Geschwätzigkeit

Den CSU-Parteichef umgibt zwar das Flair einer Kellertüre, aber auf den Mund gefallen ist der Mann nicht. Das fällt mir grad wieder auf. Bei der Lektüre meiner Lieblings-Sonntags-Zeitung. Es geht um Edathy. Zähneknirschend hat Seehofer zur Kenntnis genommen, dass Agrarminister Friedrichs – ausgebildeter Jurist – bezüglich der Ausplauderei von staatsanwaltschaftliche Verschlusssachen immer noch meint „politisch wie rechtlich richtig gehandelt“ zu haben. Da kann man nur mit Merkel verklausuliert feststellen, dass „Hans-Peter Friedrich einmal mehr seine aufrechte Haltung unter Beweis stellt“ – mit anderen Worten: doof bleibt doof, da helfen keine Pillen. Nun gut: in Seehofers Parteihorst dampft es mächtig. Und wo es dampft, muss jemand die Türe nicht richtig zugemacht haben. Da der ministerielle Countdown nach der Degradierung vom Innenminister zum Agrarminister aber zu Ende war, blieb für Friedrichs nur der Rauswurf. Aber ganz ohne Zuckerli geht es dann doch nicht: Hans-Peter, hat der Horst gesagt, Auto fahren kannste, willste nicht Präsident vom ADAC werden? Das Problem war also einsortiert, und gegenüber der Presse äußert sich der nicht auf den Mund gefallene Horst „Kellertüre“ Seehofer verärgert – Achtung! – wegen der „Geschwätzigkeit der Sozialdemokraten“. (bh)

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