Film:"Heim nach Böhmen / Návrat do vlasti" (Vaclav Reischl)

Heim nach Böhmen / Návrat do vlasti from Vaclav Reischl on Vimeo.


„Wie wenig beide Seiten voneinander wissen und welche Vorurteile überwunden werden müssen“ ist zu sehen im Film von Vaclav Reischl, im Rahmen der
7.Tschechischen Kulturtage in Freiburg i.Br.
an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Geisteswissenschaftliche Fakultäten), Werthmannplatz 3, im Hörsaal 1199 (Kollegiengebäude 1)

Die Veranstaltung ist unter der Schirmherrschaft von
Josef Hlobil, Generalkonsul der Tschechischen Republik in München,
und Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i.Br.

»Nahe, ferne Heimat.
60 Jahre Kriegsende und Vertreibung«.

Brücke/Most-Stiftung zur Förderung der deutsch-tschechischen Verständigung und Zusammenarbeit,
Kartäuser Straße 49a
79102 Freiburg
Tel.: +49/761/319 04-0
Fax: +49/761/319 04-15
E-Mail: info@bruecke-most-stiftung.de www.bruecke-most-stiftung.de

Eine DVD Kopie des Films ist unter info@vaclavreischl für 15.-€ (+Post) zu erwerben.

Heim nach Böhmen ist ein Dokumentarfilm über drei Menschen auf der Suche nach Heimat. Der Bäcker aus dem Böhmerwald-Dorf Buchers, der sich auf seinen Heimwehreisen mit der jetzigen tschechischen Bevölkerung seines Heimatortes konfrontiert sieht. Der Mönch, der seine „alte“ Heimat wieder zu seiner „neuen“ Heimat macht, indem er dort seelsorgerisch tätig wird. Der vertriebene Adelige, der erlebt, wie der neue Besitzer seines Familien-Stammsitzes heute mit dem Schloss umgeht – alle drei gehen anders mit der Heimat um, aber alle drei gehen auf ihre je spezifische Art und Weise „heim nach Böhmen“.

In fast allen Filmen beschäftigt sich Reischl, wie er selbst formuliert, „mit der Thematik ’Suche nach der Wahrheit, Heimat, anständige Menschenwege’ in der materialistischen Gesellschaft, deren Werte oft irreführend sind“.
Vor kurzem abgeschlossen wurde – das soll in diesem Zusammenhang erwähnt werden – der Dokumentarfilm „Oba bleiba“ über den Bürgerprotest gegen “Stuttgart 21”, d.h. über “Masse und Macht”.

Neben anderen produzierte Václav Reischl einige Filmen zum KZ Leonberg (Moshe Neufeld, 2003; Überlebende des KZ Leonberg, 2003; Großvater, was ist Leonberg?, 2005), teilweise im Auftrag der Gedenkstätteninitiative KZ Leonberg. Danach widmete er sich intensiv der sudetendeutsch/tschechischen Problematik. Die drei in diesem Zusammenhang entstandenen Filme (Rozhraní-Grenzbereich/ Borderline,2005; Není Hietler jako Hitler – Nicht jeder Hietler ist ein Hitler, 2006; Heim nach Böhmen, 2008) führen alle in den Böhmerwald, häufig nach Pohoří na Šumavě/Buchers, einen Ort der auch in Reischls Biographie eine Rolle spielt.
Mit diesen Filmen über die Suche nach Heimat bzw. den Umgang mit Heimat möchte er dazu beitragen, „die historischen ‚Graben und Narben’ zwischen den Tschechen und den Deutschen zu verkleinern und ein wenig Verständnis für die ‚Handlungen der anderen Seite’ zu erwirken“.