Danke für Ihr Engagement für Lal Bibi.

Die 18-Jährige Lal Bibi wurde von einer Bande mächtiger afghanischer Polizisten entführt, vergewaltigt und fünf Tage lang gefesselt. Doch Sie wehrt sich und tut, was Frauen in Afghanistan eigentlich untersagt ist — gemeinsam können wir ihr helfen und Gerechtigkeit für alle Frauen in Afghanistan erlangen.

Gemäß tief verwurzelter kultureller Gepflogenheiten wurde Lal Bibi „entehrt“ und müsste Selbstmord begehen — es sei denn, ihre Vergewaltiger werden verurteilt, um ihre Ehre und Würde wiederherzustellen. Afghanistans Justizsystem versagt routinemäßig, diese Fälle vor Gericht zu bringen. Bisher wurden die Hauptverdächtigen in Lal Bibis Fall nicht strafrechtlich verfolgt, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass die internationale Aufmerksamkeit nachlässt. Jeder Tag, der ohne eine Verhaftung vergeht, rückt Lal Bibi näher an den Selbstmord — aber es gibt Hoffnung.

Dieses Wochenende treffen sich die USA, Deutschland, Japan und andere wichtige Geberländer und werden voraussichtlich 4 Milliarden für Afghanistan bereitstellen — Geld, das auch für die Bezahlung der für die Vergewaltigung von Lal Bibi verantwortlichen Polizeikräfte eingesetzt wird. Ein weltweiter Protestruf könnte die Geber bloßstellen und zwingen, ihre Hilfszahlungen von konkreten Schritten zur Bekämpfung von Vergewaltigung und zum Schutz von Frauen abhängig zu machen. Es bleibt nicht viel Zeit — klicken Sie hier und unterzeichnen sie die Petition zur Rettung Lal Bibis und unsere Unterschriften werden direkt an der Geberkonferenz in Tokio übergeben:

https://secure.avaaz.org/de/gerechtigkeitfuerlal_bibi/?tta

Lokales Brauchtum in einigen Gegenden Afghanistans besagt, dass Frauen durch eine Vergewaltigung Schande auf ihre Familie bringen und Selbstmord begehen müssen, um die Familienehre für zukünftige Generationen wiederherzustellen. Erstaunlicherweise versuchen Lal Bibi und ihre Familie in einem mutigen Schritt, ihr Leben zu retten, indem sie die Verurteilung ihrer Folterer verlangen und die Schande bei den Tätern suchen.

Der Teil der afghanischen Polizei, der für die Vergewaltigung verantwortlich ist, ist abhängig von Geldern ausländischer Geber, die an diesem Wochenende bei einem Treffen aller großer Geberländer in Tokyo zugesagt werden sollen. Diese Länder können und sollten darauf bestehen, dass diese Gelder nicht dazu benutzt werden, eine Polizei zu vergrößern, die in schrecklicher Straflosigkeit handelt.

In Afghanistan gibt es Hunderte Frauen und Mädchen, die ähnlicher “Stammesjustiz” ausgesetzt sind wie Lal Bibi. Und Tausende beobachten genau, wie die Regierung Afghanistans und die Welt auf das Schicksal eines Mädchens reagiert, das sich zur Wehr setzt und sich weigert, still den Freitod zu wählen. Stehen wir an ihrer Seite — unterzeichnen Sie jetzt:

https://secure.avaaz.org/de/gerechtigkeitfuerlal_bibi/?tta

Der weltweite Angriff auf Frauenrechte kennt keine Gnade. Doch immer wieder schließt sich unser Netzwerk zusammen, um Erfolge zu erzielen. Gemeinsam halfen wir, die illegale Steinigung von Sakineh Ashtiani im Iran aufzuhalten und Gerechtigkeit für Überlebende von Vergewaltigungen in Libyen, Marokko und Honduras zu erzielen. Zeigen wir erneut den globalen Muskel unseres Netzwerks um für Lal Bibi und Millionen Frauen in Afghanistan Gerechtigkeit zu fordern.

Voller Hoffnung und Entschlossenheit,

Dalia, Emma, Alaphia, Ricken, Laura, Antonia und das ganze Avaaz-Team

P.S. Avaaz hat eine Bürgerpetitionen-Seite lanciert — eine aufregende neue Plattform, auf der Sie schnell und einfach eigene Kampagnen starten können. Starten Sie Ihre eigene, indem Sie hier klicken:http://www.avaaz.org/de/petition/startapetition/?do.ps.lal_bibi

Weitere Informationen:

Vergewaltigungsfall testet Afghanistans Justiz (Radio Free Europe – auf Englisch)
http://www.rferl.org/content/rape-case-tests-afghan-justice/24604549.html

Afghanistan lässt die Frauen im Stich (20 Minuten)
http://www.20min.ch/ausland/news/story/16256399

Afghanischer Vergewaltigungsfall rückt lokale Polizei ins Zentrum (New York Times – auf Englisch)
http://www.nytimes.com/2012/06/28/world/asia/afghan-rape-case-turns-focus-on-local-police.html?pagewanted=all

Präsident Karzei wird bei Geberkonferenz in Tokio um Hilfe bitten (Der Standard)
http://derstandard.at/1339639708432/Karzai-Kabul-braucht-ab-2015-39-Milliarden-Dollar-pro-Jahr

Deklaration von Tokio wird Afghanistan dazu zwingen, Hilfsgelder besser zu nutzen (Reuters – auf Englisch)
http://www.reuters.com/article/2012/07/02/us-afghanistan-aid-idUSBRE8610CL20120702