Auschwitz-Appell
Landespressekonferenz am 27. Januar 2020

Landespresseschau

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau stellen die AnStifter einen Appell vor, der die Bundesregierung auffordert, dauerhaft die Gedenkstätten in Auschwitz-Birkenau durch finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die AnStifter befürchten, dass die Gedenkstätten und die Museen existenziell bedroht sein könnten. Angesichts dieser Gefahr haben die AnStifter den „Auschwitz-Appell“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Schon im Rahmen der Vorbereitungen, bei denen prominente Unterstützer gesucht wurden, erfuhr der Appell hohe Aufmerksamkeit. Bis zum 27. Januar 2021 wollen die AnStifter mindestens 100.000 Unterschriften sammeln. Peter Grohmann sagt dazu: „So soll die Gesellschaft öffentlich Farbe bekennen. Mit dem Appell und der Aktion kann ein Netzwerk der Bürgergesellschaft entstehen, das alle Kultur und alle Politik kritisch hinterfragt, ein Netzwerk der Vielen und der Initiativen der Zivilgesellschaft, der Verbände, der Schulen und Universitäten, das Impulse in die Betriebe, Verwaltungen und in die Öffentlichkeit trägt.“

Auschwitz darf nie eine Frage des Geldes werden, betont Peter Grohmann. Als „Nation der Täter“ können wir trefflich darüber streiten, welche Form des Gedenkens angemessen ist. Auschwitz ist Teil der deutsche Geschichte und wirft Fragen auf. Debatten, Auseinandersetzungen und intensiver Beschäftigung mit der Vergangenheit.

Die AnStifterin und Mitinitiatorin des Appells, Monika Kneer, führt dazu aus, dass die Initiatoren des Auschwitz-Appells versucht haben, „bekannte Erstunterzeichner aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu gewinnen: Menschen aus Kunst und Kultur, aus Funk und Fernsehen, Politik und Gewerkschaftsarbeit, Landtagen und Gemeinderäten, Kirchen, Verbänden und Hochschulen und allen voran Menschen, die schon jahrelang in der Erinnerungsarbeit aktiv sind.“

Hermann Zoller, Pressesprecher / M. Seehoff

Über Seehoff Michael Maria

M. Seehoff schreibt über ungewöhnliche akustische Musik und zu bewegenden Ereignissen. Eventuell bringt die Musik auch die Seelen anderer AnStifter in Resonanz und lässt sie staunen (eine Hoffnung!). Auf dem Blog "Elsternest" erscheinen M's. Texte vor allem über kleine literarische Ereignisse in Stuttgart.