schmerz verursachenden Bandnamens erst nach so vielen Jahren gekommen sei, habe die Gruppe „keine Entschuldigung“. Den neuen Namen Lady A verwenden Fans des Trios angeblich sowieso schon seit Beginn ihrer Karriere.

Quelle: Laut.de

Über Seehoff Michael Maria

M. Seehoff schreibt über ungewöhnliche akustische Musik und zu bewegenden Ereignissen. Eventuell bringt die Musik auch die Seelen anderer AnStifter in Resonanz und lässt sie staunen (eine Hoffnung!). Auf dem Blog "Elsternest" erscheinen M's. Texte vor allem über kleine literarische Ereignisse in Stuttgart.