Automatisches Fahren

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Seitdem die Menschheit weiß, dass es leichter ist eine gute Schachspielerin als eine gute Autofahrerin zu sein, kann man sich vorstellen, dass es total cool sein muss, ohne selbst am Steuer zu sitzen, sich vom eigenen Auto zur Arbeit fahren zu lassen, statt den Autobus zu nehmen.

Ähnlich wie das Auto in der Vergangenheit das Zusammenleben der Menschen, deren Klima, deren Städte und Dörfer und deren Selbstwertgefühl bestimmt hat, soll das Auto, um sich überhaupt in Zukunft selbständig fortbewegen zu können, über alles in seiner Nähe informiert werden.

Das Modell nennt sich Car2X, was nichts anderes heißt als „Alles zum Auto“.

Dem Auto wird also zum Beispiel mitgeteilt, ob die irgendwie „ganz falsch laufende“ Fußgängerin eine Rechtsschutzversicherung hat, oder ob deren Verhalten algorithmisch als insignifikant einzustufen ist – einschließlich des Risikos, bei einer „Begegnung“ den Lesefluss oder das In-der-Nase-Popeln der Autoinsaßen zu unterbrechen.

Erste Projekte laufen bereits in Wolfsburg. Ein Abschnitt einer dortigen Hauptverkehrsstraße ist mit 10 Ampeln von Siemens ausgestattet, deren Status digital an Testfahrzeuge von VW übermittelt wird. Demnächst sollen zwei Straßenkreuzungen mit Radar ausgestattet werden, damit Fußgängerinnen und Radfahrerinnen auch bei Tageslicht, Nebel, Dunkelheit, während der Rushhour, morgens, mittags, abends, zur Ferienzeit, zur Weihnachtszeit, zu Ostern und bei Vollmond für voll genommen werden.

Dabei kommen allen Ernstes Situationen wie die Folgende zustande: Die Ampel erkennt das Fahrrad und kann bei Bedarf den Autofahrer warnen.

Über Mich

"Mich" ist ein Pseudonym, das eigentlich "Mir" heißen sollte. Als Personalpronomen. Aber da ist mir der Akkusativ mit dem Dativ durchgegangen. Alle Beiträge von mir - also von "mich" - geben nicht die Meinung der Anstifter und oft sogar noch nicht einmal meine eigene wieder.