§219a
Erste Verurteilung nach Novellierung

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Bettina Gaber ist Ärztin. Weil sie auf ihrer Website über verschiedene Formen von Schwangerschaftsabbruch informiert hat, wurde über sie im Juni diesen Jahres von einem Gericht in Berlin ein Urteil verhängt, das nun rechtskräftig geworden ist.

 

2000 Euro soll sie bezahlen oder 10 Tage ins Gefängnis gehen. Nach der Novellierung des Paragraphen 219a ist Bettina Gaber die erste in dieser Sache verurteilte Medizinerin. Der besagte Paragraph erlaubt es Ärzten und Ärztinnen, über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren, aber nur durch die Verlinkung zur Website der Bundesärztekammer oder durch entsprechende Zitate mit Quellenangabe. Nicht erlaubt sei es, dass Ärzte und Ärztinnen sich diese Information auf ihrer Homepage zu eigen machen, so das Berliner Amtsgericht. Ähnlich wie die Gießener Ärztin Kristina Hänel erwägt nun auch Bettina Gaber eine Verfassungsbeschwerde.

Auf der Seite von Fr. Gaber wurde auch ein weniger bekannter medikamentöser und narkosefreier Abbruch angeboten.

Quelle: FAZ

Über Burkhard Heinz

Ich bin seit vielen Jahren geschäftsführender Gesellschafter des Medienbeobachtungsunternehmens mediatpress®. Die von mir verfassten Beiträge beschäftigen sich mit den Themen Medien, Kommunikation und Journalismus. Artikel, die auf dieser Website zu lesen sind und nicht von mir stammen, geben nicht immer auch meine Meinung wieder. Anders ist das auf meinem eigenen Blog.

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