Rundgang
Antisemitismus in Stuttgart 1871 – 1933*

Judenfeindschaft war bis ins 20.Jahrhundert in Stuttgart populärer als vielfach angenommen wird. Antijüdische Massenkrawalle und Übergriffe, Diskriminierungen von Juden, und antisemitisch eingefärbte Medienberichte und Agitationen prägten auch das öffentliche Leben und den Alltag in der Landeshauptstadt. Antisemitismus in allen Schattierungen war spätestens in der Weimarer Republik weitverbreitet, an den die Stuttgarter Nationalsozialisten auf dem Wege zur Macht erfolgreich anknüpfen konnten. An verschiedenen Stationen in der Innenstadt werden die Tatorte antisemitischer Gewalt und die Treffpunkte der Judenfeinde und ihrer Agitationsorgane deutlich. Außerdem wird an Stuttgarter Orten auch der Rolle der Medien sowie der Indifferenz und den Gegenkräfte im Umgang mit dem Antisemitismus nachgegangen.

*Sonntag, 17. Juni 2012 *

Treffpunkt: 15 Uhr vor dem Rathaus Stuttgart, Marktplatz

Dauer des Rundgangs ca. zwei Stunden

Referent: Dr. Martin Ulmer, Kulturwissenschaftler und Historiker, Tübingen, Autor des gleichnamigen Buches

Veranstalter: ver.di-Bezirk Stuttgart

Ohne Gebühr. Anmeldung ist nicht erforderlich.