"Wir waren das Volk"

Über Burkhard Heinz

Ich bin seit vielen Jahren geschäftsführender Gesellschafter des Medienbeobachtungsunternehmens mediatpress®. Die von mir verfassten Beiträge beschäftigen sich mit den Themen Medien, Kommunikation und Journalismus. Artikel, die auf dieser Website zu lesen sind und nicht von mir stammen, geben nicht immer auch meine Meinung wieder.

Ein Gedanke zu „"Wir waren das Volk"

  1. In den vergangenen Wochen und Monaten wurde man als S21-Gegner bei einer Frage nach Argumenten für den Tiefbahnhof beschämt von aufrecht-abwinkenden Bürgern, die kundtaten, die Auseinandersetzung nur noch satt zu haben. Da hat sich stimmungsmäßig etwas breitgemacht, was anwuchs mit der Anzahl der Montagsdemonstrationen. Das wurde untermauert von Schreiberlingen, die auf der Suche nach Übertreibungen, ebenfalls beschämend, fündig wurden bei den ewigen „Oben-bleiben“-Rufern. Man sprach von Öko-Diktatur und prangerte die verbissene Gesinnungsprüfung der letzten Monate durch mehr und mehr verzweifelte Gegner an. Und dann war da auch noch die entstandene Leidenschaft, die Emotionalisierung, zu der man sich hat hinreißen lassen und für man sich schämen sollte. das war, für die mit Alzheimer seis gesagt, wegen dieses symbolischen Abrisses des Nordflügels, der als Anreiz zur Zustimmung dienen sollte. Ebenso das spätherbstliche, fürs Augenlicht schädliche Bad der Menge im Strahl der Wasserwerfer. Auch das sollte die Leute hinweisen auf -, ja welche?, Faktenlage. Das wundersame Fortschrittsversprechen, die glorreiche Zukunft, die bevorstehende Landgewinnung, all das waren schon früher die Zutaten für großen Siegesrausch, die unterfüttert wurden von dumpfen Gefühlen der Schande, der Scham, des Ekels und der Schauder vor dem drohenden Untergang im Schmutz des Stillstands.

    „Haltet sie im Unklaren, verwirrt sie, zermürbt sie.“ So geht man mit Widerstand um. Um dieser schändlichen Taktik zu entgehen, gibt es kaum Mittel, die man angemessen nennen könnte.

    Und deshalb ist es richtig, wenn MP Kretschmann und sein Verkehrsminister jetzt derart für uns Bürger sorgen, daß der Schlichtungsspruch in allen Punkten erfüllt wird – bei 100% Einhaltung der seitens der bahn versprochenen Obergrenze von 4,5 Milliarden Euro.

    Sollte die Bahn signalisieren, daß sie das wegen bisher verschwiegenen vollen Hosen nicht schafft, dann soll sie es jetzt sagen – vor Abriss des Südflügels und vor der Zerstörung des mittleren Schloßparks.

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