Summer in the City
Skateboardcontest im Stadtpalais

Ein außergewöhnliches Event findet im Stadtpalais, der ehemaligen Stadtbibliothek statt. Das ehrwürdige Gebäude, dessen mehrjähriger und sehr umfangreicher Umbau erst vor etwas mehr als einem Jahr abgeschlossen wurde, würde, ähnlich wie das Landesmuseum einige Meter entfernt, um diese Jahreszeit wohl unter spätsommerlicher Besucherarmut leiden. Wenn nicht alles ganz anders wäre.
Der Direktor der Einrichtung, so erklärt mir eine Bedienstete in der Eingangshalle, wäre sehr offen für Neues und würde vor Unüblichem nicht zurückschrecken.

Und wohl auch aus diesem Grund findet heute im Stadtpalais bereits zum zweiten Mal ein Skateboardcontest statt, bei dem am Ende feststeht, wer der beste Skateboarder ist. Angereist seien die Teilnehmer aus ganz Deutschland, so sagt man mir.

Aufgebaut vor dem Haupteingang ist eine riesige, hölzerne Rampe, die die breite Eingangstreppe vollständig verdeckt und bis ins Foyer reicht. Von hier starten die meist männlichen Jugendlichen und zeigen im ersten „Head“ ihre Sprungtechnik, für die im oberen Bereich der Rampe auf beiden Seiten längs zwei Möbel installiert wurden, die an etwas überdimensionierte Sitzbänke erinnern und deren Kante recht gut dazu geeignet ist, mit dem Skateboard daran entlang zu „sliden“. Vielen gelingt dies nicht sehr gut, andere legen Sprünge hin, für die die zahlreichen Zuschauer:innen spontanen Zwischenapplaus spendieren und ihre Zustimmung rufend kundgeben. Die Musik ist laut, zwischendurch hört man kurze Ansagen aus der Jury.
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Ich freue mich, dass dieser Ort um diese Zeit so lebendig ist und dass niemand sich aufzuregen scheint, dass die jungen Leute sogar innerhalb des Stadtpalais mit ihrem Skateboard ihre Bahnen ziehen und ihre Sprünge üben. Der Boden hier ist phantastisch und außer den mit Holz verkleideten Säulen gibt es nichts, was diesen Spaß einschränken könnte.

Die freundliche Dame, die mir liebenswürdig Auskunft über das Event gab, meinte dazu, dass der Boden im Foyer nach dem Spektakel 2018 etwas anders aussah, als normalerweise. Es reichte aber, ihn wieder aufzupolieren. Beschädigt worden war im letzten Jahr nichts.

siehe auch: https://business.facebook.com/stadtpalaisstuttgart/

Über Mich

"Mich" ist ein Pseudonym, das eigentlich "Mir" heißen sollte. Als Personalpronomen. Aber da ist mir der Akkusativ mit dem Dativ durchgegangen. Alle Beiträge von mir - also von "mich" - geben nicht die Meinung der Anstifter und oft sogar noch nicht einmal meine eigene wieder.