Auf zum 2. Wahlgang! Stuttgarter Friedenspreis der AnStifter 2012

Die AnStifter sind abzugsfähig, ob in Afghanistan oder am Kap der besseren Hoffnung. Wahlkampfspenden: 22 92343 BW Bank
Für den Stuttgarter Friedenspreis 2012 der AnStifter wurden 30 Vorschläge eingereicht. Im 1. Wahlgang erhielt – wie zu erwarten – keiner der Vorschläge mehr als 50% der Stimmen. Daher stehen jetzt die folgenden elf Erstplacierten zur Wahl (2. Wahlgang). Gewählt werden kann per Brief, Fax, eMail, Internet, auch formlos – aber mit Namensangabe – bis 24.6.2012.
Der Vorschlag 02: Aktion „Aufschrei Waffenhandel!“ kam an die 2.Stelle, Vorschlag 06 Rachel Dror, Stuttgart, an die 1.Stelle, 07Felix Finkbeiner plant for the Planet 3.Stelle, Vorschlag 10 Baltasar Garzón, Spanien (6), Vorschlag 11, Stéphane Hessel, Frankreich (5), Vorschlag 12, Egon Hopfenzitz, (4), Vorschlag 13 Samira Ibrahim, Ägypten (8), 14 Joh.Ludwig-Schneller-Schule im Libanon (7), 21Hanna Poddig, BRD ((9.Stelle), 24 Wolfgang Sternstein ((10.Stelle) und gleichauf Vorschlag 27, Horst Tögel, Brenz-Band, (ebenfalls 10.Stelle)

Porajmos: Das Romanes-Wort Porajmos bezeichnet den Völkermord an den europäischen Roma in der NS-Zeit und ist Höhepunkt einer langen Geschichte von Diskriminierung und Verfolgung. Sinti und Roma wurden und werden lebenslang verfolgt, auch heute noch, mitten in Europa: Gedemütigt, verletzt, vertrieben, diskriminiert. Häufig leben sie in Isolation, Unsicherheit und Angst vor Abschiebung – es fehlt der Schutz der Behörden ebenso und der demokratischen Öffentlichkeit. Im März 2012 beschloss der Stuttgarter Landtag die Wiederaufnahme der Abschiebungen von Roma in den Kosovo – denn dort gäbe es keine Diskriminierung von Roma – und somit auch keine Abschiebehindernisse. Willkommen Zuhause zeigt, wie „abgeschobene“ Roma im Kosovo leben, wie verunsichert jene sind, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind – und wie sie jetzt, in der neuen Fremde, in Verzweiflung leben. Ein AnStifter-Film von Eliza Petkova: Mi, 30. Mai 2012, 19 h Medienzentrum Rotenbergstraße 111 (Stuttgart-Ost, Haltestelle Ostendplatz)

Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht
Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert würde. Die Ergebnisse zeigen, dass Westeuropa ˆ inklusive Deutschland ˆ wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem Cäsium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA als radioaktiv kontaminiert. Die Forscher fordern aufgrund ihrer Erkenntnisse eine tiefgehende Analyse und Neubetrachtung der Risiken, die von Kernkraftwerken ausgehen.

Do, 31. Mai, 20 h, Literaturhaus, Breitscheidstraße
Landesrabbi a.D.Joel Berger: Die Rolle der Jüdischen Stadt in der jüdischen Kultur-geschichte. Einführung Prof. Roland Ostertag. AnStifter

Hotel Silber: Es wird konkreter – Chancen eines Erinnerungsortes in Stuttgart. Einladung zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung Do, 14. Juni 2012, 19 h, Rathaus. Die Initiative wird ihr Konzept erläutern und um Resonanz bitten
NEU Do, 21. Juni, 19 h, Württ. Kunstverein Stuttgart
Schrei nach Freiheit. Die AnStifter laden ein zur Syrien-Solidaritätslesung mit Carmen Kotarski, Widmar Puhl, Tina Stroheker, Manfred Zach. Peter Grohmann (Wolfgang Schorlau angefragt). Schriftstellerinnen erklären mit Lesungen ihren Protest gegen den Massenmord des Assad-Regimes am eigenen Volk und ihre Solidarität mit den leidenden Menschen in Syrien und ihrer Sehnsucht nach Freiheit und Demokratie. Gelesen wird aus „Schrei nach Freiheit. Bericht aus dem Inneren der syrischen Revolution“ von Samar Yazbek Vorwort von Rafik Schami) + eigenen Werke der Schriftsteller

