Bundestagswahl
Lesen, lesen, lesen

Sascha Lobo schreibt in seiner Kolumne über die falsche Statistik im Regierungsprogramm:

   „Nirgendwo werden mehr Bücher geschrieben und gelesen als bei uns. … Kreative müssen auch im digitalen Zeitalter von ihrer geistigen Leistung leben können.“ (CDU/CSU)

Er führt dazu aus:

Es mag nur ein Detail sein, aber ein verräterisches. Denn der Satz mit den Büchern – stimmt einfach nicht. In Deutschland werden im Jahr knapp über 90.000 Bücher veröffentlicht. In China sind es 440.000. Und pro Kopf gerechnet sind die Briten mit weniger Einwohnern, aber doppelt so vielen veröffentlichten Büchern Buchweltmeister. Ähnliches gilt für das Lesen: Deutsche verbrachten 2005 fünfeinhalb Stunden in der Woche mit Lesen. China liegt bei acht, Thailand bei über neun und Indien deutlich über zehn Stunden. Und wer falsche Statistiken in sein Regierungsprogramm schreibt, der macht einer von mir ausgedachten Untersuchung zufolge zu 72,9 Prozent auch falsche Politik.

Frage: Wann haben Sie das letzte Mal ein Buch gelesen?

PS: Der Autor hat sich gerade für seine anstehende Reise in das Land seiner Großmutter mit Literatur aus Polen eingedeckt. Geliehen in der StaBi Stuttgart. Er versucht, den Leseschnitt damit zu erhöhen.

Lesefutter