Die reale Welt wird in die digitale gequetscht

Social Media

Immer mehr halten sich die Menschen in den virtuellen Welten auf. Was vor einem viertel Jahrhundert noch das Fernsehen war, ist längst vom Internet verdrängt worden. Vor allem, das es seit 2007, mit der Einfühung des ersten iPhone von Apple, nun immer zur Verfügung steht, wo man geht und steht. Durch den permanent mitgeführten Internetzugang löste dies einen Wandel im Internet-Nutzungsverhalten aus, insbesondere bei sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter.

Eine von der Postbank durchgeführte Jugend-Digitalstudie 2019, für die im April und Mai 1.004 jugendliche Deutsche zwischen 16 und 18 Jahren repräsentativ befragt wurden, ermittelten folgendes:

An einem typischen Tag sind deutsche Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren ganze 9 Stunden und 42 Minuten online. Auf alle Wochentage verteilt sind es rein rechnerisch 8 Stunden und 17 Minuten. Da auch in der digitalisierten Lifestylewelt der Tag nur 24 Stunden hat, bleiben für Arbeiten/Lernen und Schlafen jeweils nur knapp 8 Stunden. Und da werden dann auch noch Essen, Fitnessstudio und Chillen im Club irgendwie hineingequetscht.

Dieses Studienergebniss über die Smartphone-Nutzung bei Jugendlichen, kann man gut mit seinem eignen Verhalten vergleichen. Auch die im Berufsleben stehenden Generationen nutzen das Smartphone exzessiv, so dass es bei einigen sogar in Folge zum Burnout kommt. Signifikante Unterschiede wird es wahrscheinlich bei den Inhalten geben, die Jugendlichen anschauen und die 25 – 45jährigen anschauen. Aber das ist kein neues Phänomen.

 

Über Maria Seehoff

M. Seehoff schreibt über ungewöhnliche akustische Musik und zu bewegenden Ereignissen. Eventuell bringt die Musik auch die Seelen anderer AnStifter in Resonanz und lässt sie staunen (eine Hoffnung!). Auf dem Blog "Elsternest" erscheinen M's. Texte vor allem über kleine literarische Ereignisse in Stuttgart.