Harald Pickert
Tell me about yesterday tomorrow

Tortur am Elektrozaun: x-mal Kniebeuge ...
Tortur am Elektrozaun: x-mal Kniebeuge …
häufige Morgenschandtat: Verbrennungstod durch den Starkstrom

Der Maler, Grafiker und Verleger Harald Pickert (1901 – 1983) verbrachte sechs Jahre seines Lebens in unterschiedlichen Konzentrationslagern. Aufgrund seiner offenen Kritik am nationalsozialistischen Regime wurde er 1939 aus politischen Gründen inhaftiert. Nach seiner Befreiung aus dem KZ Dachau 1945 hielt er seine Schreckenserfahrungen und Traumata in Zeichnungen fest.

Im Kontext der Ausstellung „Tell me about yesterday tomorrow“ sind einige Arbeiten aus Pickerts Zyklus „Die Pestbeulen Europas. Naziterror in Konzentrationslagern, 1939-45“ ausgestellt. Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München, präsentiert im Rahmen einer Ausstellung im ersten Stock im Lichthof Nord weitere Arbeiten aus dem Werkzyklus, darunter Vorzeichnungen. Die Eröffnung der Ausstellung zu den Zeichungen erfolgte am 30. Mai 2020 (online). Grußworte von Christian Fuhrmeister (Zentralinstitut für Kunstgeschichte), Nicolaus Schafhausen (Künstlerischer Leiter der Ausstellung „Tell me about yesterday tomorrow“) und Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum München):

Grußworte zur Eröffnung der Ausstellung HARALD PICKERT "Die Pestbeulen Europas"

Die Ausstellung ist vom 2. Juni 2020 bis zum 29. Juli 2020 jeweils Mo – Fr 10 – 18 Uhr zugänglich. An Wochenenden und Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Über Seehoff Michael Maria

M. Seehoff schreibt über ungewöhnliche akustische Musik und zu bewegenden Ereignissen. Eventuell bringt die Musik auch die Seelen anderer AnStifter in Resonanz und lässt sie staunen (eine Hoffnung!). Auf dem Blog "Elsternest" erscheinen M's. Texte vor allem über kleine literarische Ereignisse in Stuttgart.