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Der gescheiterte Antifaschismus der DDR

Aus gegebenem Anlass (Tagung zu Rechtsentwicklung am 16. November im Hotel Silber und Berichtestattung in der KONTEXT Nr. 449 zu Rechtsextremismus), möchte ich auf einen kürzlich hier veröffentlichten Beitrag verweisen, der über einen Vortrag im Hospitalhof berichtetet, den ich im eben dort gehört habe:

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Folgen und aktuelle Anforderungen für eine emanzipatorische Politik 30 Jahre nach dem Mauerfall
Vortrag von Harry Waibel, gehalten am 23. Oktober 2019 in Stuttgart

Der Antifaschismus ist nicht nur als würdevolle Erinnerung und als lebendige Geschichtslektion zu verteidigen, sondern er muss gerade dort einer kritischen Analyse unterzogen werden, wo er versagt hat. In der DDR gab es Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus, die von der Politik, den Medien und den Sicherheitsorganen bis Ende 1989 öffentlich verschwiegen und vertuscht wurden. Damit scheiterte der Antifaschismus der deutschen Kommunisten, nach dem ersten Scheitern des Antifaschismus gegenüber der NSDAP, in der DDR zum zweiten Mal. Welche Voraussetzungen und Bedingungen hat emanzipatorischer Antifaschismus heute?

(Wiedergabe hier mit Autorisierung des Mitveranstalters)

(mir) [мир]

Über Seehoff Michael Maria

M. Seehoff schreibt über ungewöhnliche akustische Musik und zu bewegenden Ereignissen. Eventuell bringt die Musik auch die Seelen anderer AnStifter in Resonanz und lässt sie staunen (eine Hoffnung!). Auf dem Blog "Elsternest" erscheinen M's. Texte vor allem über kleine literarische Ereignisse in Stuttgart.