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Kein Nelly-Sachs-Preis für Kamila Shamsie

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Ein Kommentar: „Das einzig Richtige getan“:

Der Nelly-Sachs-Preis wird nicht an die Autorin Kamila Shamsie vergeben. Als Grund gab die Jury die Unterstützung Shamsies für die isralkritische BDS-Bewegung an. Eine richtige Entscheidung, findet Michael Köhler, wenn auch etwas spät.

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"Mir" ist ein Pseudonym. Ein Personalpronomen. Alle Beiträge von "Mir" geben nicht die Meinung der Anstifter und oft sogar noch nicht einmal meine eigene wieder. Ganz anders ist das auf dem Blog textbewegt. Aber da schauen Sie jetzt besser nicht vorbei!

1 Gedanke zu „Zur Diskussion: Kein Nelly-Sachs-Preis für Kamila Shamsie

  1. Es ist zu begrüßen, dass meine Vaterstadt diesen Preis, der nach der Jüdin Nelly Sachs benannt wurde, nicht an eine Autorin vergeben hat, die aktiv die BDS Kampagne unterstützt und ihre Bücher in Israel nicht veröffentlichen will. Man stelle sich mal einen Moment lang die Meldungen im In- und Ausland vor: ‚Dortmund ehrt Antisemitin!‘ Stadt, Land und Bund wären blamiert.

    Kamila Shamsie nun hat ihre Unterstützung für den BDS noch einmal bekräftigt und ihrem Verleger geschrieben, dass sie natürlich gerne auch ins Hebräische übersetzt würde, doch dafür keinesfalls mit Organisationen, sprich Verlagen, zusammenarbeiten möchte, die in irgendeiner Weise mit dem israelischen Staat verbunden sind. Zweifelsfrei kämen dafür pakistanische oder iranische Verlage infrage, aber ob die Übersetzungen ins Hebräische finanzieren wollen, ist fraglich. Welch ein Hohn!

    Fraglich ist in diesem Zusammenhang, ob jede Musikcombo, die mal den BDS-Aufruf unterschrieben hat, mit Auftrittsverbot belegt werden sollte.

    Zuletzt stand Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp in der Kritik. Ihr drohte der Rausschmiss, weil sie im Sommer 2018 die BDS unterstützende Hip-Hop-Band Young Fathers einlud. Eine eher unbekannte Band, die gerade mal 3 Studioalben veröffentlich hat. Da kann man schon zu dem Schluss kommen: Hier wird mit Kanonen auf Lerchen geschossen.

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