Ist es eigentlich vorstellbar,

Mächtige aus Politik und Wirtschaft wegen schädigender Wirtschaftsverläufe, die sie beeinflussen, mit dem Strafrecht zu konfrontieren? Das ist nicht nur vorstellbar, das ist rechtlich zwingend, sagt der Frankfurter Strafrechtslehrer Wolfgang Naucke in seiner packenden wissenschaftlichen Analyse über politische Wirtschaftsstraftaten. Die Lektüre dieser Schrift von hundert Seiten ist eine Sternstunde für Wahrheitssuchende. Er bringt wissenschaftliche Ordnung in ein höchst relevantes Feld der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Zunächst ermittelt er die Aufgabe demokratischen Strafrechts: Es hat Kontrolle auszuüben zugunsten menschlicher Freiheit gegenüber jeder Macht, die diese Freiheit bedroht. Freiheit ist das einzige Recht, das auch jeder Machtlose hat. Die Freiheit der Person ist unverletzlich, sagt die Verfassung. Und die Realität? Lesen Sie: Wolfgang Naucke: „Der Begriff der politischen Wirtschaftsstraftat. Eine Annäherung“, LIT Verlag Münster, 2012

Falls Sie am Wochenende Zeit haben – in die Pilze, bevor der Winter kommt. Alles ist möglich. Oder warm anziehen, wenn Grohmann seinen 100. feiert. Eine Benefiz-Veranstaltung, getarnt als Fest, bei dem die Ludwigsburger Brenzband das Beste gibt, was sie hat: Menschen mit Handicap wie Du und Grohmann. Dazu eine Film-Bild-Text- und Toncollage, zeigemäß mit einem lästigen Lorbeerkranz, auch wenn ich noch lebe. Details auf www.theaterhaus.com. Eintritt fließt komplett in eine Aktion „verbrannte Bücher“, die im Mai 2013 startet. 27.10.2012, 19:30 , Einlass 19 h. Tickets jetzt: 40 20 721, 722, 723.

Großes Echo in Italien für Bernhard Häußler und Die AnStifter: Wir organisieren eine Solidaritätsfahrt nach Sant’Anna di Stazzema. Wir sind empört und schämen uns über den Umgang der Justiz mit den Kriegsverbrechen in Sant’Anna di Stazzema“, erklärten das Bürgerprojekt Die AnStifter und die Initiative 10.Mai. 1944 ermordete die SS vor allem Frauen und Kinder des Ortes. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft – zuständig Bernhard Häussler – hat das Verfahren eingestellt, überlebende Täter können nicht mehr belangt werden. Wir werden die Grüße der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, unseres Landes zu den Menschen in Italien tragen und unsere Solidarität durch eine Spende für soziale und kulturelle Zwecke zum Ausdruck bringen.“ (Spenden für das Dorf nehmen die AnStifter entgegen – Konto 801 296 4700, BLZ 430 609 67, Kennwort „Stazzema“). Die Fahrt soll Ende November / Anfang Dezember stattfinden, eine Info-Veranstaltung am 25.November. Weitere Informationen zu der Initiative unter www.die-AnStifter.de, eMail peter-grohmann@die-anstifter.de

Mensch, was denken Sie eigentlich von uns? Dass wir meschugge sind? Oder alle ein Bundes-verdienstkreuz umgehängt kriegen sollten? Daß wir nur unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit tun? Daß wir das alles nur machen, weil wir Freude dabei haben? Daß wir endlich aufhören sollten, Sie zu bemuttern und bevattern? OK, sagen Sie’s uns. Die AnStifter – seit 10 Jahren unterwegs. Halbwegs kritisch, weltoffen, manchmal selbstkritisch, oft moralisierend. 10 x den Friedenspreis verliehen, immerhin insgesamt 50 000 Euro. Philosophie, Maultaschen, Loratta, die fröhliche Antifa, wa? Also – wir freuen uns über ein paar aufmunternde, kritische, merk-würdige Zeilen, die wir veröffentlichen wollen. Ihre Post an peter-grohmann@die-anstifter.de.

Und jetzt: Ahoi. Grüß Gott. Berg auf.