Drucksache „Bild“ – Eine Marke und ihre Mägde

Wie ungeschminkt „Bild“ Politik zu machen versucht, hat ihre kampagnenartige Berichterstattung über die Griechenland- und Eurokrise 2010 besonders deutlich werden lassen. Die „Bild“-Studie der Otto Brenner Stiftung untersucht die Veröffentlichungen des Springer-Flagschiffes zu diesem Thema: Der präzise Blick auf die Details der Darstellung und Gestaltung, aber auch die konzeptionelle Gesamtsicht auf das Produkt „Bild“ und die medientheoretische Einordnung der „werktäglichen Veröffentlichung“ fügen sich zu einer Analyse, die „Bild“ in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Die Studie zeigt: Wenn man „Bild“ und ihren Erfolg verstehen will, dann darf man nicht mit den politischen Absichten und Auswirkungen des Springer-Blattes beginnen – aber man darf sie auch nicht übersehen. Denn Aufmerksamkeit und Wirksamkeit gewinnt die „Bild“-Zeitung nicht nur durch ihre aufreizende Machart, ihre offensive Selbstvermarktung und ihre wirtschaftliche Expansion, sondern auch durch ihre Inszenierung als „Volksstimme“.

Die „Studie“ im Netz: www.bild-studie.de

Über Burkhard Heinz

Ich bin seit vielen Jahren Mitglied des Deutschen Journalisten Verbandes und geschäftsführender Gesellschafter des Medienbeobachtungsunternehmens mediatpress®. Die von mir verfassten Beiträge beschäftigen sich mit den Themen Medien, Kommunikation und Journalismus und geben nicht die Meinung der AnStifter wieder.