La République en marche?

Emmanuel Macron
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Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron läuft nicht über Wasser. Er, der als neuer Heilsbringer gefeiert wird, hat einen überwältigenden Sieg bei den Parlamentswahlen eingefahren, glaubt man den ersten Hochrechnungen nach Schließung der Wahllokale: verschiedene Institute sehen für Emmanuel Macrons „La République en marche“ und die verbündete „MoDem“ Partei im zweiten Wahlgang 355 bis 425 der 577 Sitze voraus. (Am Montag genauere Zahlen.)

Aber kann man wirklich von „La République en marche“ sprechen, angesichts einer Wahlbeteiligung von ca. 42 %? (Bei 47 Millionen Wahlberechtigten haben somit ca. 20 Millionen Franzosen „La République en marche“ gewählt.)

Mit dieser komfortablen Mehrheit könnte Emmanuel Macron sein ambitioniertes Reformprogramm im Parlament durchbringen. Noch in diesem Monat will die Regierung eine umstrittene Lockerung des Arbeitsrechts auf den Weg bringen. Schauen wir mal, in Frankreich hat das Volk auf der Straße schon so manche Regierung zu Zugeständnissen gezwungen, die Franzosen sind stark im Klappe aufreißen. Die fehlende Opposition im Parlament werden die Menschen auf der Straße ersetzten. Oder diesmal doch nicht? Denn Macron konnte viele Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft in seine Bewegung einbinden.

Jean-Christophe Cambadélis, der Parteivorsitzende der Sozialisten, trat mal gleich zurück.

Die Linken haben einen Promi in ihren Reihen: Regisseur François Ruffin ( er drehte den Film Merci Patron!, zu Deutsch: Danke, Chef!) wurde Abgeordneter für die linken Insoumises. Insoumises kommt nach aktuellen Hochrechnungen auf 19 Abgeordnete (3.3 %)

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