Eine Pro-Palästina-Kundgebung mit gefährlicher Nähe zum Antisemitismus

Gegen Antisemitismus

Den Auftritt zweier Rapper vor dem Brandenburger Tor am Mittwochabend wurde von der Innensenatsverwaltung kurzerhand verboten. Hintergrund: Die Musiker bedienen in ihren Liedern und Videos klassische, antisemitische Vorurteile und verwendeten eine nicht hinnehmbaren Vernichtungsrhetorik. Die Rapper Shadi Al-Bourini und Shadi Al-Najjar wollten auf einer Pro-Palästina-Kundgebung auftreten. Die Veranstaltung war mit großen Auflagen genehmigt worden. Es darf zum Beispiel keine Aufrufe zu Gewalt geben. Auch Fahnen oder Puppen dürfen nicht verbrannt werden. Die Songs der Rapper enthielten sowohl israelfeindliche als auch antisemitische Aussagen, begründete ein Innensenatssprecher. Das habe eine Auswertung der öffentlich verfügbaren Texte ergeben. „Wir sehen auch Ansätze zur Volksverhetzung. Das Existenzrecht Israels wird darin in Frage gestellt.“

Über Michael M.

Michael M. schreibt über ungewöhnliche akustische Musik und zu Ereignissen, die ihn besonders bewegen und andere AnStifter anregen könnten. Auf seinem eigenen Blog schreibt er vor allem über die kleinen literarischen Ereignisse in Stuttgart.

2 Gedanken zu „Eine Pro-Palästina-Kundgebung mit gefährlicher Nähe zum Antisemitismus

  1. Also ich hätte ja immer gern faktenbasierte Infos und nicht vom Hören-sagen-Kommentare, die -einen kurzen RechercheBlick- alle genauso mit ‚hätte, sollen‘ etc pp weitergegeben werden.

    Gelacht habe ich bei diesem überall zitierten Satz:
    „Auch der frühere Grünen-Abgeordnete Volker Beck übte Kritik: „Vor dem Brandenburger Tor dürfen keine Terrorverherrlicher auftreten.““
    Das Brandenburger Tor ist mehrfach von Terrorverherrlichern ‚betreten‘ worden! Nur: sie gehörten zur guten WWG.

    1. Offensichtlich wurde hier ein anderswo zum Thema erschienener Artikel gelesen. In oben stehendem Text kommen Formulierungen mit ‚hätte, sollen‘ nicht vor, ebenso wurde V. Beck nicht zitiert.

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