Japan
Super

Regierung und Industrie sind aus Respekt gegenüber der bereits leidenden Bevölkerung darin überein gekommen, die Öffentlichkeit nicht über einen „Super-GAU“ zu informieren. Unabhängig vom tatsächlichen Stand der Dinge geht es jetzt an erster Stelle darum, den Eindruck zu vermitteln, dass die Verantwortlichen langsam Herr der Lage werden. Durch die Anpassung u.a. von Grenzwerten, Schutzzonen und öffentlich kommunizierten Daten, muss es möglich sein zu zeigen, dass die Schäden, die die Kernenergie in einer modernen Gesellschaft letzlich verursacht, besorgniserregend, aber keinesfalls verheerend sind. Auf Vergleiche mit Tschernobyl sollte auch weiterhin schon deshalb nicht verzichtet werden, um anschaulich zu machen, dass die Dinge in Japan sich deutlich besser entwickeln als 1986 in der Ukraine. (bkh)

Über Burkhard Heinz

Ich bin geschäftsführender Gesellschafter des Medienbeobachtungsunternehmens mediatpress®. Die hier von mir erscheinenden Beiträge geben nicht die Meinung der Anstifter wieder und stehen lediglich in einem thematischen Verhältnis zu meinen unternehmerischen Aktivitäten. Es sind daher vor allem um Sachlichkeit bemühte Beiträge, die sich mit den Themen Medien und Kommunikation beschäftigen.