Aha
Freifunk statt kommerzielle Hotspots

Kostenlose Hotspots für die Datenübertragung, Chats, für billige Telefonate und kleine Videokonferenzen gibt es in großen Einkaufszentren, in Cafés, in der S-Bahn, im Zug und hier und da. Die Bemerkung „ungesichertes Netzwerk“ ist nichts, was glücklich macht; die oft erforderlichen Anmeldeprozeduren nerven. Betreiber werden darüber hinaus „ordentlich“ zur Kasse gebeten auch wenn sie juristische Konsequenzen seit Abschaffung der „Störerhaftung“ nicht mehr so sehr fürchten müssen.

Rechtssicher, kostengünstig und ohne Registrierung geht es allerdings auch per Freifunk. Freifunk ist außerhalb des eigenen Zuhauses der direkteste Zugang zum Internet. Auch wenn man innerhalb eines angeschlossenen Vereins als Nutzer zu einem anderen Router wechselt, muss man sich nicht ständig neu anmelden.

Freifunk-Router sind wie bei anderen Hotspots für diese besondere Funktion abgestellte und konfigurierte Router, die aber wesentlich billiger in der Anschaffung und schon für unter 40 EUR zu haben sind. Der Router benötigt vor allem die Freifunk-Software und den Anschluss zum Beispiel zur Fritzbox. Aufstellen kann so einen Hotspot jeder. Besondere Verträge gibt es nicht. Aus diesem Grund wird der Betreiber auch über keine IP-Adresse identifizierbar, denn diese wird von der Freifunk-IP-Adresse des Freifunk-Routers überschrieben.

Es sind die Mitglieder der Freifunk-Vereine, die sich um die Infrastruktur kümmern und sie am Laufen halten. Sie arbeiten ehrenamtlich. Geringe Kosten werden nur durch die Freifunk-Server erzeugt, die mit 10 EUR/Jahr/Freifunk-Router aber sehr übersichtlich bleiben und von den Betreibern und Betreiberinnen freiwillig bezahlt werden.

„Trotz Förderung durch die Bundesregierung bauen die kommerziellen Netzbetreiber hauptsächlich dort aus, wo es sich für sie wirtschaftlich lohnt oder zusätzlich Geld aus der Kommune im Topf landet. Insbesondere Menschen in kleinen Dörfern und Siedlungen bleiben da meist außen vor, doch Freifunker können hier helfen: Während Netzbetreiber oft auf unkonventionelle Ausbauwege verzichten, sind viele Freifunker offen für günstig und ehrenamtlich installierte Verbindungen.“

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Heise Online
Freifunk Stuttgart

 

Über Burkhard Heinz

Ich bin seit vielen Jahren geschäftsführender Gesellschafter des Medienbeobachtungsunternehmens mediatpress®. Die von mir verfassten Beiträge beschäftigen sich mit den Themen Medien, Kommunikation und Journalismus. Artikel, die auf dieser Website zu lesen sind und nicht von mir stammen, geben nicht immer auch meine Meinung wieder. Anders ist das auf meinem eigenen Blog.