G20-Gipfel
„Yes, we camp!“

… schreien Aktivisten auf dem Hamburger Rathausmarkt. Sie tauchen wie aus dem Nichts auf und beginnen in der Mitte des Platzes Wurfzelte aufzuspannen. Ein Aktivist proklamiert die neuen Menschrechte: „Essen, schlafen, duschen!“

Protestaktivitäten in Hamburg

Mit dieser Aktion wird auf ein Geschehen wenige Kilometer weiter östlich aufmerksam gemacht. An der Alster schwenken Demonstranten friedlich bunte Luftballons. Ganz anders die Lage am Elbpark Entenwerder. Hier herrscht Anspannung, nachdem die Polizei den Aufbau eines Übernachtungscamps von G20-Gegnern gestoppt hat. Doch je mehr Verbote ausgesprochen werden, umso kämpferischer geben sich die Gipfelgegner.

Und die Obdachlosen? Was passiert mit ihnen in dem ganzen Tumult? Der zuständige Bezirk rät dazu, nicht in „stark überwachten Zonen“ Platte zu machen. Bleibt die Frage: wohin dann?

Der Autor, der lange im Sternschanzenviertel gelebt hat, liest in der Reportage der Zeit, dass hier und im angrenzenden Karolinenviertel viele Geschäfte die ganze Woche aus Angst vor Ausschreitungen schließen. Wir dürfen gespannt sein, wie der Protest sich artikuliert.

2 Gedanken zu „G20-Gipfel: „Yes, we camp!“

  1. … wenn die Polizei so weitermacht, gibt es einen spannende Woche!
    Und schau: Gefährliche Anwälte? Hamburger Polizei greift freie Advokatur an
    Die Hamburger Polizei greift im Rahmen der rechtlichen Auseinandersetzungen um die Proteste gegen den G20-Gipfel die freie Advokatur und damit ein tragendes Prinzip des Rechtsstaates an. In einem verwaltungsgerichtlichen Verfahren vertritt die Behörde die Auffassung, die Mitgliedschaft von Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen im RAV (Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein) sei Indiz für eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. (…) Die Wahl des Anwalts wird so zur Gefahrenprognose herangezogen. Hierdurch werden Grundregeln des Rechtsschutzes außer Kraft gesetzt.
    Quelle: RAV

  2. Afrika beim G20-Gipfel Für die Ärmsten ist im „Merkel-Plan“ kein Platz

    Afrika besprechen die G20 nur, wenn Ärger droht. Diesmal sollen afrikanische Musterländer mit Wirtschaftsförderung bedacht werden. Ein Plan, der an den Ärmsten glatt vorbeigeht.

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