NEU Di, 26. Juni 2012, 19:30 h, Stadtbibliothek und AnStifter laden ein
Was lokale Geschichtsforschung bewegt: Elke Martin, Uta Maria Heim, Gunter Demnig. Bürgerinnen eignen sich mit Recherchen vor Ort die Vergangenheit an und zeigen, was lokale Geschichtsforschung bewegt. Der Schöpfer der Stolpersteine, der Künstler Gunter Demnig, erzählt von seinem Werk und diskutiert mit Elke Martin von den AnStiftern (Herausgeberin des Buches „verlegt“ über die Krankenmorde) und der Autorin Uta-Maria Heim, deren neuester Kriminalroman „Feierabend“ sich um verdrängte Familiengeschichte und die Wirkungskraft von Opfergeschichten rankt., Karten 0711.216-91100/-96527

Mi, 13. Juni, 19 h, Politischer Salong von AnStiftern + DFG-VK, DenkMacherei

Fr, 15. Juni: Demokratietagung Bad Boll (AnStifter, Für Demokratie, Akademie)

Fr, 15. Juni 2012, ab 17 h: POEMA-Fest
im Haus des Waldes in Stuttgart-Degerloch u.a. mit dem Brasilianischen Chor ENCANTO unter Leitung von Christina Marques. Poema ist Partner der AnStifter. www.poema-deutschland.de
Kabarette sich, wer kann! Sa, 16. Juni 2012, 11-18 h, DenkMacherei, Werastraße 10, Stuttgart. Kabarett-Workshop mit Bruno Schollenbruch bei den AnStiftern: Ein kommunikativer, kreativer Workshop-Tag im Haus der Anstifter, denn es reicht längst nich mehr, sich keine Gedanken zu machen, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. Stimm- und Körperarbeit unter Einbeziehung kabarettistischer Mittel, Erarbeitung von Kabarettszenen, Comedy-Sketchen, Einsatz von Musik, Programmaufbau – von Alltagssatiren 50 EU, ermäßigt 40 EU. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – jeder kann mitmachen. Anmelden: kabarett@schollenbruch.com

Der Killesberg unterm Hakenkreuz. Herausgegeben von der Geschichts-werkstatt Stuttgart-Nord (Jupp Klegraf/AnStifter, Jörg Kurz, Helmut Ranacher, Wolfgang Harder), 60 Seiten Pb, 21 x 21, 5 EU (Mit Versand 6,50, kontakt@die-anstifter.de.

So, 17. Juni, 11 h, Glockenkelter, Obergaß 43, Kernen/Stetten (www.allmende.de)
Vortrag von Heiner Jestrabek: Albert Dulk, (1819 – 1884), 1848er-Revolutionär, Langstrecken-schwimmer, Weltreisender, Einsiedler, Kommunarde, Sozialist, Arbeiterführer und Gründer des Freidenkerverbandes und lebte lange im sog. „Dulkhäusle“ beim Esslinger Segelflugplatz.

Di, 19. Juni 2012, 20 h
Professor Dr. Hans-Peter Dürr (AnStifter) Das Lebende lebendiger machen – wie uns neues Denken aus der Krise führt“ Erlöserkirche, Birkenwaldstr. 24 (VA: Hospitalhof)

Fr, 22. Juni, 19 h, Forum 3:
Die Welt neu denken. Themenabend zur UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung (Rio+20)“ und dem „Peoples Summit für soziale und ökologische Gerechtigkeit“

Fr, 30. Juni, 11 – 18 h., Cassiopaia, Waldebene Ost
SOFa-Perspektiventag. Eine offenes Forum, jede/r ist willkommen