Das mit der Demokratie…

… ist ganz, ganz schwierig! Viele Menschen meinen ja, das Grundgesetz gelte schlechthin für alle, für Hinz und Kunz, sogar für Ibrahim und Katinka. Hier sei gesagt: Ibrahim und Katinka können vielleicht ihren Bürgermeister wählen, als EU-ler, aber natürlich nicht an so einer wichtigen Volksabstimmung teilnehmen. Die ist nur was für Paß-Deutsche. Andere wieder nehmen das mit den Grundrechten ganz, agnz genau. Das sind diese 150%-tigen, die auch glauben, daß das Gebot „Du sollst nicht töten“ richtig ernst gemeint ist. Oder dann diese Schote mit der Zensur: Natürlich findet keine Zensur statt. Also nicht wirklich. Und wenn, dann merkst Du es nicht. So wie man nicht merkt, daß bei dieser und allen anderen Wahlen und Abstimmungen alle unter gleichen Voraussetzungen antreten. Ein Wahlkampf ist letzlich wie eine Tour de France – die meisten Jungs sind gedopt, die Mädels dürfen den Radlern den Schweiß abknutschen, und der Rest fährt aus sportlichen Gründen mit, damit’s am 27.11. besser aussieht. „Frei ist die Wahl, weil es verboten ist, die Bürgerinnen und Bürger in ihrer Wahlentscheidung zu beeinflussen oder unter Druck zu setzen. Der Wähler soll in einem freien Prozess der Meinungsbildung zu seiner Entscheidung kommen und diese unverfälscht zum Ausdruck bringen können.“ Wenn also jetzetle z. B. mein Herr Schuster sagen würde, man entscheide am Sonntag über die Zukunft der Stadt und mir auch noch droht, daß es bei Ja keinen geregelten Zugverlehr mehr gibt, dann denk’ ich: Es bleibt demnach alles beim Alten, demm die Welt geht ja, wie ich aus vertraulichen Quellen weiß, so oder so unter. Sonst sorgen wir dafür, glaubt Ihr Peter Grohmann

Peter Grohmann liest: Sonntag, 27. Nov, 11:30 h, Theaterhaus: Ein neuer Teil der politischen Biografie

Di, 29. Nov, 19 h: Verlegt: Krankenmorde der Nazis. Lange ausgeblendet und verdrängt – zahlreiche Verbrechen der Nationalsozialisten „in der Nachbarschaft“ kommen erst jetzt ins Bewusstsein.Dazu unsere Dokumentation „verlegt“ von Elke Martin. Präsentation im Staatsarchiv Ludwigsburg. Ein Abend der AnStifter + Ludwigsburger Stolpersteine mit Andrea Banse (Lesung) und dem Duo Trompitarre.

Do, 1. Dez, 19 h, AnStifter im Haus der Geschichte: Die Rückkehr des Jakob Winter
Als vor 70 Jahren die Massendeportationen der württembergischen Juden begannen, war Jakob Winter unter ihnen. Titus Simon (Murrhardt), Prof an der Hochschule Magdeburg, beschäftigt sich ua. mit Rechtsextremis-mus im ländlichen Raum. Nach einer Einführung ins Thema liest er das Kapital „Abfahrt Nordbahnhof“. Zeitgleich ist die „Symphony of the Names“ zu hören. Anschließend an den Vortrag laden die AnStifter zu einem Gedenkgang zu den Zeichen der Erinnerung am Nordbahnhof.

Do, 1.Dez, 19:30 h Forum 3: Uranabbau und Ziviler Widerstand in Tanzania. Anthony Lyamunda infomiert über die Situaruib vor Ort und die Interessen von Staat und multinationalen Konzernen.

Sa, 3. Dez, 14 – 18 h: Öffentliche Tagung: Occupy Wall Street, Bürgerbewegungen und Widerstand. Die AnStifter laden ins Literaturhaus (Breitscheidstraße). Albrecht Müller, www.nachdenkseiten.de und einst prominenter Mitarbeiter im SPD-Parteivorstand: Impulsreferat zu den weltweiten Bürgerbewegungen und der Banken- und Staatskrise. In 3 AGs Diskussion u.a. mit Müller, der Philosophin Dr. Annette Ohme-Reinicke, P. Grohmann und Hermann Zoller über Rechtsterrorismus, Demokratie und Öffentlichkeit. Eintritt frei, Anmeldung erwünscht: www.die-anstifter.de oder 0711 248 56 77. Im Anschluß am gleichen Ort:

Sa, 3. Dezember, 18 h: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern. Für Franz-Josef Degenhardt
Lieder und Gedichte von Degenhardt interpretiert Christoph Hofrichter (Schauspieler, Schriftsteller und AnStifter). Ein Veranstaltung der AnStifter im Literaturhaus, Breitscheidstraße 5.

Bitte vormerken: Tanzdialog. Menschen mit und ohne Handicap mit Texten, Liedern, Tanz und Musik: Di, 6. Dezember, 20 h, Theater am Olgaeck.

Bitte vormerken: Rainer Wochele liest: „Der General und der Clown“ Mi, 14. 12. 2011, 20 h im Theater am Olgaeck. Eine AnStifter-Veranstaltung

Danke, Hans-Jörg Kiesel von Blumen-Kiesel in Stetten für die Rosen auch die dieser FriedensGala! Auf allen Rosen befindet sich ein Anhänger mit einer Webseite und einem Herkunftsnachweis. Mit diesem 4-stelligen Code kann dann im Internet nachgeprüft werden, von welcher Farm die Blumen kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden.

Computern und Einführung ins Internet: 13.01. – 03.02.2012 jeweils Freitags, 14-17 h, Olgastr. 61. Kurs 65 EU, AnStifter 45 €. Anmelden 74 98 30.

Über Burkhard Heinz

Ich bin seit vielen Jahren geschäftsführender Gesellschafter des Medienbeobachtungsunternehmens mediatpress®. Die von mir verfassten Beiträge beschäftigen sich mit den Themen Medien, Kommunikation und Journalismus. Artikel, die auf dieser Website zu lesen sind und nicht von mir stammen, geben nicht immer auch meine Meinung wieder.