Andreas Scheuer macht seinem (Be)Namen(t) alle Ehre

Andreas Scheuer und Greta Thunberg
Fotos: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de und Anders Hellberg CC BY-SA 4.0

Während in Berlin 25.000 Schüler für den Klimawandel demonstrierten, präsentiert Minister Scheuer sein Papier zum Klimaschutz. Er präsentiert einen Vorschlag mit der Kernbotschaft (auf einer Seite!!):

Die deutschen Klimaziele für 2030 lassen sich erreichen, ohne die Mobilität einzuschränken. Na, da schau her. Er präsentiert darin alte Kamellen:
Kaufprämien für Elektroautos finden sich darin, oder Steueranreize für „klimafreundliche Dienstwagen“. Auch die Förderung für die bisher unzureichende Ladeinfrastruktur für Elektroautos soll ausgeweitet werden.

Und dann: Das Ministerium will mehr Geld für die Schiene und den öffentliche Nahverkehr. Außerdem soll der Radverkehr gestärkt werden. Bislang hat das ihm unterstellte Ministerium dazu noch keine konkreten Zahlen geliefert und es bleibt abzuwarten, ob Minister Scheuer seine Arbeitskraft weiter in die Rettung der deutschen Autoindustrie und damit den motorisierten Individualverkehr steckt oder in wirkliche Alternativen dazu. Man male sich nur einmal aus: das Heer der in der Automobilindustrie beschäftigten Ingenieure arbeitete sich an Fragen des öffentlichen Verkehrs ab. Welch kreative Lösungen könnten da entwickelt werden!

Wahrscheinlich glaubt der Katholik Andreas Scheuer, mit Weihrauch und Weihwasser die Klimaziele zu erreichen. Voodo lehnt er als gläubiger Christ sicher ab. Ob es hilft? Warten wir es (nicht) ab.

Über Maria Seehoff

M. Seehoff schreibt über ungewöhnliche akustische Musik und zu bewegenden Ereignissen. Eventuell bringt die Musik auch die Seelen anderer AnStifter in Resonanz und lässt sie staunen (eine Hoffnung!). Auf dem Blog "Elsternest" erscheinen M's. Texte vor allem über kleine literarische Ereignisse in Stuttgart.