Wird Europa für Flüchtlinge zu einem einzigen Gefängnis?

Angesichts der neuen menschenverachtenden EU-Inhaftierungspläne für Schutzsuchende muss diese Frage jetzt beantwortet werden. Schon heute halten EU-Staaten Zehntausende Flüchtlinge gefangen – unter anderem in Ungarn, Malta oder Griechenland. Nun soll das Einsperren europaweit noch viel leichter werden.

Sechs spezielle Haftgründe für Asylsuchende wurden in einem aktuellen Richtlinienentwurf weiter vorangetrieben. Die neuen Inhaftierungsregelungen greifen lückenlos: Sie erlauben es, jeden Asylsuchenden in der EU jederzeit und an jedem Ort zu inhaftieren. Die Absicht ist klar: Ebenso wie die geplante Wiedereinführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum sollen die verschärften Inhaftierungsregeln Menschen davon abhalten, in EU-Ländern Schutz vor Krieg, Verfolgung und Elend zu suchen.

Das EU-Parlament hat den Schlüssel in der Hand, denn es kann die geplante flüchtlingsfeindliche Regelung der EU-Innenminister verhindern. PRO ASYL ruft deshalb auf zu der Protestaktion „Schlüssel nach Brüssel!“. Bitte machen Sie mit:

Bestellen Sie hier die kostenlose PRO ASYL-Protestpostkarte „Schlüssel nach Brüssel“, fügen Sie einen Schlüssel bei und senden Sie die Karte an Martin Schulz, den Präsidenten des EU-Parlaments.

Informieren Sie sich hier über weitere Protestmöglichkeiten und werden Sie selbst aktiv.

– Unterstützen Sie den Einsatz von PRO ASYL für Flüchtlinge und verfolgte Menschen durch Ihre Fördermitgliedschaft oder eine Spende.

– Machen Sie Freundinnen, Freunde und Bekannte auf die Aktion „Schlüssel nach Brüssel!“ aufmerksam. Es kommt darauf an, durch eine möglichst breite Unterstützung die Aufmerksamkeit des EU-Parlaments für unseren Protest zu gewinnen. Herzlichen Dank.

Förderverein PRO ASYL e.V.

Vorsitzender: Dr. Jürgen Micksch
Geschäftsführer: Günter Burkhardt
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