Studie
Facebook und die Reaktion

Jetzt veröffentlicht der Spiegel die Ergebnisse einer von Trevor Davis, George-Washington-Universität, durchgeführten Studie. Hier die Zusammenfassung der Ergebnisse:

Im März dieses Jahres wurden Facebook-Beiträge der den Nationalsozialisten nahe stehenden und im Bundestag vertretenen Partei beinahme 2 Millionen Mal geteilt, während die Beiträge der Partei „die Linke“ weniger als 100.000 Mal geteilt wurden. Die Sozialdemokraten und die Unionsparteien kommen in diesem Ranking kaum vor, fallen auf sie zusammen doch weniger als 3% der Shares von Beiträgen politischer Parteien. Die mit dem Nationalsozialismus sympathisierende Bundestagspartei setzte im März pro Woche ca. 4.000 Foto-Post ab, wöhrend Linke und FDP nur in Ausnahmefällen die wöchentliche Tausendermarke überschritten. Es ist dann auch nur normal, dass die Vogelschiss-Partei bei der Anzahl der Facebookseiten mit 1.500 – vor SPD mit 1.400 und Union mit 1.000 – unter den Bundestagsparteien den ersten Platz einnimmt. Die These, dass die rückwärts gewandten Kräfte besser mit den so genannten „neuen Medien“ umgehen gibt vielleicht andersherum auch Sinn: wenn 85% der auf Facebook geteilten Parteien-Inhalte von den Rechtsnationalen stammen, dann heißt das doch auch, dass Facebook besser mit den rückschrittlichen Parteien umgeht.

https://www.spiegel.de/plus/warum-die-afd-auf-facebook-so-erfolgreich-ist-a-00000000-0002-0001-0000-000163612064

https://www.tagesspiegel.de/politik/afd-erfolg-auf-facebook-das-ist-gigantisch-und-macht-mir-angst/24261096.html

https://www.welt.de/politik/deutschland/article192491305/AfD-ist-auf-Facebook-die-wirkmaechtigste-deutsche-Partei.html

 

Über Mir

"Mir" ist ein Pseudonym. Ein Personalpronomen. Alle Beiträge von "Mir" geben nicht die Meinung der Anstifter und oft sogar noch nicht einmal meine eigene wieder. Ganz anders ist das auf dem Blog textbewegt. Aber da schauen Sie jetzt besser nicht vorbei!

2 Gedanken zu „Studie: Facebook und die Reaktion

  1. Eine Anmerkung zu den guten Artikel, der die Ergebnisse griffig zusammenfasst:
    Ich halte es für problematisch, die AfD
    als „mit dem Nationalsozialismus sympathisierende Bundestagspartei“ zu bezeichnen. Rechtspopulistische Partei ist o.k.
    Ansonsten kann man festhalten, dass die Strategie bürgerlicher und vor allem auch linker Kräfte im Internet desaströs sind. Das gilt leider auch für die diversen Internetkanäle der AnStifter. Neben der Homepage, die quasi die Visitenkarte einer Institution ist, gilt das vor allem auch für die Facebook-Seite. Hier trifft (leider) die oben zitierte Analyse voll zu. Das sollte uns zu denken geben.

    1. Liebe Lerche, danke für Deinen Kommentar. Du sagst, dass Du die im Text verwendeten Bezeichnungen problematisch findest, begründest dies aber leider nicht. Ich habe versucht dem Umstand Rechnung zu tragen, dass diese Partei zu selten als das bezeichnet wird, was sie praktisch ist. Es geht sogar soweit, dass ich die offizielle Abkürzung für einen Euphemismus halte, hinter dem bestimmte Äußerungen den Anschein bekommen, Äußerungen einer normalen Partei zu sein.

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